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Corona-Krise: Kinder verboten in Hamburger Supermärkten

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Aktuell ist alles schwierig – der Spagat zwischen Heimbetreuung und Job, der Windel- und Toilettenpapier-Notstand und jetzt auch noch das: Kinder sind in bestimmten Hamburger Supermärkten unerwünscht.

Was ist passiert?

Eine wütende Frau meldete sich beim Radio Hamburg. Sie erklärte, dass sie mit ihrem Sohn bei Edeka Niemerszein einkaufen gehen wollte und die Security daraufhin wies, dass Kinder verboten seien.

„Ich müsste ihn draußen lassen, beim Sicherheitspersonal?? Wo gibt es denn sowas? Ich bin allein erziehend und kann ihn nicht abgeben, weil ich niemanden habe, der auf ihn aufpassen kann. Kinder sind doch keine Hunde!!!“

Was für eine absurde Situation. Ich würde mir das niemals gefallen lassen – meinen Zwerg bei Fremden parken? Bloß nicht!

Sie hat in dieser Zeit eine noch größere Bürde zu tragen, als ich beispielsweise. Mein Mann und ich betreuen unser Kind aktuell zusammen Zuhause! Das heißt, wenn der eine aufpasst, kann der andere einkaufen.

Sie schreibt aber, dass sie alleinerziehend ist und auch noch niemanden zur Hand hat, der für sie einkaufen gehen kann oder auf ihr Kind aufpasst. Was für eine enorme Belastung das schon sein wird, darüber brauchen wir ja nicht reden.

Aber in unserer aktuellen Corona-Krise, in der wir uns befinden, muss man ja sogar teilweise mehrere Geschäfte abgrasen, um Toilettenpapier und Windeln zu finden. Selbst ich muss mehrfach fahren, um genügend Milch für meinen kleinen Milch-Suchti zu finden. Denn die Geschäfte bei uns rationieren mittlerweile auch die Milch.

Ist das ein Einzelfall?

Seit dem sich der Vorfall am 24.03.2020 ereignete, melden sich immer mehr Personen, die in die gleiche Situation gerieten. Teilweise sollen auch Kinder in Baumärkten nicht mehr erwünscht sein.

So reagiert EDEKA auf die Vorwürfe

Menschen an der Supermarktkasse

Radio Hamburg hat bei EDEKA direkt nachgefragt, wie die Mama in so eine Situation kommen konnte. EDEKA begründet die Maßnahme folgend:

„Bei EDEKA Niemerszein in der Langen Reihe werden derzeit alle Kunden bei Betreten des Marktes darauf hingewiesen, einzeln einzukaufen. Diese Maßnahme wurde notwendig, nachdem sich die Kunden in diesem Markt in den vergangenen Tagen nach mehrfacher Aufforderung nicht an die vorgegebenen Abstandsregeln von mindestens 1,5m gehalten haben. “ 

Wir alle versuchen uns zum Schutz aller an diese 1,5m (manchmal auch 2m) Regel zu halten. Aber es geht nun mal nicht immer. Aber selbst wenn – klar, man weiß nicht, wie alt ihr Kind ist, aber mein kleiner Zwerg sitzt im Einkaufswagen oben – wenn ich den Abstand einhalte, tut er es auch.

Der Knackpunkt von EDEKA ist das „einzeln eintreten„. Wie aber bitte soll man das als Alleinerziehende ohne Hilfe schaffen, alleine einzukaufen? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei allem Aufruf an die Menschlichkeit, der momentan überall hallt, frage ich mich, wo er in diesem Statement geblieben ist.

Für ältere Menschen gibt es in immer mehr Supermärkten extra Einkaufszeiten, in denen nur sie eintreten dürfen (und das ist super!). So etwas bräuchte man dann entsprechend aber auch für Alleinerziehende, die nicht einzeln eintreten können.

Der EDEKA-Sprecher spitzte die Situation leider noch mehr zu:

„Wir bedauern, dass diese Maßnahme unumgänglich wurde; glauben aber, an diesem Standort so die Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie die unserer Kunden bestmöglich zu schützen.“

Die Maßnahme sei eine Entscheidung für alle EDEKA-Märkte in St. Georg.

Welche Alternativen hat man als Alleinerziehende?

Wenn niemand zur Wahl steht, der aushelfen kann, würde ich absolut empfehlen woanders einzukaufen. Es gibt genügend Supermärkte, in denen es kein Kinder-Verbot gibt und ich finde ganz ehrlich, EDEKA tut sich damit absolut keinen Gefallen.

Alternativ sind Lieferdienste praktisch. Aber bei denen kommt es aktuell natürlich auch zu Lieferschwierigkeiten. Welche Möglichkeiten fallen dir noch ein?

