Baby am Laptop

Karriere und Kind? – Möglichkeiten und Tipps

Wie bekommt man Karriere und Kind unter einen Hut? Den perfekten Zeitpunkt zum Kinder bekommen gibt es für die Frau eigentlich nicht. Entweder ist man gerade in der Berufsausbildung, nachdem man sich vielleicht 13 Jahre lang durch die Schule gequält hat, oder man ist bereits im Studium. Die Schule, die Ausbildung oder das Studium zu unterbrechen wäre nicht sehr sinnvoll. Nach dem Studium oder der Berufsausbildung ist es sinnvoll zumindest 1- 2 Jahre in dem erlernten Beruf gearbeitet zu haben. Vielleicht wäre nach dieser Zeit der perfekte Zeitpunkt sich eine „kleine Auszeit“ zu nehmen und ein oder zwei Jahre für das Kind zu Hause zu bleiben. Leider kann es passieren, dass man dadurch seine Position in der Firma leichter riskiert oder sich Aufstiegschancen verbaut. Also wann ist dann nun der perfekte Zeitpunkt, und wann das perfekte Alter?

working mum

Die Frage mit dem Alter

Welches Alter zur Kategorie „junge Mutter“ gehört, ist vor allem auch in vielen Bundesländern anders. Hier gibt es einfach keine „offizielle Definition“. Denkt einfach daran, ihr seid so alt, wie ihr euch fühlt.

Wenn man nach dem Abitur eine Berufsausbildung absolviert, ist man grob geschätzt ca. 21-22 Jahre alt. Berechnet man noch 1- 2 Jahre Berufserfahrung dazu, wäre man im Alter von 23-24 Jahren. Eigentlich das perfekte Alter, um sich in der Karriere vorwärts zu bringen.

Studium

Absolviert man nach dem Abitur ein Studium, kann man je nach Anzahl der Semester bereits mit dem Bachelorabschluss um die 23- 24 Jahre alt sein. Aber was ist mit dem Masterabschluss? Gut, den machen wir also auch noch, die perfekte Weiterbildung für das perfekte Berufsumfeld. Mit ca. 26 Jahren fangen wir also an, Berufserfahrung zu sammeln.

Ausbildung

Natürlich macht nicht jeder ein Abitur, viele machen auch direkt nach dem gewünschten Schulabschluss eine Ausbildung oder starten direkt im Berufsleben durch. Dadurch haben sie natürlich schon im geringeren Alter viel Berufserfahrung. Wenn man nun mit z.B. 19 Jahren bereits eine Ausbildung absolviert hat, ist man mit 23 Jahren sehr Berufserfahren – zählt aber trotzdem zu der „jungen Mami Generation“.

Fazit

Es gibt einfach keinen Standardweg: Schule – Abitur – Studium oder Schule – Abitur – Ausbildung. Viele entscheiden sich auch dagegen, ein Abitur zu machen. Oder vielleicht entscheidet man sich auch für 1 oder 2 Auslandssemester? Vielleicht nimmt man sich auch ein Jahr Auszeit oder macht ein Au Pair Jahr im Ausland? Jeder Lebenslauf ist individuell!

Einige wollen erst reisen und die Welt entdecken und denken, dass ein Kind sie vielleicht daran hindern würde. Oder sie wollen sich in gewissen Dingen einfach nicht einschränken. Andere denken, um so jünger sie selber Eltern werden, um so mehr erleben sie noch mit ihren Kindern und sind fit genug, auch ihre Enkel mitzuerleben. Das ist eine Meinungsfrage.

Vergesst einfach euer Alter, je nachdem woher ihr kommt, gibt es sowieso verschiedene „Standards“. Das Alter  ist vollkommen uninteressant! Lasst euch von niemanden sagen, ihr seid zu jung, zu alt, der Zeitpunkt wäre schlecht, weil ihr entweder in der Ausbildung, Studium oder beim Erfahrung sammeln seid.

Immer dieses blöde Geld

Neben den Problemen des Alters taucht auch die finanzielle Frage auf. Können wir uns eigentlich ein Kind leisten? Oder zwei? Wenn die Frau zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert, fällt zumindest ein Teil ihres Gehaltes weg. Und alleine die Anschaffung der Erstausstattung ist sehr teuer. Natürlich gibt es auch hier Tipps und Tricks, um dem entgegenzuwirken, aber dies schränkt die Kosten lediglich ein. Natürlich bekommt ihr auch staatliche Unterstützung in vielen verschiedenen Formen. Eine Form davon ist das Elterngeld. Solltet ihr mehr über die finanzielle Unterstützung erfahren wollen, schaut doch einfach in unserem Ratgeber nach.

