Babyfüße

13./14. Schwangerschaftswoche

Willkommen in der 13./14. Schwangerschaftswoche. Euch sollte es so langsam wieder besser gehen, denn nun befindet ihr euch im vierten Schwangerschaftsmonat. Körperlich und seelisch sollte es jetzt etwas „leichter“ werden. Und das sollte auch eine ganze Weile so bleiben! Ihr könnt also ein wenig durchatmen und anfangen eure Schwangerschaft so richtig zu genießen. Mit viel Glück könnt ihr auch ab Ende der 15. SSW – Anfang der 16. SSW leichte Kindsbewegungen spüren. Das ist doch wirklich etwas, auf das man sich freuen kann, oder?

Euer Körper

Vieles in eurem Körper hat sich bereits verändert und wird sich auch noch weiter verändern. Einige Veränderungen fühlen sich vielleicht gleich oder ähnlich an, bedeuten aber entsprechend der Schwangerschaftswoche etwas ganz anderes. In der 13/14. Schwangerschaftswoche wachsen die Mutterbänder zum Beispiel erneut.

Die Mutterbänder

Die Mutterbänder übernehmen in eurem Körper eine wichtige Aufgabe – sie halten die Gebärmutter in der richtigen Position. Natürlich muss durch das Wachstum des Kindes die Position der Gebärmutter immer wieder angepasst werden – eure Mutterbänder arbeiten also auf Hochtouren! In den kommenden Wochen können eure Mutterbänder wieder leicht anfangen zu schmerzen, das macht sich bemerkbar durch ein Ziehen in der Leisten- und Lendengegend. Auch im Unterbauch könnt ihr ein leichtes Ziehen vernehmen. Diese Schmerzen kommen durch die Dehnung der Mutterbänder.

Tipp: Eine Wärmflasche oder Wärme allgemein lindern eure Schmerzen auf angenehme Weise.

Das äußere Erscheinungsbild

Auch euer äußeres Erscheinungsbild ändert sich mit der Zeit. Und damit ist nicht nur das Wachsen des Bauches  gemeint. Ihr kennt doch bestimmt die Redewendung, dass alle Schwangere einfach „strahlen“ – das ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn ab der 14. SSW ist die Durchblutung erhöht, das sorgt für leicht gerötete Wangen und ein frisches Aussehen! Eure Haut darf sich also freuen.

Übrigens: Durch den erhöhten Östrogenspiegel könnte es sein, dass ihr ein wenig vergesslich werdet. Das kann auch für den Rest der Schwangerschaft so bleiben. Das wird sich nach der Geburt oder nach Beendigung der Stillzeit wieder legen. Macht euch darum einfach nicht so viele Gedanken, das ist ganz normal – ab jetzt ist Genießen angesagt!

Entwicklung des Babys

Euer Kind möchte zur Zeit eigentlich nur eines: Wachsen! Wie ihr bereits wisst, sind alle wichtigen Organe soweit vorhanden. Aber auch die Feinarbeit darf man nicht vergessen. In der 12. + 13. Schwangerschaftswoche fangen bereits die Zehen- und Fingernägel an zu wachsen. Auch die Finger trennen sich so langsam von einander. Jetzt gilt es die Funktionen der bereits vorhandenen Organe auszubilden. Die Leber beginnt z.B. mit der Produktion von Gallenflüssigkeit, damit wird der Fettstoffwechsel angeregt. Ab ca. der 14. SSW fängt die Bauchspeicheldrüse an Insulin zu produzieren, durch das körpereigene Hormon kann der Blutzuckerspiegel reguliert werden.

Vermessung des Fötus

Die Größe in der 13/14. Schwangerschaftswoche liegt bei ca. 8 Zentimeter und das Gewicht bei guten 50 Gramm. Dabei wird ab sofort die Steiß-Höhe zur Vermessung verwendet. Gemessen wird jetzt bei der Ultraschalluntersuchung.

Gemessen wird außerdem der Durchmesser des Kopfes. Und zwar ein Mal zwischen den Schläfen (biparetal) und ein Mal zwischen der Stirn und dem Hinterkopf (fronto-okzipital). Dazu werden auf dem Bildschirm entsprechende Messpunkte gesetzt, anhand derer der Computer dann unter Berücksichtigung des Abbildungs-Maßstabes die entsprechenden Maße berechnet. Anhand dieser beiden Messungen kann dann auch der Umfang des Kopfes errechnet werden.

