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Hand-Fuß-Mund – Was musst du wissen und beachten?

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Hat dein Kind plötzlich Ausschlag und Bläschen an den Händen, Füßen und dem Mund? Dann aufgepasst! Ursache dafür ist mit recht hoher Wahrscheinlichkeit die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wir sagen dir, was genau das ist und wie du dich verhalten solltest, wenn es euch erwischt.

Hände mit Ausschlag der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit, kurz HFMK, handelt es sich um einen Virusinfekt, der kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Ausschlag verursacht. Wie der Name bereits sagt, treten diese Bläschen überwiegend an den Händen, Füßen und dem Mund auf. Coxsackie-A-Viren sind die häufigste Ursache für Hand-Fuß-Mund.

Wie verbreitet ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Hand-Fuß-Mund ist weltweit sehr verbreitet und obwohl die Erkrankung vorwiegend Kinder betrifft, können auch Erwachsene daran erkranken. Es gibt keine klassische Saison für die Krankheit und sie tritt das ganze Jahr über auf, jedoch kann im Spätsommer und Herbst ein Anstieg der Fallzahlen beobachtet werden. Vermutlich begünstigt warme und feuchte Witterung die Ansteckung.

Wie lang ist die Inkubationszeit?

Durchschnittlich beträgt die Ansteckungszeit 3 bis 10 Tage. Es gibt aber auch Ausreißer, die bereits einen Tag nach Ansteckung Symptome zeigen oder sogar einen Monat brauchen, um Symptome zu entwickeln.

 

Welche Symptome verursacht die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Während einer Infektion mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit fühlen sich die kleinen Patienten in der Regel schlapp, appetitlos und haben ggf. Fieber. Außerdem können Halsschmerzen auftreten, was dir dein älteres Kind eventuell auch bereits mitteilen kann.

Meist kannst du nach ein bis zwei Tagen die typischen Symptome in Form der ersten Bläschen an den Händen und Füßen sowie am und im Mund feststellen. Im Mund können die Zunge, der Gaumen und die Schleimhäute betroffen sein. Manche Kinder leiden außerdem unter Ausschlag am Gesäß, im Genitalbereich, an den Knien oder den Ellenbogen.

Der Ausschlag und die schmerzhaften Bläschen können besonders im empfindlichen Mundbereich zu großem Unwohlsein führen. Auch wenn HFMK sehr unangenehm und schmerzhaft sein kann, verläuft die Erkrankung meist ungefährlich.

In seltenen Fällen kann es zu schweren Verläufen kommen, bei denen sich das Virus im zentralen Nervensystem ausbreitet. Mögliche schwere Komplikationen sind dann eine virale Hirnhaut- oder Gehirnentzündung, bei der es zu Verwirrtheit und Krampfanfällen bis zum Koma kommen kann. Auch das Rückenmark kann betroffen sein, was zu Lähmungserscheinungen führen kann.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostiziert?

Aufgrund der eindeutigen Symptome kann der Kinderarzt meist eine sichere klinische Diagnose stellen, wodurch keine weiteren Laboruntersuchungen nötig sind. Im Labor kann das Virus am besten über Stuhlproben, Bläscheninhalt oder einen Rachenabstrich nachgewiesen werden.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit behandelt?

Kind mit Ausschlag durch Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Leider gibt es derzeit keine Medikamente zur gezielten Behandlung der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Du kannst lediglich die Symptome behandeln und deinem Kind so etwas Linderung verschaffen. Erkrankte Kinder sollten auf jeden Fall viel trinken. Kühles Wasser oder kühle, milde Speisen können die Schmerzen im Mund etwas lindern.

Wenn dein Kind fiebert oder sehr unter den Schmerzen leidet, kannst du ihm entsprechende Medikamente geben. Meist heilt die Krankheit auch ohne ärztliche Behandlung innerhalb weniger Tag aus. Sollte dein Kind sich jedoch sehr unwohl fühlen oder Zeichen eines schweren Verlaufs zeigen, stellst du es besser beim Kinderarzt vor.

Ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ansteckend?

Bei Hand-Fuß-Mund handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Betroffen sind überwiegend Kinder.

Wie lange ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ansteckend?

Die größte Ansteckungsfähigkeit liegt in der Regel in der ersten Woche des Krankheitsverlaufs vor. Die Viren können jedoch auch nach Abklingen der Symptome noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden. Es ist also wichtig auf eine gründliche Handhygiene z.B. nach dem Wickeln zu achten.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen?

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, aber auch per Schmierinfektion über kontaminierte Flächen und Gegenstände.

Körperflüssigkeiten wie Speichel, Nasen- und Rachensekret und besonders die Flüssigkeit innerhalb der Bläschen oder auch Stuhlgang übertragen den Erreger bei Kontakt. Gerade in den ersten Tagen der Infektion ist aufgrund der hohen Viruslast auch eine Tröpfcheninfektion möglich.

Da Babys und Kleinkinder Gegenstände oft mit dem Mund erkunden, an ihren Händen lutschen, sich ins Gesicht fassen etc. ist hier eine Übertragung durch Gegenstände besonders leicht.

