Baby fast verhungert wegen veganer Ernährung

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Feeding baby with food in small plastic plate

Es sollte vegan ernährt werden und nahm einfach nicht zu. Ein 5-Monate altes Baby wurde nun von seinen Eltern getrennt, da diese es vegan mit einer Kartoffelrezeptur ernährten. Bei dem Baby hat man nur noch die Rippen gesehen und die Augen waren stark eingesunken.

Was ist passiert?

Die 20- und 31-jährigen Eltern aus Florida wollten ihr Kind vegan ernähren. Passend zu ihrem Lebensstil bekamen sie auch direkt vom Arzt Vorgaben dazu. Davon wichen sie ab und gaben dem Baby von Geburt an eine Rezeptur aus Kartoffeln, die die junge Mutter im Internet fand. Nach 5 Monaten habe das Baby nun nicht einmal einen Pfund zugenommen.

Starke Einschränkungen beim Essen aufgrund der Religion

Man vermutet, dass die beiden auch aufgrund ihrer Religion so starke Einschränkungen beim Essen machten. Die Mutter bezeichnete sich selber als Konkubine. So wird eine dem Manne untergeordnete Sexualpartnerin genannt. Ab und zu hört man diesen Begriff noch in Verbindung mit dem Islam. Ob und welcher Religion die Familie nun angehörte und ob das auch der Grund der totalen Verwahrlosung ihres Babys ist, ist derzeit noch unklar.

Wie geht es in dem Fall nun weiter?

Die Eltern wurden zunächst inhaftiert. In dem „departement of children and families“ wird das Kind derzeit gut betreut. Es habe in ein paar Tagen schon ein halbes Pfund zugenommen.

Kein Einzelfall

Leider ist das kein Einzelfall. Die Ermittler meinten, das Baby sei dem Hungertod nur knapp entkommen. In der Vergangenheit gab es tatsächlich auch hin und wieder einmal tote Babys aufgrund von Mangelernährung.

Im Jahr 2004 mussten sich Eltern aus dem Landkreis Paderborn vor Gericht verantworten, nachdem ihr 16-Monate altes Kind regelrecht ausgetrocknet und schlussendlich an einer Lungenentzündung gestorben ist. Ihm wurde nur vegane Ernährung vorgesetzt, die er aber total verweigert hat.

10 Jahre später starb in Belgien ein sieben Monate alter Säugling. Die Eltern diagnostizierten bei dem Kind eine Laktose- und Glutenunverträglichkeit und ernährten ihn nur mit Reis-, Quinoa- oder Dinkelmilch. Auch der Junge war völlig dehydriert und wog nur noch 4,3 kg.

Für ein 14-Monate altes Kind in Italien kamen die Großeltern grade noch rechtzeitig zu Hilfe. Auch hier hätten die Eltern zusätzliche Nährstoffe zufüttern müssen, Kalzium etwa. Der Junge war grade mal so schwer wie ein Neugeborenes und hatte alarmierende Blutergebnisse.

Nicht unbedingt die vegane Ernährung ist Schuld

Sein Kind nur von Nüssen und Obst zu ernähren oder ihm gar nichts zu geben kann ebenso als vegane Ernährung bezeichnet werden, als wenn Eltern sich mit der Thematik auseinandersetzen. Wir möchten hier auf keinen Fall den besagten Ernährungsstil verteufeln. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass man sich, wenn man für seine Familie die vegane Ernährung festlegt, auch sehr intensiv einlesen sollte. Gegebenenfalls sind auch Absprachen mit dem Arzt notwendig. Grundsätzlich auf alle tierischen Produkte zu verzichten, zieht in jedem Fall eine ausgewogene Ernährung in alle anderen Richtungen nach sich. Um sicher zu gehen, dass die Kinder alle notwendigen Nährstoffe und Vitamine erhalten, würde ich sogar zu regelmäßigen Bluttests tendieren.

Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!

Fuzzi

27.02.2019, 23:30

Ein Kind sollte nicht vegan ernährt werden. Wenn es alt genug ist, kann es lieber selbst entscheiden, ob es vegan leben möchte

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