Babybrei

Mittags-Babybrei selbst gemacht – Tipps und Rezeptideen

Sobald euer Baby auch Appetit bekommt, wenn ihr anfangt zu essen, solltet ihr euch Gedanken über den Beikoststart machen. Die WHO empfiehlt ab 6 Monate mit der Beikosteinführung zu starten und bis dahin ausschließlich Milch zu füttern. Zum Beikoststart stellen sich dann unter anderen die Fragen Brei oder BLW (Baby Led Weaning), selbstgekocht oder Gläschen?

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es kein großes Ding ist, den Brei einfach mit eurem Essen mitzukochen. Klar, dazu müsst ihr ein paar Dinge beachten, aber es ist günstiger und eventuell auch leckerer und gesünder für euer Baby. Gläschen hatten wir immer im Vorrat da, denn die eigneten sich für unterwegs oder auch einfach, wenn ich keine Lust auf Kochen hatte oder es was baby-ungeeignetes gab.

Welche Möglichkeiten habe ich schonend zuzubereiten?

Allgemein betrachtet ist es kein großer Aufwand selbst zu kochen. Ihr könnt ein Dampfgar-Gerät verwenden, oder Kartoffeln und Gemüse einfach mit einem Dampfgar-Einsatz garen. Das ist wichtig, damit alle Zutaten sehr schonend mit Dampf zubereitet werden. So bleiben alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine in fast vollständiger Anzahl erhalten. Ganz besonders interessant ist das bei Gemüse, denn die Zutaten liegen nicht im Wasser und somit gehen die Vitamine nicht verloren. Wir hatten zum Beispiel nicht extra ein Gerät. Ich hatte diese Dämpfkörbe, das ist mega praktisch, wenn ihr für euch mitkochen wollt. Wenn ihr nur schnell Babybrei kochen wollt. eignet sich der Dampfgarer von Avent, der gleichzeitig garen und pürieren kann. Möchtet ihr ein wenig mehr investieren ist auch auf langfristige Sicht ein richtiges Dampfgar-Gerät nicht schlecht. Die sind gar nicht so teuer und ihr könnt auf 3 verschiedenen Etagen euer Gemüse, die Kartoffeln und ggf sogar Fisch zubereiten. Da das Dampfgaren eh gesünder ist als im Wasser zu Kochen, hat die ganze Familie etwas von dieser Anschaffung!

Babybrei anrühren

Alternativen bieten sich im Zubereiten mit einer Tajine, dem Bratschlauch, oder einem Römertopf. Dabei wird der Inhalt langsam im eigenen Saft gegart und Vitamine gehen so auch nicht verloren.

Perfekte Zubereitung

Bei der eigenen Herstellung mit Dampfgarer oder Dämpfkörbchen könnt ihr also zu jeder Zeit bestimmen, was das Baby zu Essen bekommt. Die Zutaten werden geschält, geschnitten und in den Behälter gelegt. Das eingefüllte Wasser erwärmt sich und die Nahrung wird durch den entstehenden Dampf gegart. Die Funktionsweise ist also denkbar einfach. In den Behälter für die Lebensmittel können alle Zutaten hineingegeben werden, auch Fisch oder Fleisch.

Auf was sollte beim Kauf geachtet werden

Grundsätzlich sollte vor dem Kauf überdacht werden, für welchen Zweck der Dampfgarer verwendet werden soll, denn natürlich lassen sich nicht nur Babyspeisen damit zubereiten. Wie also schon beschrieben, solltet ihr euch überlegen ob ihr selber mit Dampfgarer oder Körbchen arbeiten möchtet. Mit folgenden Fragen solltet ihr das Objekt der Begierde weiterhin begutachten:

  • Höhe des Energieverbrauchs
  • Sicherheitsstandard (Prüfsiegel)
  • leichte Reinigung des Gerätes
  • integrierte Pürierfunktion

Die Vorteile des Dampfgar-Geräts

Immer mehr junge Eltern legen sehr viel Wert darauf, dass ihre Babys nur das Beste bekommen. Und genau dabei spielt der Dampfgarer eine zentrale Rolle. Denn wird das Essen darin zubereitet, wird es nur über Dampf gegart und genau das macht die Speisen so gesund. Der Dampfgarer aber hat nicht nur den Vorteil, dass es sehr schonend zubereitet, sondern noch viele Weitere.

Ein Dampfgarer ist sehr praktisch, denn er kann jede Menge Zeit sparen. Die eingesparte Zeit können Mama und Papa dann viel besser mit dem Nachwuchs verbringen. Hinzu kommt noch, dass dieses Gerät, bei der richtigen Wahl, auch sehr viel Energie sparen kann.  Die Energieverbrauch kann mit dem Dampfgarer gedrosselt werden. Neben dem Geldbeutel wird so auch gleichzeitig die Umwelt geschont.

