Beikost – Alle wichtigen Infos

| 17.01.2023

Die Einführung von Beikost ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deines Babys. Es ist jedoch wichtig, die richtigen Lebensmittel zur richtigen Zeit einzuführen, um das Risiko von Allergien und Unverträglichkeiten zu minimieren. In diesem Ratgeber werden wir uns mit den verschiedenen Aspekten von Beikost auseinandersetzen und dir Tipps geben, wie du dein Baby auf die Beikost vorbereiten kannst.

Wann sollte ich mit Beikost beginnen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, mit Beikost im Alter von 5 bis 7 Monaten zu beginnen. Bis zu diesem Alter sollte dein Baby ausschließlich Milch bekommen. Es gibt jedoch kein „perfektes“ Alter, zu dem mit der Beikost begonnen werden sollte. Einige Babys sind früher bereit für Beikost, andere später. Es ist wichtig, die Signale deines Babys zu beobachten und sicherzustellen, dass es soweit ist und Interesse an anderen Nahrungsmitteln zeigt. AdobeStock 502363282

Was sind die besten Lebensmittel für die Beikosteinführung?

Die BZgA empfiehlt zwischen dem 5. und 7. Monat nach und nach den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei einzuführen. Wichtig hierbei ist, das Lebensmittel in seiner natürlichen Form anzubieten und es nicht zu süßen oder zu salzen.

Hier der Beikostplan für den ersten Monat:

  • Fange ganz langsam an, deinem Kind als Mittagsmahlzeit ein paar Teelöffel fein püriertes Gemüse zu geben (z.B. Karotten, Kürbis, Zucchini oder Pastinake). Anschließend bekommt dein Kind wie gewohnt Milch, damit es ausreichend gesättigt ist.
  • Steigere die Gemüsemenge Schritt für Schritt auf 100g. Erst danach werden die weiteren Zutatet hinzugefügt.
  • Nach etwa 7 Tagen Gemüsebrei, kannst du den Brei vorerst um eine gegarte Kartoffel und 1 EL Rapsöl ergänzen. Erst ganz zum Schluss kommen ca. 30g mageres Fleisch und 1,5 EL Obstsaft hinzu.
  • Variiere gerne in den Gemüsesorten oder ersetze die Kartoffel durch Nudeln, Reis oder auch Couscous.
  • Fleisch sollte 2x die Woche durch Fisch ersetzt werden.

Einen Monat nach Beikoststart sollte eine ganze Milchmahlzeit durch diese Art von Brei ersetzt werden. Wenn dein Schatz die ganze Portion schafft, benötigt es im Anschluss keine Milch mehr.

6.-8. Monat: Milch-Getreide-Brei – Beikostplan:

Der nächste Schritt ist der Milch-Getreide-Brei. Dieser soll etwa nach einem Monat nach Einführung der Beikost nachmittags oder abends eine weitere Milchmahlzeit ersetzen.

  • Bitte nutze am besten pasteurisierte und ultrahocherhitzte Vollmilch. Du kannst auch H-Milch mit 3,5% Fett oder eine Folgemilch nutzen. Bitte auf gar keinen Fall Rohmilch!
  • Solltest du fertigen Milchbrei kaufen, achte bitte darauf, dass dieser kaum Zutaten wie Kakao, Schokolade, Aromen und/oder größere Mengen an Süßungsmitteln beinhaltet.

7.-9. Monat: Getreide-Obst-Brei – Beikostplan:

Etwa einen Monat nach Einführung des Milch-Getreide-Breis fängst du an, deinem Kind den milchfreien Getreide-Obst-Brei zu geben – am besten nachmittags.

  • Nutze hier am besten Vollkorngetreideflocken oder Gries (vorzugsweise ohne Zuckerzusatz) und lasse sie im Wasser aufkochen und quellen.
  • Bei den Obstsorten darfst du kreativ sein. Orientiere dich hierbei an der Jahreszeit.

Bananen Brei mit kleinen Bananen liegen auf einem Tisch

Ich möchte mein Kind vegetarisch ernähren – wie gehe ich vor?

Bitte informiere dich im Vorfeld gut, damit dein Kind alle Nährstoffe bekommt, die es benötigt. Fleisch ist ein wichtiger Eisenlieferant – daher sollte gerade hierauf dein Augenmerk liegen. Um den empfohlenen fleischhaltigen Brei zu ersetzen, kannst du beispielsweise einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei zubereiten und diesem noch Vitamin-C-reichen Saft oder Obstpüree hinzufügen.

