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Dieses Medikament kann Fehlbildungen verursachen

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Frauen im ersten Trimester der Schwangerschaft davor, Ondansetron einzunehmen. Der Arzneistoff (gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen) wird zunehmend auch bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt. Dies kann jedoch schwere Folgen haben. Denn wie eine neu Studie belegt, drohen dem ungeborenem Kind dadurch Fehlbildungen wie Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten.

In einem aktuellen RoteHandBrief*  informiert das BfArM gemeinsam mit allen Pharma-Unternehmen, die ondansetronhaltige Medikamente vertreiben, über diese neuen Erkenntnisse. Hier heißt es, dass Ondansetron keinesfall im ersten Trimester der Schwangerschaft eingenommen werden sollte.

Studie belegt Fehlbildungsrisiko

Diesen Aussagen liegt eine Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren zu Grunde. In dieser Studie wurde die Anwendung von Ondansetron im ersten Trimester mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, und Gaumenspalten verbunden. Zudem heißt es, dass Frauen im gebärfähigen Alter, die dieses Medikament einnehmen, eine zusätzliche Schwangerschaftsverhütung nutzen sollten.

Ondansetron nicht bei Schwangerschaftsübelkeit zugelassen

Ursprünglich ist Ondansetron gar nicht für eine Behandlung gegen Schwangerschaftsübelkeit zugelassen. Dennoch weisen Verordnungsdaten darauf hin, dass dieses Medikament oftmals gegen heftiges Erbrechen in der Schwangerschaft verschrieben wird.

Was tun bei Schwangerschaftsübelkeit?

Solltet ihr euch im ersten Schwangerschaftstrimester befinden und Mittel gegen Übelkeit zu euch nehmen, studiert bitte ganz genau die Inahltsstoffe und sprecht auch mit eurem Arzt darüber. Das Risiko für Fehlblindungen betrifft nämlich ALLE Ondansetron-haltigen Arzeneimittel. Diese sollten also auf jeden Fall gemieden werden.

Schwangerschaftsratgeber

Wenn ihr erfahren wollt, was während der Schwangerschaft genau in eurem Körper passiert, schaut euch doch auch mal unsere SSW-Ratgeber an. Dort zeigen wir für JEDE Woche, wie groß euer kleiner Wurm jetzt schon ist, mit welchen Beschwerden zu rechnen ist und alles, was ihr sonst noch so wissen müsst!

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*Der Rote-Hand-Brief (RHB) ist ein Informationsschreibens, mit dem pharmazeutische Unternehmen heilberufliche Fachkreise über neu erkannte Arzneimittelrisiken informieren, fehlerhafte Arzneimittelchargen zurückrufen oder sonstige wichtige Informationen mitteilen.“

Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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