In der heutigen Zeit werden eigentlich größtenteils beide Gehälter benötigt, um einen guten Lebensstandard zu haben.

Der richtige Partner

Und noch ein weiteres Problem. Früher war der gesellschaftliche Standard ganz einfach: Kennenlernen, heiraten, Kinder bekommen. In der heutigen Zeit ist das jedoch ganz anders. Viele Partner, die Kinder haben, heiraten überhaupt nicht mehr und viele verheiratete Paare wollen einfach überhaupt keine Kinder.

Aber um eine Familie zu gründen benötigt man einfach den richtigen Partner. Am besten jemanden, der die gleiche Anzahl von Kindern, in dem selben zeitlichen Abstand mit der gleichen Vorstellung von Erziehung möchte. Ist das überhaupt möglich?

Die „richtige“ Anzahl von Kindern

Nachdem man vielleicht für sich das richtige Alter gefunden hat oder sein Kind auch einfach eine kleine Überraschung ist, man die Geldfrage überwunden hat und siehe da sogar den passenden Partner mit ähnlichen Vorstellungen hat, kommt die nächste Frage: Wie viele Kinder sind denn „die richtige Anzahl“? Natürlich gibt es keine richtige Antwort auf diese Frage, denn das muss jeder für sich selbst wissen! Aber doch richtet man sich nach gesellschaftlichen Standards. „Ein Kind ist Ego – fünf sind Asi“, so der Spruch.  Einen, den ihr ganz schnell wieder vergessen solltet! Die richtige Anzahl von Kindern existiert nämlich nicht! Ihr entscheidet für euch, womit ihr euch wohl fühlt, und was eure Vorstellungen sind. Niemand anderes kann das für euch entscheiden.

Und jetzt? Wohin mit den Kindern?

Jetzt ist man am arbeiten, vielleicht mitten in der Berufsausbildung, oder im Studium und bekommt ein Kind. Und jetzt? Wer kümmert sich um das Kind und wer wird euch unterstützen?

Erstmal die Ruhe bewahren! Ihr seid mit euren Ängsten nicht alleine und eigentlich findet sich für alles eine Lösung. Es gilt die Devise : „Nur wer spricht, dem kann geholfen werden

Fragt euch doch erst einmal, ob ihr überhaupt in den ersten Jahren weiter arbeiten wollt. Um die Zeit mit eurem Kind gut nutzen zu können, gibt es nämlich 1 – 3 Jahre Elternzeit. In dieser Zeit könnt ihr alles miterleben und euer Kind wachsen sehen. Arbeiten kann man noch ein ganzes Leben lang, aber unsere Kinder sind nur einmal so klein.

Solltet ihr dennoch arbeiten gehen wollen, ist es oftmals eine reine Organisationssache, und ihr werdet merken, dass ihr von vielen Seiten Unterstützung bekommt.

 

  •  Oma und Opa helfen aus
    Ihr steht nicht alleine da! Sollte euer Partner den Tag über selbst arbeiten oder solltet ihr alleinerziehend sein, heißt es trotzdem nicht, dass ihr euch alleine um das Kind kümmern müsst. Wie seid ihr aufgewachsen? Eure Eltern helfen euch bestimmt gerne aus, egal, ob bei kurzfristigen Aktivitäten oder bei regelmäßiger Betreuung. Das Kind wächst im Umfeld der Familie mit viel Liebe und Fürsorge auf. Mehr kann man sich für das eigene Kind doch eigentlich gar nicht wünschen. Außerdem könnt ihr mit euren Eltern leichter eure eigenen Erziehungsvorstellungen umsetzen. Für das Gewissen ist es ebenfalls leichter, euer Kind nicht bei „Fremden“ zu lassen. Gerne schicken euch eure Eltern bestimmt Bilder von euren Sprösslingen über den Tag verteilt, so seid ihr immer auf dem aktuellen Stand. Großeltern können sogar anstelle der Eltern „Elternurlaub“ beantragen. Informiert euch einfach!

 

  • Eine Tagesmutti unterstützt gerne
    Sind eure eigenen Eltern vielleicht selber voll berufstätig oder wohnen einfach zu weit weg, gibt es in eurer Umgebung sicherlich viele zuverlässige Tagesmütter. Auch Alleinerziehende müssen sich nicht sorgen, Tagesmütter werden, falls wirklich erforderlich, auch vom Staat unterstützt und euch fallen keine oder kaum Kosten an, sodass ihr weiter arbeiten bzw. eure Ausbildung oder das Studium beenden könnt.

