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Der große Kindersitz-Test 2019

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Kindersitztest 2019

ADAC und Stiftung Warentest Kindersitztest 2019

In diesem Jahr verteilten ADAC und die Stiftung Warentest in gleich zwei Autokindersitz-Tests Testurteile. Von gut bis mangelhaft schnitten die insgesamt 51 Modelle ab.

Im ersten Test (Mai) gibt es viele gute Kindersitze und sogar einen sehr guten Kindersitz. Im zweiten Test (Oktober) ist erschreckend: 4 von 20 Kindersitzen erhalten das Testurteil mangelhaft.

Testergebnisse

Wie auch in den großen Auto-Kindersitz-Tests des ADAC und der Stiftung Warentest zuvor, werden verschiedene Sitze auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe geprüft. 

Neu im Test und absoluter Überflieger

Im Mai erstmals getestet wurde die Kinderwagenwanne von Maxi Cosi. Dies ist die erste Kinderwagenwanne, die auch als Kindersitz im Auto zugelassen ist. Die Neuheit mit Namen Maxi Cosi Jade überrascht in allen Punkten. Der Sitz schnitt als einziger mit dem Testurteil sehr gut ab.

Maxi Cosi Jade Tragewanne

Testgewinner

Neben dem Überflieger von Maxi Cosi, gibt es ebenfalls viele gute Sitze. Im Bereich Babyschalen bis zu einem Jahr, schneidet kein Sitz schlechter als gut ab. Wirklich empfehlenswert (laut Testurteil) sind in dieser Gruppe folgende Sitze:

Produkt Preis
Inglesina Darwin i-Size ca. 199€ bzw 400€ mit Base
Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size ca. 230€ bzw. ab 400€ mit Fixstation

Auch im Bereich bis 1,5 Jahren gibt es viele gute Kindersitze, wie:

Produkt Preis
Avionaut Pixel ca. 219€ bzw. 400€ mit Base
Baby Jogger Go i-Size ca. 275€ bzw. 455€ mit Base
Bugaboo Turtle ca. 259€ bzw. 400€ mit Base
Cybex Cloud Z i-Size ca. 260€ bzw. 460€ mit Base
Jané iMatrix mit Plattform ca 400€
Jané Koos i-Size R1 ca. 210€ bzw. 310€ mit Plattform
Nania Beone SP ca. 50€
Peg Perego Primo Viaggio i-Plus ca. 229€ bzw. 370€ mit Base
Swandoo Albert ca. 250€ bzw. 450€ mit Base

Gute Sitze aus dem Test für bis 4 Jährige sind folgende:

Produkt Preis
Besafe iZi Kid X3 i-Size  ca. 560€
Besafe iZi Modular RF i-Size mit Base ca. 570€
Cybex Sirona Z und ZR i-Size mit Base ca. 520€
Joie i-Spin 360 ca. 350€
Maxi Cosi Pearl Pro i-Size + 3Way Fix ca. 450€
Nuna Norr inkl. Base ca. 450€
Peg Perego Viaggio FF 105 + i-Size Base ca. 350€

Bei den Sitzen für die Großen bis 12 Jahre gibt es folgende gute Testergebnisse:

Produkt Preis
Britax Römer Advansafix IV R ca. 300€
Britax Römer Adventure ca. 80€
Britax Römer Kidfix 3 M ca. 230€
GB Everna Fix ca. 270€
Renolux Renofix ca. 169€
Safety First Road Fix ca. 70€

Der einzige getestete Sitz bis ca. 7 Jahre, der Britax Römer Max-Way Plus, schnitt aufgrund ausreichender Bedienung und befriedigender Ergonomie nur mit ausreichend ab.

Testverlierer im Punkt Sicherheit

Im ersten Test war der absolute Verlierer in Punkto Sicherheit der Chicco Oasys i-Size, der für Kinder bis 78 cm Körpergröße gedacht ist.

Dieser Sitz versagte im Frontalcrash. Das Gurtschloss riss aus der Verankerung. Ein Kind würde somit aus dem Sitz geschleudert werden. Der Hersteller wurde darauf hingewiesen und hat die Sitze nach eigenen Angaben überarbeitet. Wer diesen Sitz zu Hause hat, kann sich an Chicco wenden, um gegen einen neuen Sitz umzutauschen.

Testverlierer im Punkt Schadstoffe

Im ersten Test war es der Maxi Cosi Tobifix (9-18 kg), der im Bezugsstoff nachweislich das Flammschutzmittel TCPP aufwies. Dieses steht im Verdacht Krebserregend zu sein.

