Frau mit Baby auf dem Arm am Laptop

Nebenjobs für Mamas – was ist zu beachten?

Als (frischgebackene) Mama wieder Arbeiten zu wollen, kann viele Gründe haben. Neben dem Spaß am Job oder dem Spaß am Arbeiten im Allgemeinen, möchte man vielleicht auch einfach den Anschluss im Beruf nicht verlieren. Oder man ist einfach erfüllter, nebenbei auch ein paar Stunden in ein anderes Umfeld zu kommen. So oder so: Wer als Hauptberufliche Mami noch einen Nebenjob machen will, muss natürlich auf einige Dinge achten. Denn nicht jeder Job ist für Mamas, die bekanntlich ja eher wenig Zeit haben ;-), geeignet.

Welche Jobs bieten sich für Mamas an?

Die Vielfalt der Jobs muss durch eure Kleinen aber trotzdem nicht maßgeblich beeinträchtigt werden. Ist euch, vor allem im ersten Jahr, eine Arbeit von Zuhause lieber, so kann das im zweiten oder dritten Jahr schon ganz anders aussehen. Vielleicht gehen eure Mäuse bereits für ein paar Stunden in die KiTa, vielleicht freuen sich Oma, Opa oder Papa selbst ein paar Stunden mit den Kleinen zu verbringen. Das bietet euch nicht nur Zeit für euch selbst, sondern vielleicht auch, um langsam wieder ins Berufsleben zu starten. Es muss nicht immer der große Karriereschritt sein. Auch „für nebenher“ könnt ihr etwas finden, was euch wirklich Spaß macht.

Arbeiten von Zuhause

Mama liest Buch mit Kindern

  • Kinderbetreuung
    Euer eigenes Baby reicht euch nicht? Wie wäre es dann mit einem Job als Babysitter oder Tagesmutter? Beides ist in Heimarbeit sowie an flexiblen Einsatzorten möglich – das heißt, dass ihr euch wie gewohnt um eure eigenen Kleinen kümmern könnt, ohne, dass ihr diese beispielsweise selbst zu Oma und Opa geben müsst. Und die Kleinen haben, ganz nebenbei, sogar noch jemanden zum Spielen, im besten Fall sogar im gleichen Alter.

Findet Jobs als Babysitter oder Tagesmutter

Frau mit Kind und Hund im Garten

  • Hundesitting
    Ihr liebt Hunde, habt aber nicht die Möglichkeit, euch um einen eigenen Vierbeiner zu kümmern? Warum verbindet ihr dann nicht einfach die Liebe zu Tieren mit einem Nebenverdienst? So kommt ihr ein- bis mehrmals am Tag mit euren Kindern an die frische Luft und könnt ihnen bereits früh den Umgang mit Tieren näher bringen, ohne selbst die Verantwortung für einen Hund übernehmen zu müssen.

Findet Jobs als Babysitter oder Tagesmutter

Frau telefoniert am Schreibtisch

  • Kundenbetreuuer
    Auch viele „Bürotätigkeiten“ sind von Zuhause aus möglich. Egal, ob Telefonistin, Kundenbetreuuerin oder ähnliches. Die meisten dieser Tätigkeiten kann man sehr gut in den eigenen vier Wänden am heimischen PC und Telefon ausführen – Zum Beispiel für ein paar Stunden, während die Kinder schlafen.

Findet Jobs als Kundenbetreuer im Home Office

  • Nachhilfe
    Wenn eure Kinder es zulassen, eignet sich auch der Job als Nachhilfelehrer in den eigenen vier Wänden. Zu Zeiten, in denen eure Kleinen für 1, 2 Stunden fest schlafen, könnt ihr ja Schülern auf einem Gebiet, welches euch liegt, weiterhelfen. Seien es nun Fremdsprachen, Biologie oder Deutsch – Wenn ihr in einem bestimmten Fach wirklich Ahnung habt, findet ihr hier sicherlich Möglichkeiten, diese weiterzugeben.

Findet Jobs als Nachhilfelehrer

Falls bei unseren Ideen nicht genug Inspiration für euch dabei war: Macht euch einfach selbst auf die Suche nach einem passenden Nebenjob für Mamas. Egal, was ihr sucht: Auf den meisten Job-Portalen finden sich unzählige Berufsfelder mit und ohne Ausbildung, mit und ohne Erfahrung, von Zuhause, in einem Unternehmen, etc. Ihr werdet sicher fündig!

