Impfpflicht in Brandenburg beschlossen

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Brandenburg hat als erstes deutsches Bundesland nun eine Masern-Impfpflicht beschlossen. Wer seine Kleinen zukünftig in eine KiTa oder sonstige Betreuung geben möchte, muss seine Kinder gegen Masern impfen lassen. Der Landtag hat gestern, am 11.04.2019, dem Antrag von SPD, Linken und CDU mit großer Mehrheit zugestimmt.

Neben der Impfflicht der Kinder soll zudem auch der Zugang zu Impfungen erleichtert und breite Kampagnen über die Risiken der Masern in Angriff genommen werden. Außerdem will das Bundesland über den Bundesrat eine Initiative einleiten, um eine deutschlandweite Impflicht einzuführen. Die Bundesregierung prüft sogar bereits die Möglichkeiten einer gesetzlichen Masern-Impfpflicht in ganz Deutschland. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), sowie die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) haben sich für eine solche Impfpflicht ausgesprochen. „Die Gesundheit und der Schutz der gesamten Bevölkerung setzen der individuellen Freiheit Grenzen“, sagte Giffey.

Krankheits- und Todesfälle durch Masern

Die Masern zählen nach wie vor zu den gefährlichsten Kinderkrankheiten – eine Impfung ist dabei eine sehr wirksame Präventionsmaßnahme. Dem Antrag des brandenburgischen Landtags zufolge fehle jedoch mehr als 70.000 Kleinkinder in Deutschland der Masernschutz. Dabei sind Masern hoch ansteckend und keinesfalls so ungefährlich wie oftmals geglaubt. Noch Jahre nach Ausbruch der eigentlichen Krankheit, kann der Virus beispielsweise das Gehirn befallen und zu einer Hirnhautentzündung werden. In diesem Fall kann die Krankheit sogar tödlich enden.

Entgegen des Plans, dass die Infektionskrankheit bereits 2015 ausgerottet sein sollte, steigt die Anzahl der Infektionen in Europa sogar wieder an. Im ersten Halbjahr 2018 gab es europaweit genau so viele Masernfälle, wie im gesamten Vorjahr. Die WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) berichtet, dass 41.000 Menschen erkrankten und sogar 37 Menschen an Masern starben.

Fehlinformationen über Maserimpfungen

Dass einige Eltern vor allem dieser Impfung gegenüber sehr skeptisch sind, liegt unter anderen an jahrzehntealten Fehlinformationen, die sich aber leider auch noch heute eisern halten. So behauptete beispielsweise das Forscherteam um Andrew Wakefield, dass Masern- Röteln- und Mumpsimpfngen Autismus verursachen können. Aufgrund falscher Darstellung der Forschungsergebnisse wurde die Veröffentlichung dieser Studie jedoch zurückgezogen und gilt als widerlegt.

Weitere Infos zum Thema Impfen

Ausführliche Informationen zum Thema findet ihr in unserem Masern-Ratgeber sowie unserem allgemeinem Impf-Ratgeber „Wie wichtig ist Impfen? „.

Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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Jan Christoph

20.04.2019, 14:39

Boa da wird mir nur schlecht….
Das ist doch krank. Laut WHO sterben 37 Menschen an Masern (Vergleich bei Krebs sterben ca. 25 Menschen pro Stunde) und ich soll deshalb mein Kind mit Giftstoffen voll Pumpen…
Dümmste Logik aber was soll man noch in Deutschland erwarten. Goethe und co. drehen sich im Grab um.

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Andreas V.

29.04.2019, 20:31

@Jan: dümmster Kommentar!
Ich persönlich möchte nicht, dass mein Kind zu den 37 gehören wird. Deshalb „pumpe“ ich es mit „Giftstoffen“.

Ghost02021991

30.05.2019, 19:46

Die Impfpflicht wurde auch langsam mal Zeit,denn es kann nicht sein,das manche Eltern so dumm sind und ihr Kind ungeimpft lassen,durch solche Entscheidung können Kinderkrankheiten auch nicht ausgerottet werden.Jedes Elternteil dass sich dagegen sträubt sollte direkt dem Jugendamt gemeldet werden

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