Kind steckt Geld in Sparschwein

Familiengeld – Bayern verabschiedet Gesetz um Familien zu unterstützen

Bayern ist ein Familien-Bundesland und möchte es auch bleiben. Bayerische Familien mit Kindern von 1- bzw 2 Jahren können sich jetzt freuen. Ab September gibt es monatlich 250€ pro Kind in besagtem Alter. Ab dem dritten Kind, sogar 300€. Das Familiengeld solle dazu dienen die Familie in ihrem Tun und Handeln zu unterstützen. Gerade finanziell schwachen Familien kommt das Geld zugute. Bisher sieht es so aus, als würde Bayern das einzige Bundesland bleiben, dass Familien dieses Goodie mit auf den Weg gibt.

Was ist Familiengeld und für wen gilt es?

Das Familiengeld wird in Höhe von 250€ monatlich an alle Familien und pro Kind im Alter vom ersten bis zum dritten Geburtstag ausbezahlt. Für das dritte und jedes weitere Kind gibt es 300€ in besagtem Altersabschnitt. Somit bekommt ihr also für zwei weitere Jahre nach dem Elterngeld und neben dem Kindergeld weiterhin einen kleinen Zuschuss für eure Kinder. Diese Unterstützung gibt es für alle Familien unabhängig vom Beschäftigungsstatus oder der gewählten Betreuungsform. Achtung: Das Geld gilt nur für Familien, die in Bayern wohnhaft sind.

Ab wann gibt es das Familiengeld?

Ihr bekommt das Geld ab September 2018 für eure Kinder ausgezahlt. Es gilt dann für alle Kinder mit Geburt ab Oktober 2015. Sobald euer Kind den dritten Geburtstag feiert, erlischt der Anspruch auf den Zusatz automatisch. Habt ihr also ein Oktober 2015 „Baby“ (wie ich), kommt ihr nur für einen Monat in den Genuss.

Familie und Geburtsjahre an einer Tafel

Wie beantragt man das Familiengeld in Bayern?

Für alle Eltern, die Elterngeld bekommen haben, sollte es danach nahtlos weiter gehen. Aktuell gehen wir davon aus, dass man das Familiengeld nicht extra noch mal beantragen muss. Natürlich vorausgesetzt ihr habt Elterngeld bezogen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass ihr in besonderen Fällen, beispielsweise wenn ihr frisch nach Bayern zieht o.ä. auch einen Antrag stellen müsst. Die Anträge gibt es zu gegebener Zeit dann auch überall dort, wo es Elterngeld Anträge gibt.

Bleiben Landeserziehungsgeld und Betreuungsgeld trotzdem weiterhin bestehen?

Nein, durch die neue Leistung des Familiengeldes werden die bisherigen Leistungen des Landeserziehungsgeldes und Betreuungsgeldes ersetzt.

Betreuungsgeld

Betreuungsgeld konnte bisher ab dem ersten Geburtstag nach der Elterngeldzahlung in Höhe von 150€ gewährt werden, solange das Kind keine staatlich unterstützte Betreuung in Anspruch nimmt.

Landeserziehungsgeld

Das Bayerische Landeserziehungsgeld kann aktuell noch gleichzeitig mit dem Betreuungsgeld bezogen werden und ist für einkommensschwache Familien vorgesehen. Es beträgt maximal 150€ beim ersten Kind, bzw. 200€ beim zweiten Kind und ab 3 Kindern 300€. Der Bezugszeitraum für das erste Kind sind 6 Monate und ab 2 Kindern bekommt ihr errechnete Leistungen für ein ganzes Jahr.

Ab September 2018 gibt es diese Leistungen dann gar nicht mehr.

Gibt es Nachteile beim Familiengeld?

Somit ergibt sich für Familien nur ein Nachteil, wenn sie bisher Betreuungsgeld und Erziehungsgeld in voller Höhe bezogen haben und sich durch ungünstige Verschiebungen wegen des Elterngeldes nach hinten kein Mehrwert durch den Bezug ergibt. Ziel ist es, eine Leistung geschaffen zu haben, die mehr Vorteile mit sich bringt als Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld zusammen. Gerade auch einkommensschwächeren Familien und Familien mit mehreren Kindern erfahren durch das Familiengeld eine große Hilfe.

Bieten andere Bundesländer eine ähnliche Unterstützung für Familien?

Vor wenigen Monaten gab es in einigen Bundesländern den Beschluss die Kita-Plätze kostenlos anzubieten. Laut Versprechungen der Großen Koalition soll das ab 2020 im gesamten Bundesland durchgesetzt werden. Zum heutigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, ob diese Versprechen wirklich in Kraft treten und falls ja, wie es sich dann mit dem Familiengeld in Bayern entwickelt.

Bayern Fahne

SPD kritisiert Familiengeld – kostenlose Kita-Plätze seien besser

Die SPD kritisiert den Beschluss. Es wird dazu aufgerufen, nach Vorbild anderer Bundesländer auch die Kita-Kosten zu senken bzw ganz zu streichen. Ministerpräsident Söder spricht dagegen. Die neue Form der Unterstützung soll allen Familien helfen, obgleich das Kind betreut wird oder die Familien die Betreuung selber übernehmen möchte. So wird niemand unter Druck gesetzt und Familien können selber entscheiden, wie sie ihre Kinder betreuen möchten.

Das bayerische Familiengeld soll für Wahlfreiheit stehen, denn ganz gleich ob die Kinder eine Krippe besuchen (und somit eine Krippengebühr fällig wird), oder zu Hause betreut werden (und somit ein großer Teil des Familieneinkommens wegfällt) – Alle Familien sollen bei der Erziehung und Bildung ihrer Kleinkinder Unterstützung erhalten. Die Betreuungsform soll dabei keine Rolle spielen, schließlich muss sich jede Familie ihr Konstrukt zum Wohle aller Familienmitglieder selber bauen.

Zudem erhalten sozial-schwächere Familien eh einen vergünstigten Kita-Platz. Ein kostenloser Kitaplatz würde ihnen daher weniger bringen, als der Bezug des Geldes.

Kontakt

Das Zentrum Bayern für Familie und Soziales erreicht ihr für eure Fragen rund um das Thema unter folgender Telefonnummer:

  • Service-Nummer: 0931 32090929 von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!

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