Für die Ermittlung der Scheitel-Fersen-Länge des Kindes, müsste dieses dem beobachtenden Arzt eigentlich den Gefallen tun und sich einmal ganz auszustrecken. Da das nicht passieren wird, muss man sich mit einem Trick behelfen. Gemessen wird im Ultraschallbild die Länge des Oberschenkelknochens (Femur). Multipliziert man diesen Wert mit dem Faktor sieben, erhält man annähernd die Länge des Kindes vom Scheitel bis zur Ferse.

Außerdem werden am Kind noch die Abstände zwischen den beiden Seiten des Bauches sowie zwischen dem Bauchnabel und der Wirbelsäule gemessen. Daraus lässt sich der Bauchumfang berechnen.

Aus all diesen Werten lässt sich recht zuverlässig das Gesamtgewicht des Kindes ermitteln

Sehr aufregend, denn ihr könnt „live“ verfolgen wie der Arzt euren kleinen Schatz vermisst. Ab der 15. SSW ist zudem der sogenannte Biparetale Durchmesser wichtig, das heißt, der Querdurchmesser des Kopfes wird vermessen. Dieser ist dann für die Größenbestimmung maßgebend. Im Durchschnitt liegt er etwa bei 30 Millimeter.

Das Herz des Kindes

Wie ihr bereits wisst, nimmt das Herz seine Tätigkeit schon am 22. Tag nach der Befruchtung auf. Mit viel Glück könntet ihr es auch schon auf dem Ultraschallbild betrachten. Zu diesem Zeitpunkt besteht das kleine Herz aus einem Herzmuskelschlauch, es ist aber bereits voll ausgebildet und funktionsfähig. Einfach Wahnsinn, so ein kleines Wunder! Bis kurz vor der Geburt hat das Herz zwischen den Vorhöfen eine ovale Öffnung die ziemlich klein ist, diese nennt sich Forame ovale. Den nötigen Sauerstoff bekommt euer Baby durch die Nabelschnur. Damit wird das Blut des Fötus angereichert. Bereits ab der 15. SSW arbeitet das kleine Herz auf Hochtouren. Es werden etwa 28 Liter Blut durch den Körper eures heranwachsenden Kindes transportiert. Nach der Geburt werden es ca. 35 Liter pro Tag sein.

Die Zukünftige Entwicklung des Fötus

Eine Schwangerschaft ist wirklich aufregend. Daher wollen viele Frauen wissen, was denn als nächstes kommt. Hier daher eine kleine Übersicht für euch, welche schönen Erlebnisse noch auf euch zukommen:

  • Die Beweglichkeit des Kindes nimmt zu
  • Es beginnt auf Reize von Außen zu reagieren
  • Die Organe reifen und nehmen ihre „Arbeit“ auf
  • Das Geschlecht prägt sich aus

Tipp

In der 13/14. Schwangerschaftswoche durchlebt euer Baby einen enormen Wachstumsschub, auch bilden sich dabei die Knochen aus. Achtet also bitte darauf, dass eure Ernährung sehr kalziumreich ist. Nun kann es auch zu Mangelerscheinungen im Eisenbereich kommen, passt euren Ernährungsplan also ein wenig dementsprechend an. Euer Gynäkologe wird euch natürlich nach entsprechenden Mängeln untersuchen, aber vorbeugen ist schließlich schon die halbe Miete.

Obstsalat – Fötusgröße im Vergleich

Maßangaben sind ja immer schön und gut – helfen vielen Menschen aber leider gar nicht, sich etwas wirklich vorstellen zu können. Da kommt unser Obst-Vergleich vielleicht gerade richtig!  Euer Sprössling hat derzeit die Größe einer Erdbeere.

Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren 13./14. Schwangerschaftswoche

Hier seht ihr übrigens den perfekten Vergleich für die Größenunterschiede eures Kindes. Denn das „Heidelbeeren- und Himbeerenstadium“ eures Fötus habt ihr bereits hinter euch gelassen.