 

  • Kitas nehmen Kinder teilweise schon ab dem Alter von 3 Monaten auf
    Neben Tagesmüttern gibt es auch Kitas. Kinder gehen immer früher in die Kita und so gibt es auch dort Platz für die ganz Kleinen. Informiert euch, welche Kita bei euch in der Region Säuglinge aufnimmt.

 

  • Schließt euch mit anderen Mamis zusammen
    Sprecht einfach mal mit anderen Mamis in eurer Region. Ihr seid nicht die Einzigen mit solchen Problemen und Mamis können sich untereinander super unterstützen. Vielleicht arbeitet ihr beide nur halbtags, aber zu unterschiedlichen Uhrzeiten? Ihr könnten z.B. gegenseitig auf die Kinder aufpassen und habt gleichzeitig einen Spielgefährten für euer Kind.

 

  • Vaterschaftsurlaub?
    Ihr seid gerade in der Ausbildung, im Studium oder steht kurz vor einer Beförderung? Wieso bleibt Papa nicht zu Hause bei dem Kind und kümmert sich? Setzt euch mit eurem Partner zusammen und besprecht das ganze, denn auch der Vaterschaftsurlaub gehört zur Normalität. Ebenso gibt es das Elterngeld für Väter, die zu Hause bleiben. Informiert euch in unserem Ratgeberartikel zum Elterngeld für Väter.

 

  • Ändert das Arbeitsverhältnis
    Auch mit Kind oder Kinderwunsch stehen euch sehr viele Möglichkeiten offen. Ändert vielleicht einfach das Arbeitsverhältnis und übt einen Halbstagsjob aus. Sogar in der Ausbildung ist dies möglich. Es gibt nämlich eine so genannte „Mutterausbildung„. Diese dauert etwas länger als eine normale Berufsausbildung, ermöglicht euch aber mehr Zeit für euer Kind zu haben.

 

  • Arbeitet von zu Hause aus
    Natürlich ist dies nicht in jedem Beruf möglich, aber eine Überlegung wert. Vielleicht könnt ihr einen Teil eurer Arbeit ja mit nach Hause nehmen, oder von dort aus vor arbeiten? In vielen Bürojobs ist dies bereits möglich, sprecht einfach mit eurem Chef!

 

  • Universitäten haben oftmals integrierte Kitas
    Ihr merkt ihr seid nicht alleine. Viele Universitäten haben bereits integrierte Kitas und Kinderbetreuung. So könnt ihr euer Kind nah bei euch haben und trotzdem studieren – und zwar nach eurem ganz eigenem Zeitplan.

 

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Habe ich überhaupt genug Zeit für mein Kind?

Viele Mütter, die arbeiten, haben Angst, nicht genügend Zeit für ihr Kind zu haben und zu viel zu verpassen. Haltet euch dabei aber bitte zwei Dinge vor Augen: „Die Qualität zählt und nicht die Quantität“ und ganz einfach „man kann nicht alles haben“.

 

Macht euch Gedanken

Bis euer Kind in euren Armen liegt, habt ihr genug Zeit, euch Gedanken zu machen, ob ihr in Elternzeit gehen möchtet oder nicht. Die Elternzeit könnt ihr ganz nach euren Wünschen formen und nehmen. Manche Mamis wollen 3 Jahre zu Hause bleiben, einigen reicht es, wenn sie 1 Jahr daheim bleiben – es liegt ganz an euch.

 

Die Qualität zählt und nicht die Quantität

Es ist viel wichtiger, wie ihr die Zeit mit euren Kindern verbringt, als wie viel. Eigentlich hat euer Kind viel mehr von euch, wenn ihr mittags oder abends von der Arbeit kommt, mit ihm zusammen esst und euch hinsetzt, etwas spielt und unterhaltet, als wenn ihr den ganzen Tag zu Hause seid, aber durch viele Probleme oder viel Stress vielleicht gar keinen Kopf habt, euch so intensiv mit eurem Kind zu beschäftigen. Ihr müsst außerdem etwas für euer geistiges Wohlbefinden tun, euren Kopf fördern und euch beschäftigen.

Aber denkt einfach daran, dass euer Kind die Zeit mit euch viel mehr genießen kann, wenn ihr die Zeit auch gut nutzt. Wenn ihr den Tag über arbeiten seid, ist das gar kein Problem. Ihr werdet auch, wenn ihr zu Hause bleibt, eurem Kind nicht pausenlos die Aufmerksam schenken können, denn der Haushalt und andere Dinge wollen auch gemacht werden.