Aufgrund des engen Kontakts zu ihren Kindern, können sich Eltern recht schnell anstecken, müssen dabei aber nicht zwangsläufig auch Symptome entwickeln. Übertragen können sie die Hand-Fuß-Mund-Krankheit aber dennoch.

Für wen ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gefährlich?

Der Verlauf der Erkrankung ist meist harmlos, kann aber bei Neugeborenen und immungeschwächten Personen schwerer sein.

Schwangere Frauen sollten um den Entbindungstermin herum besonders Acht geben, sich nicht mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu infizieren, um eine Infektion des Babys während der Geburt zu vermeiden.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Spielzeug wird gereinigt

Wie bei vielen Viren, ist der sicherste Schutz gegen HFMK eine gründliche Hygiene, insbesondere gründliches Händewaschen. Das gilt vor allem nach dem Wickeln oder den Toilettengängen und nach Kontakt mit der Flüssigkeit innerhalb der Bläschen.

Beachte unbedingt, dass das Virus auch Wochen nach der Erkrankung noch über den Stuhl ausgeschieden werden kann. Eltern von Säuglingen sollten ohnehin immer auf eine gute Händehygiene achten.

Da kontaminierte Spielzeuge und Oberflächen ebenfalls eine Ansteckungsquelle darstellen, solltest du auch hier im Fall einer Infektion mit der Hand-Fuß-und Krankheit auf gründliche Hygiene achten.

Das Offensichtlichste soll dennoch nicht unerwähnt bleiben: Vermeide unbedingt direkten Kontakt zu infizierten Personen! Auch bei deren engen Kontaktpersonen solltest du Vorsicht walten lassen, da sie symptomlose Überträger des Virus sein können.

Abgrenzung zur Maul- und Klauenseuche

HFMK wird teilweise auch als falsche Maul- und Klauenseuche bezeichnet. Mit der echten Maul- und Klauenseuche, die bei Rindern, Schafen und Schweinen auftritt, hat die Krankheit aber nichts zu tun. Die beiden Krankheiten werden durch unterschiedliche Erreger verursacht. Außerdem wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen.

Meine Erfahrungen und Tipps für dich

HFMK gehört zu diesen fiesen Kinderkrankheiten, von denen man sich wirklich wünscht sie nur einmal zu bekommen. Das ist zumindest bei uns der Fall. HFMK-Meldungen in der KiTa verursachen bei uns immer leichten Angstschweiß.

Unseren Sohn hat es dabei sogar nur recht harmlos erwischt. Zunächst fielen mir eher zufällig die vielen kleinen roten Pünktchen an seinen Füßen auf. Das hätten anfangs tatsächlich auch Hitzepickelchen sein können. Bei genauerer Betrachtung konnten wir dann auch an den Händen ein paar Punkte ausmachen. Er war soweit aber gut drauf. Am nächsten Tag wollte er nicht mehr so richtig essen und trinken. Beim Kinderarzt wurde dann festgestellt, dass er genau eine etwas größere Blase im Mund hatte. Das reichte für die Diagnose HFMK bereits aus.

Beim Kind hatten wir wirklich einen recht milden Verlauf. Die Stelle im Mund tat ihm natürlich weh, aber mit kalten Speisen und Getränken ließ es sich für ihn anscheinend gut aushalten. Äußerlich hat man ihm auch kaum etwas angesehen. Dafür musste man schon die Hände und Füße genauer untersuchen. Der Mund war äußerlich komplett unbefallen.

Mehr zu leiden hatte tatsächlich ich. Mir wurde noch gesagt, dass Erwachsene sich eigentlich nicht mit Symptomen anstecken. Das kann ich so definitiv nicht bestätigen! Ich hatte ein paar kleine Blasen an den Händen und Füßen, was besonders beim Laufen unangenehm sein konnte. Je nachdem wie ich aufgetreten bin, fühlte es sich wie Nadelstiche an.

So richtig unangenehm und schmerzhaft wurde es im Mund. Die Bläschen verteilten sich durch den kompletten Mundraum bis in den Rachen. An feste Speisen war gar nicht zu denken und selbst eiskalter Joghurt oder Eis waren noch sehr schmerzhaft. Der Spuk hielt einige Tage an, bevor die Schmerzen endlich nachließen.

Aus leidvoller Erfahrung am eigenen Leib ist mein Appell an dich: Falls dein Kind HFMK hat und dich mit Essensverweigerung und übelster Laune beglückt, sieh es ihm nach! Diese Krankheit kann wirklich unheimlich fies und unangenehm sein! Ein kleiner Waschzwang kann während der akuten Phase und in den Wochen danach (zumindest beim Wickeln) auch nicht unbedingt schaden. Ein krankes Familienmitglied reicht völlig, man muss das nicht unbedingt verteilen.


Katharina

Ich heiße Katharina und bin seit 2017 stolze Mama einer sehr agilen, kleinen Quasselstrippe. Still sitzen oder still sein? Fehlanzeige! Der kleine Mann hat unser Leben komplett auf den Kopf gestellt und bereichert es Tag für Tag. Ich freue mich dich mit Tipps und Tricks durch die aufregende Zeit von Schwangerschaft bis Kleinkindalter zu begleiten.

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