Beschwerden

Natürlich kann es auch in diesem Stadium der Schwangerschaft zu verschiedenen Beschwerden kommen – auch wenn das Gröbste überstanden sein sollte 😉

Atemnot

Die Hormone stellen sich immer wieder ein bisschen um. Das ist aber ganz normal. Dadurch kann es zu Kurzatmigkeit kommen, manchmal hält das sogar bis zur 36. SSW an. Sobald sich das Baby aber ins Becken senkt, müsste die Atemnot spürbar besser werden. Macht euch also keine Sorgen. Das Wichtigste ist ohnehin, dass die Kurzatmigkeit keinerlei Gefahr für euer Baby darstellt. Manchmal liegt es aber gar nicht an der Position des Babys – anderer Grund für eine Atemnot kann nämlich der Eisenmangel sein – lasst euch einfach bei eurem Frauenarzt durchchecken, denn das kann leicht durch einen Bluttest herausgefunden werden.

Erkältung

Wie ihr bereits wisst, dreht sich sobald ihr schwanger seid alles in eurem Körper um euer Baby. Somit auch euer Immunsystem. Kurz gesagt bedeutet das für euch: Ihr seid anfälliger für Viren und Bakterien! Ein großer Nachteil besteht gleichzeitig darin, dass ihr leider so gut wie keine Medikamente einnehmen könnt. Nehmt Medikamente bitte immer nur nach Absprache mit eurem Arzt ein! Auch eine Beratung in der Apotheke kann helfen.

Tiefsitzende Plazenta?

Vielleicht habt ihr schon einmal davon gehört. In der 14. SSW kann es dazu kommen, dass eine tiefsitzende Plazenta bei euch diagnostiziert wird. Macht euch aber keine großen Gedanken, das ist nicht wirklich besorgniserregend. In den folgenden Schwangerschaftswochen kann sich die Plazenta von ganz alleine wieder nach oben heben. Solltet ihr euch dennoch Gedanken machen, sprecht einfach mit eurem Arzt darüber. Er wird euch sicher beraten und euch die Angst nehmen.

Der Ultraschall

Das Geschlecht des Babys prägt sich immer weiter aus. Und jetzt ist es Zeit zur Freude: Mit viel Glück kann sich ab der 14. SSW das Geschlecht eures Babys auf dem Ultraschallbild bestimmen lassen. Dabei ist die Bestimmung bei einem Jungen leichter – ist ein Penis vorhanden, ist es ein Junge. Dieser ist auf dem Ultraschallbild ab jetzt nämlich deutlich zu sehen. Handelt es sich um ein Mädchen, kann auf dem Ultraschallbild die Klitoris gesehen werden. Die Schamlippen hingegen sind in der 15. SSW noch nicht ausgebildet. Aber seid nicht traurig, wenn ihr das Geschlecht noch nicht erfahren könnt, manchmal liegt das Kind im Bauch einfach in einer Position, in der man nichts sehen kann. Dann heißt es weiter fiebern!

Die Angst vor einer Fehlgeburt

Vorab: Keine Sorge, mit dieser Angst seid ihr definitiv nicht allein! Die ersten drei Schwangerschaftsmonate sind sehr anfällig für Fehlgeburten. Ab der 13/14. Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko jedoch enorm. Natürlich ist eine Fehlgeburt trotzdem nicht ausgeschlossen, ab der 15. SSW spricht man dann über einen sogenannten Spätabort. Sobald der Arzt bei der Ultraschalluntersuchung den Herzschlag eures Babys feststellen kann, sinkt die Gefahr einer Fehlgeburt um 10%.  Ihr könnt also ein wenig durchatmen.

Kleiner Hinweis: Es heißt, je älter die Mutter ist, desto höher ist die Gefahr einer Fehlgeburt. Dies hat mit der Chromosonfehlverteilung zu tun. Eine junge Schwangerschaft schützt aber nicht vor einer Fehlgeburt! Warum es generell zu einer Fehlgeburt kommt, kann bis heute leider nicht eindeutig festgestellt werden. Eine Fehlgeburt besteht meistens aus starken Blutungen und ebenso starken Unterleibsschmerzen. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto höher stehen die Überlebenschancen des Kindes. Hierbei handelt es sich dann um eine Frühgeburt. Eine Frühgeburt ist ca. ab der 25. SSW mit sehr viel Hilfe überlebensfähig.


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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