Babyschühchen

Die richtige Erstausstattung fürs Baby

Euer erstes Baby kündigt sich in wenigen Wochen an und als zukünftige Eltern möchtet ihr natürlich bestens vorbereitet sein. Vor allem die Frage, was eine richtige Erstausstattung ausmacht, ist dabei für viele werdende Mamas und Papas sehr wichtig. Deswegen wollen wir klären: Was sollte schon im Vorfeld Zuhause sein, damit es dem kleinen Sprössling an nichts fehlt?

Das Wichtigste zuerst: Windeln

Ein Baby braucht Windeln – und zwar ganz schön viele. Am Anfang könnt ihr mit etwa 5 bis 15 Windeln täglich rechnen, abhängig vom Stuhlgang eures Kindes. Rüstet euch also mit einem ordentlichen Vorrat an Windeln aus und achtet darauf, dass ihr nicht nur eine Größe daheim habt. Vielleicht erwartet ihr ein schweres und großes Baby, dem die Größe 0 oder 1 nur wenige Tage oder vielleicht gar nicht passen. Windeln kann man problemlos auch wieder an Bekannte verschenken, falls es wirklich einmal zu viele sein sollten. Erwarten könnt ihr aber eher, dass ihr davon jede Menge brauchen werdet. Versucht auch die verschiedenen Marken durchzutesten, jedes Baby reagiert unterschiedlich gut auf Pampers, Babylove und Co. Windeln sind teuer, das weiß jeder. Hier ein paar Tricks um den hohen Windel-Kosten aus dem Weg zu gehen:

  • Windelabo bei Amazon (-20%)
  • Windeltruck
  • Coupons von Pampers, Rossmann und DM beantragen und benutzen
  • Windeln und Windelgutscheine zur Geburt wünschen
  • Eine Alternative zu den Wegwerfwindeln sind Stoffwindeln. Diese sind natürlich mittlerweile schon gut weiterentwickelt und nicht mehr vergleichbar mit den Stoffwindeln, die unsere Eltern damals getragen haben. Preislich kommt ihr damit günstiger weg und ihr tut der Umwelt und eurem Baby auch noch etwas Gutes. Habt ihr daran Interesse empfiehlt es sich, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, da die Benutzung von Stoffwindeln doch etwas anders als die von Wegwerfwindeln.

Stoffwindeln

Babykleidung – was ist wirklich nötig?

Auch an Kleidung sollte man zumindest bis Größe 62 einen kleinen Vorrat besitzen. Babys trinken viel – und da geht gewiss auch viel daneben. Außerdem spucken sie auch häufig ihre Milch wieder aus. Vor allem in den ersten Wochen werdet ihr somit ziemlich viel mit Wickeln, Umziehen und Waschen beschäftigt sein.
Achtet also darauf, dass ihr genug Kleidung in der entsprechenden Größe daheim habt. Zwischen Größe 50 und 62 sollte alles dabei sein. In erster Linie werdet ihr eurem Baby Bodys und Strampler anziehen. Auch Mützchen und der Jahreszeit entsprechende Jacken und Ganzkörperanzüge sollten bereit liegen, wenn euer Baby nach Hause kommt. Und denkt daran, neue Kleidung mindestens zwei Mal ohne Weichspüler vorher zu waschen! Mullwindeln beziehungsweise Spucketücher kann man nie genug haben. Diese haben mehrere Einsatzorte und sollten von Anfang an immer griffbereit sein.

Milchnahrung und Fläschchen auf Verdacht besorgen?

Wenn ihr euer Kind stillen möchtet, dann müsst ihr rein theoretisch auch keine Milchnahrung bereit halten. Hin und wieder allerdings klappt das Stillen eben doch nicht so, gerade am Anfang und beim ersten Kind. Dann seid ihr eventuell froh, wenn ihr abgepumpte Milch in einer Flasche füttern könnt. Oder vielleicht möchtet ihr auch gleich auf Pre-Nahrung umstellen? Das alles lässt sich im Vorhinein nur theoretisch planen. Es ist aber dennoch völlig ausreichend, wenn ihr eine Flasche für Säuglinge und eine Packung Pre-Nahrung daheim lagert. Damit solltet ihr notfalls auch über ein langes Wochenende kommen. Für den Notfall gibt es Babynahrung auch in jeder gut-geführten Apotheke und die haben ja bekanntlich auch Bereitschaftsdienst. Auch wenn ihr Stillen wollt, ist es gar nicht so schlecht zumindest eine Flasche im Haushalt zu haben. Auch stillende Mamis haben einmal Ausgang! Milch könnt ihr daher jederzeit wenn ihr grade „Überfluss“ habt abpumpen und einfrieren. Mit einem Flaschenwärmer kann diese Milch dann jederzeit erhitzt werden, somit sind eure Kinder immer bestens versorgt, auch wenn ihr einmal Ausgang habt.

