Gift im Babybrei

Ein Fall jagt seit gestern durch die Medien. Am Bodensee hat ein bisher Unbekannter den Babybreigläschen in Supermärkten Gift hinzugefügt und die Supermarktketten erpresst. Zum Wohle unserer Babys, möchten auch wir kurz davon berichten.

Die Menschheit wird immer bekloppter

Entschuldigt die Kraftausdrücke, aber da kann man als Mami doch nur aus der Haut fahren. Ich finde es absolut beschämend, das Wertvollste, was unsere Gesellschaft zu bieten hat, derart zu gefährden. Den Sicherheitskameras zufolge wird ein mittelgroßer Mann Mitte 50 als Täter verdächtigt. Die Polizei hofft auf Hilfe aller Bürger. Bereits Mitte September verfasste der mutmaßliche Täter Erpresserschreiben per Mail an die Supermarktketten und Drogeriemärkte DM, Rossmann, Müller, Aldi, Edeka, Norma und Rewe und forderte 10 Millionen Euro. In den Briefen teilte er auch mit, dass er bereits Gift in Babybreigläschen gemischt habe. Weitere Lebensmittel wolle er im In- und Ausland vergiften, wenn er seine Forderung nicht erhalten wird. Berichten zufolge ließ die Polizei die Gläschen in verschiedenen Läden in Friedrichshafen aus den Regalen räumen und untersuchen. Tatsächlich wurden (mindestens) 5 Gläschen gefunden, deren Inhalt mit dem giftigen Frostschutzmittel Ethylenglycol versetzt wurde. Ein Gift, das Babys und Kleinkinder stark verletzen, ja sogar töten könnte. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und wir können nur hoffen, dass der Mann bald gefasst wird. Zum Wohle aller!

Fälle aus der Vergangenheit und Trittbrettfahrer

Mir schoss natürlich gleich panisch in den Kopf, dass selbst wenn der Täter gefasst wird, er eventuell Komplizen hat oder sich Trittbrettfahrer finden. Die Drohung Lebensmittel zu vergiften wurde schon häufig ausgesprochen. In den meisten Fällen blieb es aber bei einer Drohung. Entweder wurde der Erpresser bevor er aktiv werden konnte gefasst, oder es war tatsächlich nur eine leere Drohung. Ein LKA-Sprecher meint, dass die Täter meistens niemandem schaden wollen. Anders in diesem Fall, weil der Täter ja bereits vergiftete Produkte in Umlauf gebracht hat und somit skrupellos davon ausgegangen ist, mit seiner Tat Menschen zu töten. Die Vergangenheit zeigt, dass große Taten, die viel Aufsehen erweckten, auch immer Nachahmer fanden. Der Rechtsanwalt Dr. jur. Alexander Moseschus beruhigt, dass alle Erpressungen in der Regel in Phase drei, der Geldübergabe, scheitern. Er verfasste vor einigen Jahren ein Standardwerk zum Thema und beschreibt einen speziellen Tätertypus. Laut Erhebungen handele es sich um Männer mittleren Alters, die weder vorbestraft noch gewalttätig sind. So ist die Produkterpressung häufig eine „erste Straftat von Amateuren“.

Auf der Hut sein

Liebe Mamas, liebe Papas. Seid bitte auf der Hut. Kontrolliert gekaufte Produkte haargenau auf Defekte oder Fehler. Kommt euch eine Verpackung seltsam vor, weil sie beschädigt ist, bereits geöffnet wurde, seht lieber davon ab diese zu verzehren. Gebt ihr euren Kindern gekaufte Produkte, wie Babygläschen o.ä., probiert diese vorher selbst. Ein veränderter Geschmack sollte in euch alle Alarmglocken läuten lassen. Das oben genannte Gift zum Beispiel soll süßlich schmecken. Auch ein veränderter Geruch könnte Hinweise auf eine Vergiftung geben.

Wir alle sind zum Helfen aufgerufen. Kommt euch jemand beim Einkaufen verdächtig vor (Verkleidung, Tarnung, Handschuhe etc.) oder erkennt ihr den gesuchten Mann, benachrichtigt sofort die Polizei.

© Polizeipräsidium Konstanz/Polizeipräsidium Konstanz/dpa

Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!

Kommentar verfassen

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)