Nicht empfehlenswert ist demnach auch der Hauck iPro Baby (mit Base und ohne Base), sowie der Uppa Baby Mesa I-Size (mit und ohne Base). Der Hauck Sitz mit Base erhielt sogar im Punkt Sicherheit nur ein ausreichend.

Ein Kindersitz von Geburt bis 12 Jahre

Erneut gibt es wieder einen Sitz im Test, der für das komplette Kinderleben geeignet sein soll. Was zunächst sehr praktisch klingt, wenn man vor allem an die hohen Anschaffungskosten der einzelnen Sitze denkt, ist aber nicht wirklich sehr sicher.

Schon bei dem letzten „mitwachsenden“ Kindersitz, wurde die Erfahrung gemacht, dass ein Sitz für alle eben nicht für die Ansprüche aller gerecht wird. Der Apramo All Stage versagte vor allem im Front-Aufprall, wo das Kind einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt ist. Der Apramo All Stage schnitt mit dem Testurteil ausreichend ab.

Baby im Autositz

Gute und günstige Kindersitze

Es muss nicht immer teuer sein. Das zeigte der Nania Beone SP für 50€, der durchweg ein gutes Ergebnis erzielt. Der Sitz kommt ohne Base und kann bis zu einem Gewicht von 13 Kilogramm genutzt werden.

Auch der Britax Römer für 80€ als Sitz für die Größeren bis 12 Jahre kann sich sehen lassen. Der Safety First Roadfix für 70€ schneidet ebenfalls mit gut ab.

Den kompletten Test lesen

Den kompletten Test der Stiftung Warentest gibt es auf deren Website. Alle Daten zum aktuellen Test und auch zu denen der Vorjahre, inkl. Datenbank aller getesteter Sitze, erhaltet ihr allerdings nur gegen eine Gebühr von 5€. Auf der Seite vom ADAC gibts aber auch viele und ich denke ausreichend Informationen zum Test – GRATIS 🙂

Auftretende Fragen zum Beispiel zu Reboarder, Fangkörper, Isofix und Co, beantworten wir euch im Ratgebertext „Der richtige Autositz“.

ADAC Übersicht Kindersitze

Kindersitztest Banner

Testsieger und Verlierer 2018

Wer die Testsieger aus 2018 bzw. 2017 kauft, spart unter Umständen einiges an Geld.

ADAC und Stiftung Warentest Kindersitz-Test 2018

Ende Mai wurden 23 Babyschalen und Kindersitze auf Sicherheit (Frontal- und Seitencrash), Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt, geprüft und bewertet. Die meisten Kindersitze schnitten mit „gut“ ab, aber auch in diesem Jahr gab es wieder ein paar schwarze Schafe unter den Autositzen.

Zum ersten Mal wurde nun auch ein Sitz mit eigenem Airbag System getestet. Dieser konnte überzeugen, jedoch muss auch dazu gesagt werden, dass Reboarder im Falle eines Aufpralls Nacken- und Schultermuskulatur besser stützen.

Testsieger

Frau mit Baby in Maxi Cosi Rock Babyschale
Testnote 1,7: Maxi Cosi Rock für 271€ →
Maxi Cosi Pearl für 239€
Testnote 2: Nachfolgermodell Maxi Cosi Pearl für 239€ →

Praktische i-Size Sitze für die ersten 4 Jahre

Kind in Babyschale im Auto
Testnote 2,1: Britax Römer Dualfix für 390€ →
Britax Römer PREMIUM Swingfix i-Size Kindersitz Crystal Black 1
Britax Römer Swingfix i-Size für 528€ →

Durchweg gute Ergebnisse bei den Gruppen 2 und 3

Die Folgesitze (4-12 Jahre) schnitten allesamt gut ab. ADAC verteilte Noten von 1,8 bis 2,0. Hier stehen euch zur Auswahl: Joie Traver (1,8), Besafe iZi Flex Fix (1,9), Nuna AACE (1,9), Recaro Monza Nova Evo (2,0) und Seatfix.

Tabelle der getesteten Kindersitze
Quelle: ADAC – https://www.adac.de/_mmm/pdf/29664_321751.pdf

Verlierer

Einen Sitz zerfetzte es beim Aufprall total. Der Concord Ultimax i-Size schnitt in Sachen Sicherheit mit mangelhaft ab. Die Firma kündigte bereits an, diesen Sitz nicht weiter zu produzieren.