Schnuller: Ja oder nein?

Vorab besorgen könnt ihr allerdings schon den ein oder anderen Schnuller, denn viele Babys haben ein ausgeprägtes Saugbedürfnis. Außerdem lassen sich die Kleinen oftmals leichter mit einem Schnuller beruhigen. So kann ein Schnuller vor allem Nachts, wenn der oder die Kleine sich nicht beruhigen lässt, Gold wert sein. Aber nicht jeder Säugling ist ein Schnuller-Fan. Sollte euer Baby am Schnuller kein Interesse zeigen, zwängt ihn keinesfalls auf. Hier solltet ihr euch allerdings auch die Frage stellen, soll mein Kinder überhaupt einen Schnuller bekommen? Hebammen raten dazu, Stillkindern in den ersten Tagen keinen Schnuller anzubieten sondern eure Mäuse, wenn sie ein Saugbedürfnis haben, direkt an die Brust anzulegen. Kinder melden sich wenn sie Hunger haben und anders als bei Flaschenkindern essen Stillkinder nicht nach Uhrzeiten. Die Verwechslungsgefahr zwischen einfachem „Saugbedürfnis“ und wirklichem Hunger ist bei Stillkindern daher hoch. Meistens reicht es wenn ihr 1-2 Schnuller in der kleinsten Größe (beachtet bitte, dass auch Schnuller verschiedene Größen haben) im Haus habt. Sollte euer Kind den Schnuller gut annehmen, könnt ihr euch immer noch welche zulegen. Als Stillmami ist es vielleicht hilfreich sich einfach ein kleines „Starterpack“ mit Schnuller und Flaschen zu besorgen.

Babybett und Wickeltisch

Ihr solltet euch möglichst früh überlegen, wo euer Baby schlafen soll. Besonders so genannte Beistellbettchen sind sehr zu empfehlen. Euer Kind schläft direkt bei euch am Ehebett, hat aber trotzdem seinen eigenen Schlafplatz und kann bequem wieder zurück gelegt werden, nachdem es in der Nacht fertig getrunken hat. Das Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen ist nicht zu empfehlen. Ihr selbst schlaft unruhiger weil ihr oftmals das Gefühl habt bzw. Angst euch auf das Kind zu legen, außerdem merkt auch das Kind jeder eurer Bewegungen. Sucht euch frühzeitig eine Variante, die zu eurem Bettgestell passt und beachtet beim Kauf die Höhe eures Bettes. Bereitet das Beistellbett bereits einige Tage vor der Geburt vor, damit es gleich einsatzbereit ist. Zubehör wie Bettlaken sollten natürlich auch bereit stehen. Bedenkt dabei möglichst immer, dass Babys recht häufig spucken und haltet immer auch Ersatz bereit. Säuglinge schlafen außerdem in Schlafsäcken, je nach Jahreszeit sollte auch ein dementsprechender Schlafsack (oder zwei) vorhanden sein. Die Benutzung von Kissen und Decke wird nicht empfohlen!

Alternativen zum Beistellbett

Ein Beistellbett ist aus verschiedensten Gründen vielleicht keine Option. Wenn das Baby sein eigenes Zimmer haben oder zumindest nicht direkt am Elternbett schlafen soll, könnt ihr euch beispielsweise zwischen einem herkömmlichen Babybett und einem Stubenwagen bzw. einer Wiege entscheiden. Ersteres hat dabei aber definitiv den Vorteil, dass euer Baby nicht so schnell aus dem Bettchen „raus wächst“. In einem lokalen Geschäft könnt ihr die Bettchen vor Ort anschauen. Nehmt euch viel Zeit bei der Auswahl, denn die Sicherheit hat höchste Priorität: Ein sicherer Schlafplatz fördert den gesunden und gefahrenfreien Schlaf eines Babys. Weitere Infos zum gesunden Schlaf, findet ihr auch in unserem Artikel „Wie euer Baby einfacher einschläft“.