 

Man kann nicht alles haben

Manchmal hilft es außerdem, wenn man sich vor Augen hält, dass man gewisse Dinge einfach nicht ändern kann. Ihr wollt am liebsten jede Minute mit eurem Kind verbringen und nichts verpassen. Diese Zeit wollt ihr gleichzeitig sinnvoll nutzen und euch intensiv mit ihm beschäftigen. Natürlich wollt ihr ihm auch eine super Zukunft aufbauen und ihm ein gutes Vorbild sein. Ihr wollt ihm vorleben, dass Arbeit und Schule wichtig sind, und ihr wollt nicht immer „nein“ sagen müssen, wenn euer Liebling etwas haben möchte, weil ihr es euch vielleicht nicht leisten könnt.

Bleibt ihr zu Hause, könnt ihr viele dieser Dinge ermöglichen – aber eben nicht alle. Es ist dabei unvermeidlich, dass vielleicht etwas weniger Geld vorhanden sein wird.

Geht ihr arbeiten, könnt ihr ebenfalls viele dieser Dinge ermöglichen – aber wiederum eben nicht alle! Es ist hierbei unvermeidlich, dass ihr etwas weniger Zeit für euer Kind haben werdet.

Bei diesen Entscheidungen – arbeiten gehen oder zu Hause bleiben – gibt es kein richtig oder falsch. Ihr entscheidet, was für euch der beste Weg ist! Macht euch also keine Sorgen, eine „Rabenmutter“ zu sein, wenn ihr arbeiten geht. Macht euch auch keine Sorgen ein „schlechtes Vorbild“ zu sein, wenn ihr zu Hause bleibt. Nichts davon trifft zu.

Jeder Augenblick eures Kindes ist wichtig, das steht außer Frage. Je nachdem wie alt euer Kind ist, bewegen euch unterschiedliche Dinge dazu, zu Hause zu bleiben oder arbeiten zu gehen. Bei Säuglingen habt ihr z.B. keine „Vorbildfunktion“ in dem Sinne, dass es wichtig ist, vorzuleben, dass Arbeit und Schule wichtig ist. Ihr müsst eure Entscheidung eurer Lebenssituation anpassen. Vielleicht hilft es euch, euch mit Mamis in ähnlichen Situationen auszutauschen. Hört euch ihre Beweggründe an, zu Hause zu bleiben oder doch wieder arbeiten zu gehen. Das wird euch unterstützen.

Den richtigen Zeitpunkt gibt es niemals!

Ihr merkt, dass jeder Standpunkt, dass jedes Alter, jede Karrierestufe ihre Vor- und Nachteile hat. Es gibt daher nicht das perfekte „jetzt“. Lasst euch von eurem Bauchgefühl leiten. Sucht euch Unterstützung und Hilfe, in jeder Situation gibt es eine Lösung und den richten Weg. Habt keine Angst und genießt einfach das Eltern sein. Alles andere wird sich fügen. Und wie ihr seht, auch Karriere und Kinder bekommt man immer unter einen Hut.

 


Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.


Josephine

28.07.2017, 12:09

Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und ich bin momentan noch Vollzeit Zuhause. Er kommt mit 1 Jahr und 2 Monaten in die Krippe oder zur Tagesmutter (haben noch keine Zusage) und ich gehe dann Teilzeit arbeiten. 1. Weil es für uns finanziell besser ist. 2. Weil ich gerne arbeiten gehe und 3. Ich es gut finde,dass mein Sohn früh kontakt mit anderen Kindern hat und auch in einem anderen Umfeld erzogen wird. Ich finde jeder sollte dies selber entscheiden und sich bloß nichts von anderen Einreden lassen.

    Carina

    29.07.2017, 20:44

    Da stimmem wir dir wirklich zu ! 🙂 Egal ob man zu Hause bleibt, nur eine Zeit lang zuhause bleibt oder direkt wieder arbeiten geht. Ich finde Mama und Kind müssen sich damit wohl fühlen es gibt mehr als einen Weg zum richtigen Ziel 🙂

KatWi84

10.08.2017, 13:49

Mein großer ist mit 14 Monaten in die Krippe gekommen, es war für mich schwerer als für Ihn. Es hat Ihm definitiv nicht geschadet, er hat schnell sprechen gelernt und es war auch sehr gut für seine Sozialkompetenz . Unser Kleiner muss wohl noch etwas früher in die Krippe, etwa mit 12 Monaten, da ich dann auch wider arbeiten gehe, genau wie beim großen.

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