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Erbrechen bei Babys

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Wenn Babys erbrechen, muss man nicht immer vom Schlimmsten ausgehen. Auch wenn mir persönlich in so einer Situation immer das Herz in die Hose gerutscht ist, da es immer furchtbar ist, seinen kleinen Schatz so leiden zu sehen. Wir erklären Dir, worauf Du achten solltest, wie Du Deinem Baby am besten helfen kannst und wann Du dann aber dringend einen Arzt aufsuchen solltest.

Warum erbrechen sich Babys?

Krankes Baby liegt auf dem Bett nachdem es Milch ausgespuckt hat

Der Magen von Babys und Kleinkindern ist noch wesentlich empfindlicher als der von uns Erwachsenen. Hauptsächlich dient das Erbrechen als Schutzmechanismus, um den kleinen Körper vor Viren und Bakterien zu schützen.

In den ersten Lebensmonaten eines Babys ist es ganz normal, dass nach dem Stillen oder nach dem Fläschchen geben, kleinere Milchmengen wieder ausgespuckt werden – dies gilt nicht als Erbrechen. Die Klappe am Mageneingang, welchen den Mageninhalt von der Speiseröhre abtrennt, ist bei ganz Kleinen einfach noch nicht vollständig entwickelt.

Im Normalfall ist das Erbrochene klar oder gelb bis leicht bräunlich gefärbt. Wenn es allerdings grünlich bis rötlich ist, solltest Du unbedingt auf evtl. weitere Symptome achten.

Welche möglichen Ursachen gibt es?

Schreiendes Neugeborenes auf dem Arm seiner Mutter

Magen-Darm-Infekt (meist einhergehend mit Durchfall)
Schlechte/verdorbene Lebensmittel
Getränke waren zu sehr gekühlt
Verschlucken von Gegenständen oder gefährlichen/giftigen Subtanzen
Manche Medikamente

In manchen Fällen kann Erbrechen jedoch auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. Diese Erkrankungen können beispielsweise sein:

Darmverschluss (Erbrochene meist grünlich)
Blinddarmentzündung (starke Schmerzen im Unterbauch)
Magen,- oder Darmentzündungen (Erbrochene ist teils blutig)

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

In der Regel ist das Erbrechen bei Babys ungefährlich und nur von kurzer Dauer. Solltest Du aber ein ungutes Gefühl haben, kontaktiere lieber Euren Kinderarzt.

In einigen Fällen raten wir Dir jedoch Dein Baby umgehend ärztlich untersuchen zu lassen:

Erbrechen tritt in Kombination mit Durchfall auf
Das Erbrochene ist grünlich eingefärbt
Das Erbrochene ist blutig
Der Säugling erbricht sich oft und das über einen Zeitraum von mehrere Stunden
Es tritt nebenbei noch Fieber auf
Dein Baby verweigert Flüssigkeitszufuhr
Dein Baby ist im Vorfeld gestürzt
Dein Baby hat augenscheinlich starke Bauchschmerzen

Wie kannst Du Deinem Baby am besten helfen?

Oberste Priorität hat, dass Dein Baby so viel Flüssigkeit zu sich nimmt wie es geht, damit es nicht zu sehr austrocknet. In den ersten Stunden ist es von Vorteil, wenn es nur schluckweise trinkt und dies über einen längeren Zeitraum, damit der kleine Magen nicht zu sehr beansprucht wird. Vorzugsweise solltest Du Deinem Baby Muttermilch (wenn Du stillst), Wasser und/oder Teesorten wie Pfefferminz, Fenchel oder Kamille geben.

Wie halte ich mein Baby richtig, wenn es sich übergibt?

Du solltest unbedingt darauf achten, dein Baby aufrecht zu halten während es sich erbricht. So wird verhindert, dass das Erbrochene zurück in die Speise,- bzw. Luftröhre gelangt und dein Baby keine Luft mehr bekommt. Halte es nah bei Dir und beruhige es durch Deine Stimme und Deine Nähe.

Was deutet darauf hin, dass meinem Baby Flüssigkeit fehlt?

Baby trinkt Tee aus einer Flasche

Gerade bei Säuglingen kann ein Flüssigkeitsverlust schnell sehr gefährlich werden. Achte beim Erbrechen daher unbedingt darauf wie oft Dein Baby uriniert. Wenn dies auffällig wenig ist (die Windel also auch nach längerer Zeit noch leer ist), deutet vieles darauf hin, dass Deinem Baby Flüssigkeit fehlt. Ein weiteres Zeichen von Flüssigkeitsmangel ist beispielsweise, wenn Dein Baby weint, jedoch keine Tränen zu sehen sind. Außerdem atmen diese Kinder oft tief durch den Mund ein.

Achte bei Säuglingen auch unbedingt auf die Fontanelle (die weiche Stelle zwischen den Schädelknochen auf dem Kopf). Diese sollte keinesfalls zu sehr eingesunken sein!

Wichtig ist natürlich auch auf den Allgemeinzustand zu achten. Wirkt dein Baby teilnahmslos oder ungewöhnlich ruhig? Ist es reizbar oder kannst Du es nicht trösten bzw. beruhigen, egal was Du tust?

Achte hier auch wie immer unbedingt auf dein Bauchgefühl und gehe lieber einmal mehr zum Arzt bzw. hole Dir Rat bei Eurem Kinderarzt.

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Lili

Hey, ich bin Lili und ab sofort auch im Team meinbaby123 ❤️ Als Mama von Zwillingsjungs bin ich immer auf der Suche nach spannenden Themen und tollen Tipps, gerade was das Thema "Zwillinge" angeht.

Kaddarina

15.06.2022, 06:35

Ein toll aufgearbeiteter Artikel – danke!

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