Letztendlich ist der gesundheitliche Vorteil für viele der wichtigste Aspekt. Die vollen Nährstoffe bleiben fast komplett erhalten. Zudem können natürlich auch die Fette und Gewürze so dosiert werden, wie es gewünscht wird. Garen benötigt auch weitaus weniger Fett als andere Zubereitungsarten. Werden die Speisen in Wasser gekocht, dann werden leider oft die ganzen Vitamine und Nährstoffe aus den Zutaten herausgeschwemmt – das passiert beim Dampfgaren eben nicht. Das liegt daran, dass sich beim garen, die Zellstrukturen nicht schädigen lassen. Damit ist auch sichergestellt, dass die Zutaten ihre Farben, wie im frischen Zustand behalten. Auch der Geschmack bleibt somit in voller Kraft erhalten, so schmeckt Fleisch nach Fleisch und die Karotte auch noch nach Karotte.

Gläschenbrei

Beide Varianten, selbstkochen und Gläschenbrei haben Vorzüge. Industriell hergestellte Babybreie unterliegen der Diätverordnung. Das heißt, es gelten höchste gesetzliche Qualitätsansprüche. Besonders wird hier auf Rückstände wie Schadstoffe, Schwermetalle oder Nitrat geachtet. Gesetzlich festgeschrieben ist zudem auch der Gehalt an Fett, Eiweiß und Salz. Pluspunkte sind außerdem die Zeitersparnis, die einfache Lagerung und -Dauer von einem Jahr. Nachteile sind der höhere Preis und unnötige Zutaten wie Salz, Süßungsmittel, Gewürze oder Aromen. Natürliche Lebensmittel unterliegen hinsichtlich der Schadstoffgehalte (Pflanzenschutzmittel etc. nicht so strengen Richtlinien. Vielleicht beruhigt es euch aber, dass der kleinste Teil der Schadstoffe, die euer Baby gezwungenermaßen aufnimmt aus der Nahrung kommt. Viel höher ist die Zufuhr aus der Luft. Industrielle Breie werden auch lange erhitzt und bekommen einen typischen Geschmack, wo hingegen die selbstgekochten Breie immer frisch schmecken.

Die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen!

Ich denke eine gute Mischung machts. Wir haben zum Beispiel Gläschen immer für Unterwegs dabei gehabt und Fisch und Fleisch (gibt es einzeln im Glas) oftmals auch aus dem Glas genommen, wenn ich der Frischetheke nicht traute. Außerdem habe ich auch von Anfang an gedünstete Gemüsespalten angeboten, woran mein Kind mit Vergnügen gelutscht hat.  Ich denke, ich würde es auch immer wieder so handhaben. Oftmals habe ich ein wenig mehr Brei zubereitet und dann in den praktischen Dosen von Avent eingefroren.

Grundrezept

  • Gemüse/Kartoffeln gründlich waschen und putzen
  • schälen und in Würfel schneiden
  • Fleisch (mager – Rind, Kalb, Schwein, Lamm oder Geflügel. Gehacktes, Filet, Brust oder Schnitzel) oder Fisch (Hochseefisch oder Magerfisch. Tiefkühlfisch ist frischer als frisch angebotener Fisch im Supermarkt) ebenfalls würfeln, ggf Hackfleisch verwenden
  • Bestenfalls alles dampfgaren bis es schön weich ist (variiert je nach Gemüse und Fisch/ Fleisch
  • Pürieren
  • Vitamin C-reicher 100% Frucht-Saft und Rapsöl hinzufügen (Saft zur besseren Aufnahme von Eisen und Öl zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine)
  • benutzt das Kochwasser bis der Brei die Konsistenz erreicht hat, die zum Füttern perfekt ist.
  • als vegetarische Alternative könnt ihr Vollkorngetreide anstatt Fleisch/Fisch hinzufügen

Couscous

Mittagsbrei Variationen für Babys

Diese Kombinationen könnt ihr jeweils nach dem Grundrezept zubereiten.