Frau mit Baby neben sich arrbeitet am Laptop

Arbeiten in Teilzeit

  • Arbeiten in eurem eigenen Beruf
    Wenn ihr in eurem eigenen Beruf nicht „einrosten“ wollt oder einfach Spaß daran habt, bietet sich eine Beschäftigung in eurem vorherigen Beschäftigungsfeld natürlich bestens. Wie oben beschrieben könnt ihr natürlich bei eurem alten Arbeitgeber anfragen, ob ihr mit bis zu 30 Stunden wieder einsteigen dürft. Was für den Arbeitgeber meist nur ein kleiner Einstieg ist, kann euch helfen, langsam wieder einzusteigen. Im zweiten Elternzeit-Jahr beispielsweise auf 10 Stunden-Basis, im dritten dann auf 20 – 30 Stunden, bevor ihr dann wieder in Vollzeit arbeitet. Neben einem eher gemütlichen Einstieg für euch, bietet sich so auch die Möglichkeit, eure Kinder daran zu gewöhnen, dass ihr irgendwann möglicherweise den ganzen Tag außer Haus seid und auf die KiTa oder eine andere Betreuung nicht verzichtet werden kann. So stehen die Kleinen nicht irgendwann vor der Tatsache, das Mama plötzlich nicht mehr immer da ist – und sind bestenfalls bereits daran gewöhnt, den Tag über im Kindergarten zu verbringen.

Arbeiten in der Elternzeit?

Vor allem für frischgebackene Mamas ist in der Frage „Sollte ich während der Elternzeit nebenbei arbeiten? aber vermutlich eines entscheidend: Das Thema Geld. Was aber auch immer eure Gründe sein mögen: Wir möchten euch heute ein wenig Inspiration bieten und aufzeigen, welche Möglichkeiten ihr habt, ein paar Stunden in der Woche nebenbei zu arbeiten und so eure Haushaltskasse ein wenig aufzufüllen.

Wie viel darf ich während der Elternzeit arbeiten?

Direkt zu Anfang sollte gesagt sein, dass ihr, während ihr Elternzeit nehmt, nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten dürft. Diese Höchstrenze gilt für jede Art der Beschäftigung; sei es in eurem eigentlichen Beruf oder in einer Nebenbeschäftigung, wie zum Beispiel einem 450-Euro-Job oder einer bezahlten Heimarbeit – und auch für ein eventuelles zweites und drittes Jahr Elternzeit, in denen ihr kein Elterngeld mehr bekommt. Beachtet aber bitte unbedingt, dass ihr jede Beschäftigung, die nicht bei eurem Arbeitgeber stattfindet, 4 Wochen vorher bei diesem anmelden müsst. In diesen 4 Wochen kann euer Arbeitgeber die Zustimmung jederzeit verweigern. Sollte er sich innerhalb dieser vier Wochen jedoch gar nicht äußern, so gilt dies als Zustimmung zu eurem Nebenverdienst während der Elternzeit. Auch bei eurer Elterngeldstelle müsst ihr eure Beschäftigung angeben.

Mama mit Kind am Laptop

Wird mein Nebenverdienst auf mein Elterngeld angerechnet?

Die kurze, schmerzlose Antwort: Ja. Alles, was ihr im ersten Jahr eurer Elternzeit verdient, wird auf das Elterngeld angerechnet. Ein Nebenjob lohnt sich – wenn man nur das Geld betrachtet – also nicht immer. Eine pauschale Aussage darüber kann aber nicht getroffen werden. Denn schon allein bei der Berechnung des Elterngeldes kommt es ganz auf das an, was ihr im Jahr vor der Geburt verdient habt.  Hier lohnt es sich also, vorher auszurechnen, ob sich der Nebenjob wirklich für euch rechnet. Das könnt ihr zum Beispiel mit dem Elterngeldrechner des Familienportals des Bundesfamilienministeriums tun. Wir haben mal ein paar kleinere Beispielrechnungen auf der Basis eines 450€-Jobs für euch gemacht, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie viel des dazuverdienten Geldes angerechnet wird und wie viel ihr am Ende raus habt. Diese Berechnungen sind natürlich nur Richtwerte – Jeder Einzelfall wird anders berechnet und behandelt.

Netto Einkommen vor Geburt / Monat Resultierendes Netto-Elterngeld Netto Einkommen Elternzeit / Monat Resultierendes Netto-Elterngeld Tatsächliches Plus nach Anrechnung
2.500 € 1.570,84 € 450 € 1.332,50 € 211,66 €
1.200 € 748,17 € 450 € 502,50 € 204,33 €
750 € 557,34 € 450 € 300,00 € 192,66 €
450 € 361,54 € 450 € 300,00 €  388,46 €

Ihr seht also,  es ist schwer, pauschal zu sagen, wer von einer Nebenbeschäftigung während des Elterngeldbezugs am meisten profitiert. Egal, ob ihr 450€ oder mehr oder weniger verdienen wollt und egal, wie viel ihr vorher verdient habt: Wenn das Geld der Haupt-Punkt ist, der euch wieder arbeiten lässt, rechnet es vorher genau durch. Auf der Seite des Familienportals gibt es auch einen ausführlicheren Elterngeld-Rechner. Dieser beachtet bei der ungefähren Berechnung unter anderem auch eure Familienkonstellation, Mutterschaftsleistungen, Elterngeld Plus, oder den Partnerschaftsbonus. Falls ihr euch noch weiter in das Thema Elterngeld einlesen möchtet, dann schaut gern in unseren Ratgeber zum Thema Elterngeld für Väter vorbei – dort wird das ganze Thema nochmal tiefergehend behandelt.

 


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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