Statement von der Real/Metro-Gruppe

Auch andere Märkte äußerten sich zu dieser Situation bei Radio Hamburg, wie z.B. die Real/Metro-Gruppe:

„Dabei geht es selbstverständlich nicht darum, dass Kinder nicht erwünscht sind, sondern dass im Sinne der derzeit gebotenen „sozialen Distanzierung“ möglichst wenig Personen unterwegs und sich somit auch möglichst wenig Personen zum gleichen Zeitpunkt bei uns auf der Verkaufsfläche aufhalten. Dennoch ist uns auch klar, dass es sich nicht immer vermeiden lässt, dass die eigenen Kinder zum Einkaufen mitgenommen werden.“

Die Real/Metro-Gruppe äußert sich zur Thematik deutlich menschlicher. Kunden werden nicht ausgeschlossen, wenn sie nicht dem Idealfall entsprechen. Sondern alle sollen sich möglichst an die Best Practices halten – eine wesentlich fairere Lösung.

Einkaufen macht keinen Spaß mehr

Ausverkaufte Supermarktregale

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber diese Meldung ist irgendwie das I-Tüpfelchen meiner Unlust einkaufen zu gehen. Die Angst davor, dass ich wieder vor leeren Regalen stehe, ist der erste Grund, wieso ich nicht mehr gerne einkaufen gehe. Der zweite sind die Blicke von den anderen, wenn ich mit meinem Sohn unterwegs bin.

Klar, vielleicht bilde ich mir das ein. Aber es wirkt auf mich so, als hätte mein Sohn die Pest und sie würden sich nur durch seinen Anblick anstecken. Fassungslos, wütend und genervt werde ich angesehen. Deshalb habe ich mich entschieden, wenn ich einkaufen gehe, alleine zu fahren. Das Kinder jetzt in Hamburg teilweise ausgeschlossen werden unterstützt meine Meinung dabei noch mehr.

Wird das Kinder-Verbot jetzt Standard?

Bisher sind es nur wenige Geschäfte, die so durchgreifen. Und jedes Geschäft selbst entscheidet, ob Kinder gewünscht sind oder nicht. Hoffen wir das beste, dass es bei der Minderheit bleibt. Wir haben es schließlich schon schwer genug.

Wie stehst du zu dieser Thematik – findest du, dass es notwendig oder zu viel des Guten ist?

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Susanne

Hey! Ich heiße Susanne und bin seit 2017 stolze Mama meines kleinen lebhaften Sohnes Sammy. Mit Ratgebern und tollen Tipps werde ich dich durch die Schwangerschaft und die erste Zeit als Mama begleiten.

Engel2018

24.05.2020, 22:31

Naja

MiriP

18.05.2020, 08:23

🤔

mellymaus33

17.05.2020, 21:55

Um Kind zu schützen lasse ich es Zuhause und geh nur an abgelegenen Ecken spazieren

Nonchef

10.05.2020, 16:00

🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️

LouisMum2020

04.05.2020, 12:21

Gut

Maverike

20.04.2020, 09:55

Hat sich leider noch immer nicht gebessert – im Gegenteil

Nonchef

17.04.2020, 00:05

🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️

Gina_Sbg

08.04.2020, 11:11

Ich lass meine Tochter im Moment zu Hause bei Papa

Ewcha

07.04.2020, 21:18

Ich mag die Kinder – hasser nicht. Habe in c den letzten paar Wochen sehr viel v über Menschen gelernt

Kaddarina

07.04.2020, 10:14

😤😤😤

Marta

05.04.2020, 09:25

Unglaublich

Nb

02.04.2020, 08:11

Finde ich nicht in Ordnung 😣

Kaddarina

29.03.2020, 07:36

Unfassbar

Fantafant

28.03.2020, 21:10

Ich verstehe, dass man jetzt nicht gerade seine Kinder wild im Supermarkt rumlaufen lassen muss, aber sie gleich auszugrenzen? Heftig!
Ich denke jeder, der kann, lässt seine Kinder aktuell zu Hause und diejenigen, die ihre Kinder mitnehmen, haben keine andere Möglichkeit. Das darf man nicht verbieten! Unglaublich!!!

Maria86

28.03.2020, 10:25

Das ist ja unglaublich! Ich habe auch das Glück, mir den Einkauf mit meinen Mann teilen zu können, so dass immer einer zu Hause bei unserer Tochter bleiben kann. Wir nehmen sie nicht aus Angst nicht mit, sondern weil sie Autofahren und Einkaufen eh nicht toll findet.
Aber was sollen denn die machen, wo einer Arbeiten muss oder sie Alleinerziehend sind!
Unfassbar!

Mini-me

27.03.2020, 14:20

Mal so ich finde es grade unglaublich. Jetzt darf man mit Kind nicht mal mehr Einkaufen. Wie bitte soll das als Alleinerziehende mit einem 13 Monate alten Kind gehen?
Noch dazu versorge ich meine Kranken Eltern mit.

Was denken die sich eigentlich? Verhungern Wir dann zuhause nur um kein Corona zu bekommen? Ist DAS das Ziel um infektionszahlen gering zu halten?

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