Wickeltisch und Zubehör

Ein Wickeltisch mit weicher Wickelauflage ist unverzichtbar. Zwar gibt es auch Eltern, die ihr Baby auf dem Boden wickeln, aber letztendlich ist ein Wickeltisch die wahrscheinlich komfortabelste Variante. Vor allem im Winter schätzen Babys es außerdem sehr, wenn über oder neben diesem ein Wärmestrahler angebracht ist. Nach dem Baden ist es dort wohlig warm und das Wickeln wird für das Baby weniger unangenehm. Es wird dort sicherlich gerne nackt strampeln und die Wärme genießen. Achtet beim Anbringen des Wärmestrahlers darauf, dass ihr den richtigen Abstand zum Wickeltisch wählt, so dass es darunter weder zu heißt noch zu kühl ist. Bei Platzproblemen gibt es Kombinationen für Wickelmöglichkeiten, die auf die Badewanne oder das Kinderbettchen gelegt werden können. Bei einer Kommode, kann man sich aber eine geeignete Höhe kaufen und hat zusätzlich gleich Stauraum für Windeln, Tücher, Cremes etc.

Kinderwagen oder Tragetuch?

Babys haben ihren eigenen Kopf. Ob sie einen Kinderwagen mögen oder sich eher im Tragetuch geborgen fühlen, entscheiden sie meist völlig egoistisch – egal, was Mama und Papa sich vorab für Pläne gemacht haben. Ein Tragetuch oder eine Tragehilfe kann nach der Geburt am besten bei einer Trageberatung gekauft werden. Im Idealfall ist das Baby dann dabei und man kann das Einbinden direkt am lebenden Objekt üben. So lässt sich auch am besten feststellen, ob euer Kind das mag oder nicht – wahrscheinlich wird aber sein, dass es sich beim Tragen pudelwohlfühlt, da es so ganz nah bei Mama oder Papa ist. Weitere Infos zu Tragetücher, Tragehilfen sowie Tipps und Tricks zum richtigen Tragen findet ihr hier.

Augen auf beim Kinderwagenkauf

Mit dem Kinderwagen ist es nicht ganz so einfach, denn viele Modelle haben lange Lieferzeiten. Wisst ihr nicht, ob ihr einen Wagen wirklich möchtet und benötigt, so könnt ihr euch für die Anfangszeit vielleicht einen ausleihen. Auch gebrauchte Modelle sind eine günstige Alternative. Wichtig ist das Probeschieben, denn je nach Größe von Mama und Papa, sollte auch die Schiebestange anpassbar sein.

Autositz

Der Autositz ist wohl das wichtigste an der Erstausstattung, denn ohne ihn bekommt ihr eurer Kind gar nicht erst nach Hause. Für alle anderen Dinge kann man meistens schnell noch eine Lösung finden. Stillkissen, Schnuller und Anziehsachen, all das kann nachgekauft werden. Der Autositz ist aber eine der wichtigsten Transportmittel für euer Neugeborenes. Hierbei ist es auch wichtig, sich gut vorzubereiten. Weitere Informationen hierzu, findet ihr auch auf unserer Seite: Ratgeber Kindersitze.

Babypflege

Was benötigt ein Baby direkt nach der Geburt eigentlich zur Körperpflege? Die Antwort ist einfach, so gut wie gar nichts. Hilfreich zum Baden eures Sprösslings ist allerdings eine Extra Babywanne. Für die Babywanne bekommt ihr außerdem einen Ständer um euch das Baden zu erleichtern. Für etwas ältere Babys ab ca. 2-3 Monaten gibt es meistens passend dazu eine Einlage, damit euer Kind „alleine“ im Wasser liegen kann und ihr mehr Möglichkeiten habt, es zu waschen. Später benötigt ihr Kleinigkeiten wie Zahnbürsten mit Noppen, einen Kamm oder eine Babybürste für die Haare, eine Nagelschere oder Nagelpfeile und andere Kleinigkeiten. Am einfachsten ist es, sich vielleicht einfach ein Starterpack zu holen, das einmal alles enthält. Direkt zur Geburt ist dies aber nicht nötig, da ihr die Nägel des Babys erst nach einiger Zeit schneiden dürft, weil sie direkt nach der Geburt noch zu weich sind und von allein abbrechen.

Welche Drogerieartikel sind nötig?