  • Gemüsepüree (für den Start): Karotte, Pastinake, Steckrüben, Kürbis, Erbsen, Mischgemüse, Brokkoli, Zucchini Rote Beete – wahlweise mit oder ohne Kartoffel
  • Fleisch-haltiger Brei: Karotte-Kartoffel-Rind, Pastinake-Kartoffel-Rind, Kürbis-Kartoffel-Pute, Mischgemüse-Kalbfleisch, Fenchel-Kartoffel-Hühnchen, Brokkoli-Reis, Blumenkohl-Kartoffel-Lamm, Bohnen-Rindfleisch, Gemüsreis-Schweinefleisch, Nudeln Bolognese,
  • Fisch-haltiger Brei: Spinatnudeln-Lachs, Gemüsecouscous-Pangasius, Gemüse-Kabeljau, Gemüse-Seelachs
  • Vegetarisch: Gemüse-Couscous, Tomate-Fenchel, Erbsen-Mais-Risotto, Gemüse-Kartoffeln (alle mit Saft und Haferflocken angerichtet), Spinat-Kartoffeln-Ei, Kartoffel-Gemüse-Hirse, Mischgemüse-Reis-Hirse

Milch- und Obstbrei eignen sich eher für nachmittags bzw abends. EInfach Milch bzw Wasser erwärmen und mit gewünschtem Vollkorngetreide verrühren. Obstmus hinzufügen, fertig!

  • Milchbrei: Haferflocken-Birnenmus, Weizengrieß-Blaubeeren, Dinkelflocken-Apfel-Birne, Hirseflocken-Himbeeren, Milchreis-Kirschen, Haferbrei-Pflaumen (Hafer, Hirse und Dinkel mit Vollmilch angerührt)
  • Obst-Getreidebrei: Zwiebackbrei-Birne, Dinkelbrei-Aprikose, Hirsebrei-Birne-Himbeere, Apfel-Grießbrei, Grießbrei-Pfirsich, Mirabellen-Haferbrei (Getreide mit Wasser angerührt)

Auf Ausgewogenheit achten

Jetzt habt ihr unheimlich viel Auswahl. Ziel ist es nicht dem Baby täglich eine neue Gaumenexplosion darzubieten. Viel mehr geht es darum, alles was das Kind braucht mit einer ausgewogenen Ernährung abzudecken. Eisen, verschiedene Vitamine, Jod, Omega 3, Ballaststoffe für die Verdauung und weitere Nährstoffe sollten in ausreichender Menge Bestandteil sein. Deshalb ist es sinnvoll, die Gerichte immer mal abzuändern, weil man alles kaum mit einer Mahlzeit abdecken kann. Fleisch wird 4 Mal die Woche empfohlen, Fisch 1-2 Mal. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Babys die anfangs verschiedene Gemüsesorten kennenlernen dürfen, später auch neuen Lebensmitteln gegenüber offener sind. Auch in Sachen Allergieprävention ist es empfehlenswert möglichst viele verschiedene Dinge anzubieten.

Buchtipp

Natürlich umfasst die Ernährung von Babys ein unheimlich großes Feld. Wer sich dementsprechend gern belesen möchte, dem empfehle ich das Buch „Die beste Ernährung von Babys und Kleinkinder“ vom Kösel Verlag. Hier werden alle Möglichkeiten vom Stillen bis zum Kinderalter bestens beschrieben und von allen Seiten beleuchtet. Mit großem Rezeptteil.


Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!


Majaslive89

09.08.2017, 22:56

Wir machen beides momentan kochen wir noch selbst. Ab einem Jahr wollen wir umstellen und gemixt

Melanie

10.08.2017, 02:05

Ich gebe beides wobei er mittlerweile am liebsten das isst was ich selber auf dem Teller habe muss nur etwas zerdrückt werden er ist 7 Monate alt die Gläschen sind super wenn man unterwegs sind und es gibt auch selbst gemachte Breie die er verweigert denke so lange er isst ist es egal ob das eine oder andere achte nur darauf das in den Gläschen nicht so viel Zucker und so ist

Bianca

10.08.2017, 12:36

Wir kochen komplett selbst und es klappt super.

KatWi84

10.08.2017, 13:43

Ich werde zum großen Teil wieder selbst kochen, hat beim großen Bruder gut geklappt, Gläschen wird es nur im Notfall geben.

Alice1103

10.08.2017, 22:42

Meine Tochter bekommt auch das was wir essen. Die Gläschen nur wenn es mal was gibt was sie noch nich essen darf oder es mal schnell gehen muss

Sweetnephele

24.08.2017, 10:58

Wir sind bei beiden gut mit Gläschen gefahren…. Das selbstgekochte kam nicht so an… Warum auch immer…. Jetzt essen beide normal mit… Muss jeder selbst entscheiden, was für seine Kinder das beste ist und womit man klar kommt!

Janinschen

22.09.2017, 07:57

Wir kochen selbst, da meine kleine Maus die Gläschen nicht mag … Sie hat auch ihren eigenen Geschmack probiert zwar alles aber Gemüse isst sie im warmen Zustand nur Kürbis.

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