Da Schadstoffe in den Bezügen gefunden wurden, landeten der Jané Gravity und auch der Avionaut Ultralite + IQ base ganz am Tabellenende. Diese drei Sitze bieten also nicht die nötige Sicherheit beziehungsweise kommen in die Kategorie gesundheitsbedenklich und werden deshalb nicht weiter empfohlen.

Im Mittelfeld, mit der Testnote 4,0 liegt der Chicco Cosmos. Bedienung und Sicherheit wurden hier nur mit „ausreichend“ bewertet.

Erster Sitz mit Airbags

Maxi Cosi Axissfix Air mit Airbags Babyschale
Testnote: 2,2 Maxi Cosi Axissfix Air mit Airbags für 511€ →

Sichere günstige Modelle

Auch wenn Experten eher davon abraten einen Sitz für verschiedene Altergruppen zu benutzen, so schnitt der Joie Traver Shield mit der Testnote 1,9 (ab 139€) gut ab. Man kann ihn von 9-36 kg verwenden, also im Anschluss der Babyschale bis zum Ende der Kindersitzpflicht. Dadurch spart man sich den Kauf eines weiteren Sitzes.

Ihr braucht dafür nicht unbedingt einen Isofix. Die integrierten ISOSAFE-Konnektoren sorgen neben dem Anschnallgurt für mehr Sicherheit. Leider kann er nur vorwärtsgerichtet fahren, bietet aber mit dem verstellbaren Fangkörper einen zusätzlichen Schutz.

Kindersitztest der Zeitschrift Auto Motor und Sport, sowie TÜV Süd Januar 2018

Babyschalen

Empfehlenswerte Babschalen laut Test sind:

Sitze für Kleinkinder

Ist bei den Babyschalen die rückwärts-Fahrtrichtung noch Standard und vorgeschrieben, könnt ihr euch im Folgemodell (1-4 Jahre) entscheiden, ob das Kind mit Blickrichtung nach vorn oder zurück fahren soll. Experten empfehlen allerdings weiterhin einen rückwärts gerichteten Sitz.

Sogenannte Reboarder sind schon allein beim starken Bremsen viel schonender für die noch nicht ausgereifte Rückenmuskulatur der Kleinkinder. Gut abgeschnitten haben hier:

Fazit

Den ausführlichen Test lest ihr auf den Seiten des Magazins Auto Motor und Sport. Der Test ist als kleine Zwischenbilanz und zur Auffrischung des ADAC-Tests recht gut geeignet. Mir fehlen lediglich ein paar Testvarianten. Zum Beispiel wurden die Sitze nicht in Hinblick auf Schadstoffen und Ergonomie getestet.

Kindersitztest 2017

Testsieger und Verlierer 2017

Mit 37 Sitzen war der Test von ADAC und Stiftung Warentest in diesem Jahr erstaunlich umfangreich. Getestet wurde in den Bereichen Sicherheit bei jeweils Seiten- und Frontaufprall, Ergonomie der Sitze, Bedienung bzw. Handhabung und Schadstoffgehalt aller Teile, mit denen das Kind in Berührung kommt.

22 Sitze mit „gut“ abgeschnitten und 9 mit „befriedigend“. Leider musste 2 mal das Testurteil „ausreichend“ verteilt werden und sogar 4 mal „mangelhaft“.

Testsieger

Den Testgewinner vom letzten Jahr hat auch in 2017 kein anderer Sitz übertrumpfen können. Der Kiddy Evo-Luna i-Size für 359,99€ ist und bleibt der beste Sitz laut Testurteil (1,5). Genutzt werden kann er für Babys bis 83 cm Körpergröße. Der Evo-Luna punktet in Unfallsicherheit, Handhabung und Ergonomie.

Und die Flops?

Von den 37 neu-getsteten Babyschalen und Kindersitzen haben 4 mit der Note Mangelhaft abgeschnitten. u.a.:

  • joolz iZi Modular
  • Casualplay Multipolaris Fix
  • LCP Kids Saturn iFix

Babyschalen im Test

Die beste Babyschale im aktuellen Test von 2017:

Gruppe 0/0+ und 0/1 Sitze ab Geburt bis ca. 4 Jahre:

Leider gab es in dieser Kategorie nur zwei Sitze im Test. Der Sieger hier ist der Joie Spin 360.