Achtung: Von veganer Ernährung im Baby Alter raten Fachleute jedoch dringend ab. 

Kann ich mein Kind bedenkenlos mit Fertigbrei füttern?

Wir haben dir hier einmal die Vor- und Nachteile von selbst gekochtem Babybrei, sowie von gekauftem Babybrei aufgelistet:

Selbst gekochter Babybrei
VorteileNachteile
Zutaten sind frischMehr Arbeit: einkaufen, schnippeln, kochen, anschließender Abwasch
Du kennst alles was drin istHöherer Zeitaufwand
Du entscheidest was und in welcher Menge du es hinzufügstEmpfohlene Jodzufuhrmenge wird oft nicht erreicht
Evtl. Unverträglichkeiten sind schneller zu erkennen
Es kann auf Vorrat gekocht werden
Geschmack variiert

 

Gekaufter Babybrei
VorteileNachteile
sparen Zeit und Arbeitteurer als selbstmachen
super praktisch für unterwegsViele Babybreie enthalten unnötige Zusätze wie Zucker, Salz und Aromen
Gläschen können auf Vorrat gekauft werdenEs gibt lediglich Einschränkungen für Zusatzstoffe

Wie du siehst, hat beides Vor- und Nachteile. Vielleicht wäre eine Kombination aus beidem etwas für dich?

Wie bereite ich Beikost für mein Baby vor?

Die beste Methode zur Vorbereitung von Beikost ist das Kochen oder Dämpfen von Lebensmitteln und das Zermahlen oder Pürieren, um sicherzustellen, dass sie für dein Baby leicht zu kauen und zu schlucken sind. Du kannst auch probieren, dein Baby mit Fingerfood zu füttern, um die Feinmotorik zu fördern. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Nahrung nicht zu heiß ist, bevor du es deinem Baby anbietest.

Was sind die Anzeichen dafür, dass mein Baby bereit für Beikost ist?

Einige Anzeichen dafür, dass dein Baby bereit für Beikost ist, sind:

  • Interesse an Essen und Beobachten von anderen Personen beim Essen
  • In der Lage, sich aufrecht zu halten und den Kopf stabil zu halten
  • Zeigt Anzeichen von Hunger, auch nachdem es gestillt wurde
  • Kann Lebensmittel im Mund halten und kauen
  • Öffnet den Mund oder streckt die Zunge heraus, wenn ein Löffel angeboten wird

Es ist auch wichtig zu beachten, dass jedes Baby anders ist und es keinen perfekten Zeitpunkt für die Einführung von Beikost gibt. Vertraue auf dein Bauchgefühl und die Signale deines Babys, um zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Tipps:

  • Beginne mit einfachen Lebensmitteln und mache alles Schritt-für-Schritt
  • Vermeide es, Lebensmittel zu süßen oder zu salzen
  • Bereite Beikost am besten durch Kochen oder Dämpfen und Zermahlen oder Pürieren vor
  • Verwende Fingerfood, um die Feinmotorik deines Babys zu fördern
  • Vertraue auf dein Bauchgefühl und die Signale deines Babys, um den richtigen Zeitpunkt für die Einführung von Beikost zu bestimmen

Fazit:

Die Einführung von Beikost ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deines Babys und kann helfen, die Ernährung deines Babys auszuweiten und zu bereichern. Achte auf die richtigen Lebensmittel zum richtigen Zeitpunkt und deute das Verhalten deines Babys. Interessieren dich weitere Infos zum Thema „Ernährung für dein Baby“? Dann schau auch hierzu einmal in unseren Ratgeber.

Quellen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/beikosteinfuehrung/

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Lili

Hey, ich bin Lili und ab sofort auch im Team meinbaby123 ❤️ Als Mama von Zwillingsjungs bin ich immer auf der Suche nach spannenden Themen und tollen Tipps, gerade was das Thema "Zwillinge" angeht.

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Fantafant

17.01.2023, 21:54

und das wichtigste: nicht stressen lassen.

Gina_Sbg

17.01.2023, 07:13

Danke für die Zusammenstellung

mandymie

17.01.2023, 06:54

sehr interessanter Artikel 😊

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