Seife oder Ähnliches benötigt ihr zum Baden vorerst eigentlich gar nicht, hiervon wird auch oftmals von Hebammen abgeraten, da sogar die mildeste Babyseife die sanfte Kinderhaut zu sehr reizt. Ein kleiner Trick für stillende Mamis: Bei trockener Haut des Kindes einfach ein bisschen Muttermilch mit ins Wasser hinzugeben, das spendet Feuchtigkeit und ist ganz natürlich. Zum Waschen wird noch ein weicher Waschlappen benötigt, oder ihr entscheidet euch in der Anfangszeit für Einwegwaschlappen, die immer sauber und keimfrei sind. Ein Handtuch zum Abtrocknen und Baby-Ohrenwattestäbchen, um die Flüssigkeit aus den vielen Rillen am Ohr wegzutupfen.

Baby Utensilien

Zum Wickeln haltet eine Packung trockene Tücher bereit und zum einfacheren Säubern Feucht-/Öltücher oder einfache reißfeste Tücher, die ihr dann mit Wasser benutzt. Eine dicke Creme, falls euer Schatz wund ist, wie zum Beispiel das beliebte Multilind.

Stillkissen trotz Flaschenbaby?

Viele Mamis fragen sich, ob sie doch ein Stillkissen benötigen, obwohl sie ihr Kind gar nicht stillen. Das muss natürlich jede Mami selbst entscheiden, ein Stillkissen erleichtert jedoch nicht nur das Stillen. Schon in der fortgeschrittenen Phase der Schwangerschaft erleichtert es einem eine gemütliche Schlafposition zu finden. Man kann es auch als Seitenschläferkissen benutzen.

Und auch wenn ihr euer Kind nicht stillt, haltet ihr es doch eine ziemlich lange Zeit auf dem Arm um ihm die Flasche zu geben. Hierbei kann der Arm sehr schnell ermüden. Das Stillkissen kann außerdem benutzt werden um euer Baby später beim Sitzen bzw. vor dem Umfallen zu schützen.

Immer langsam!

Übernehmt euch nicht: Macht euch bewusst, dass man heutzutage quasi alles innerhalb weniger Stunden besorgen oder auch zügig online bestellen kann. Sollte euch wirklich etwas fehlen, könnt ihr das also auch ohne großen Aufwand nachträglich noch besorgen. Mit Kleidung, Windeln sowie ggf. Milch für den Neuankömmling seid ihr in jedem Fall schon mal auf der sicheren Seite. Habt ihr dann noch den Schlafplatz für das Baby vorbereitet, steht einem stressfreien Start eigentlich nichts mehr im Wege.

Erstausstattung auf einen Blick: Checkliste

Wie bereits gelesen gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ihr für euer Kind benötigt. Hier die Checkliste:

  • Windeln in Größe 0 und 1
  • Strampler (Größe 50, 56, 62)
  • Bodys (je nach Jahreszeit kurz oder langärmlig)
  • T-Shirts, Pullis, Hosen, Jacken in geringen Mengen in den obigen Größen
  • Schlafmöglichkeit (Beistellbett, Stubenwagen oder Kinderbett), Bettlaken, Schlafsack
  • Wickeltisch mit Auflage
  • Babywanne ggf mit Ständer
  • Kinderwagen / Tragetuch / Babytragehilfe
  • Autositz
  • 2 Schnuller in der kleinsten Größe
  • 1 Flasche (bei Stillkindern sonst natürlich mehr)
  • Pre-Nahrung (bei Stillkindern eine Packung „für den Notfall“)
  • (Stillkissen)
  • Babypflegeprodukte

Fazit:

So oder so: Informiert euch vor dem Kauf, lest Erfahrungs- und Testberichte, sowie Kundenrezensionen. Fragt Mami-Freundinnen oder eure Hebamme. Holt euch mehrere Meinungen ein und entscheidet dann nach Bauchgefühl. Macht euch eine Liste, Dinge die warten können, kauft lieber zusammen mit dem Baby, denn letztendlich hat es das letzte Wort. Eine komplette Babyerstausstattung geht ins Geld. Wünscht euch Dinge zur Geburt, macht eine Amazon Wunschliste, damit Dopplungen vermieden werden. Fragt Freundinnen und Bekannte nach Sachen, die sie für ihre Kleinen nicht mehr brauchen, besucht einen Kinderflohmarkt und deckt euch dort ein. Gebrauchte Sachen sind super, da sie meistens kaum getragen wurden und schon mehrmals gewaschen wurden. Wir wünschen eine schöne Vorbereitungszeit!


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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