Gruppe 1 und 2/3 – Sitze ab Laufalter:


Juliane

Ich bin Juliane und Mama einer 4-Jährigen. Zu gern erinnere ich mich an die Schwangerschaft, Babyzeit und die ersten Monate bzw. Jahre unseres Eltern-Daseins. Das Leben dreht sich um 180 Grad. Gern begleite ich auch dich durch diese Zeit, gebe Tipps, Empfehlungen und bin für dich da.

Profilbild von Ketsch

Ketsch

14.07.2017, 09:59

Liebe Jane, vielen Dank für diesen interessanten und vor allem enorm wichtigen Beitrag.

Sweetnephele

15.07.2017, 18:56

Sehr schön zusammen gestellt und gut zu wissen, dass unsere Kinder sicher fahren

Saito88

17.08.2017, 07:52

Der Kiddie Evo-Luna war nicht nur Testsieger sondern auch unser Favorit. Leider ist er extrem groß sodass in einem Fabia kaum noch jemand vorne Sitzen kann =(

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Carla

28.08.2017, 17:39

Die Test Datenbank der Stiftung Warentest ist super. Alternativ kann ich diese kostenlose Seite empfehlen:
https://www.kindersitztests.com

Dort werden zu den Testergebnissen vom ADAC und der Stifung Wartentest auch die Testergebnisse des östereichischen (ÖATMC) und des Schweizer (TCS) Mobilclubs geführt.

Wir haben einen Cybex Juno 2-Fix und einen Cybex Sirona Plus im Einsatz 🙂

Viele Grüße
Carla

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Tina

07.09.2017, 12:46

Leider taucht in dem Test der Cybex Sirona garnicht auf. Schade oder Absicht ??? Ist ein toller und sicherer Sitz gerade auch für das rückwärtig gerichtete fahren.

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Kerstin

23.09.2017, 21:02

Hallo ich hab eine Frage. Was mach ich mit meinen Sohn der deutlich mehr wie 36 kg hat aber erst 10 ist und noch nicht 150 cm? Die Sitzerhöhung sind alle bis 36 kg.

    Juliane

    24.09.2017, 07:19

    Hallo Kerstin,

    also der ADAC sagt dazu folgendes:

    Bis zu einer Körpergröße von 150 cm bzw. bis zum vollendeten 12. Lebensjahr gilt die Pflicht zur Verwendung von Kinder-Sicherungssystemen. Im Bereich 6 bis 12 Jahre wird in Verbindung mit einem Sitzerhöher insbesondere ein guter Fahrzeuggurt-Verlauf im Becken- und Schulterbereich erreicht. Obwohl die ECE-Zulassung für Sitzerhöher aus prüftechnischen Gründen auf 36 kg beschränkt ist, müssen auch schwerere Kinder die Systeme verwenden. Nach Auskunft der Bundesanstalt für Straßenwesen und dem Verkehrsministerium ist die Eignung der Sitzerhöher auch für Kinder über 36 kg gegeben. Es empfehlen sich möglichst breite und stabile Modelle. Eventuell muss auch auf einen Sitzerhöher mit sehr niedrigen Gurthaken zurückgegriffen werden. Nur für den Fall, dass der Körperumfang des Kindes so groß ist, dass es in keinen im Handel erhältlichen Kindersitz passt, kann durch die Straßenverkehrsbehörde (Stadt bzw. Landratsamt) eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.
    Folgende Kindersitze bieten überdurchschnittlich viel Platz:
    z. B. Concord Transformer Click (Sitzerhöher)

    https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/kindersicherheit/kindersitzberater/probleme/gewicht-oberhalb-systemgrenze-antwort-4.aspx

    Ich hoffe, wir konnten weiterhelfen!
    Liebe Grüße
    Juliane

daheba

27.09.2017, 14:43

Sehr hilfreich, danke!

Profilbild von Sabine

Sabine

18.02.2018, 19:29

Hallo und danke für diesen hilfreichen Artikel. Wollte nur fragen, warum die Ergebnisse des schwedischen Plustest nicht mit aufgeführt werden?

Sony1984

13.06.2018, 10:14

Enorm Hilfreich weil man von dem enormen Angebot geradezu erschlagen wird. Wir wissen immer noch nicht welchen Kindersitz der richtige für uns wäre

Iggiz

31.10.2019, 20:25

Ich wurde auch erschlagen mit Informationen.

ola20

01.11.2019, 13:36

super

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