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7 Tipps für tolle Babyfotos – mit tollen Ideen für Zuhause

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Fotografen sind teuer. Richtig gute Fotografen sind meist sogar richtig teuer.

Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, selber ein Fotoshooting zu inszenieren, weiß auch wieso. Die richtige Ausstattung, eine schöne Deko, alles besorgen, herrichten und vor allem die Auswahl der Fotos und die Bearbeitung nach dem Shooting sind sehr aufwendig.

Leider hat nicht jede Familie so viel Geld, um mal eben ein paar Fotos von dem Neugeborenen zu machen. Deswegen habe ich dir hier mal ein paar Tipps und Ideen zusammengestellt, wie du selbst schöne Kinderfotos machen kannst.

Darauf solltest du achten

  1. Die richtige Kamera (mittlerweile sind Smartphonekameras auch schon sehr gut!)
  2. Das richtige Umfeld und genügend Licht
  3. Passende Deko und Accessoires (Ideen sehe unten)
  4. Auf Kleinigkeiten achten
  5. Verschiedene Perspektiven ausprobieren
  6. Verschiedene Emotionen einfangen
  7. Die richtigen Kameraeinstellungen (bei einer Spiegelreflexkamera)

Auf die einzelnen Punkte gehe ich im Weiteren nun näher ein.

1. Die richtige Ausrüstung

Kind mit Fotoapparat

Mir sagte mal ein Fotograf, es sei nicht wichtig, wie teuer die Kamera ist, die man benutzt. Hauptsache man kommt selber gut damit klar. Für schöne Fotos braucht man nicht unbedingt das neueste Produkt von Canon und ein 1000€-Objektiv dazu.

Wenn du also noch keine Spiegelreflex-Kamera besitzt und gern weiter in das Thema einsteigen willst, surf doch mal durch ebay Kleinanzeigen. Ältere Modelle gibt es schon um die 100-200€.

Mama macht Fotos von Baby

Und wer kein Geld für die Kamera ausgeben möchte: Die meisten Smartphones haben mittlerweile auch echt gute Kameras und machen vorzeigbare Fotos.

2. Das richtige Umfeld

Kind sitzt auf Wiese

  • aufgeräumter, nicht zu unruhiger Hintergrund
  • genügend Licht
  • harmonische Farben
  • Schön sind immer Fotos im Freien: Wald, Wiesen etc.

Man sollte nicht glauben, was das Umfeld, also der Hintergrund und das ganze Drumherum beim Fotografieren ausmachen. Ja, auch wenn man den Fokus auf das Foto-Objekt im Vordergrund setzt, macht es trotzdem noch so viel aus, wo du deine Bilder fotografierst.

Erste Voraussetzung ist, es sollte hell sein. Natürliches Licht, also eine Ausleuchtung von allen Seiten ist am besten. Outdoor-Bilder sind deshalb wirklich ideal. Eine künstliche Lichtquelle wirft oftmals Schatten und auch ein ganz normaler Blitz verzerrt die Farben und lässt die Person oftmals wie rein retuschiert erscheinen.

Wichtig ist außerdem ein ruhiger, aufgeräumter Hintergrund. Alles andere kann schnell ablenken. Auch die farbliche Abstimmung kann für das allgemeine Bild letztendlich eine Rolle spielen. Zu viele Farben zerstören meist die Ästhetik, weil ein Bild so schnell unaufgeräumt und chaotisch wirkt. Ein einheitlich oder leichter, heller Hintergrund, lässt den Vordergrund meistens leuchtend und kräftig erscheinen.

3. Deko und AccessoiresSchlafendes Kind

  • Kuscheltiere (zum Beispiel aus Strick)
  • Puckdecken (für Babies)
  • Meilensteinmatten oder Meilensteinkarten
  • Schöne Kissen/Decken
  • Luftballons (z.B. mit dem Alter)

Hier kannst du deiner Fantasie wirklich freien Lauf lassen. Besonders schön ist es bei einem Fotoshooting natürlich immer, wenn dein Schatz seinen treuen Begleiter dabei hat. Also zum Beispiel das Lieblingskuscheltier.

…falls dein Schatz einen tierischen, treuen Freund hat, kannst du damit natürlich auch das ein oder andere Fotomotiv probieren!

Baby mit Hund

Kind mit Katze

Als „Requisiten“ bieten sich aber auch Mützchen, Decken, besonders schöne Outfits oder Kissen, Spielzeug uvm. an.

Bei Amazon findest du eine Vielzahl von süßen Tierchen: Aus Strick, aus Baumwolle, als Häschen, als Bär und viel mehr. Hier mal ein paar Kaufideen:

Häschen Kuscheltier neben babyfüßchen

Oder direkt der XXL Elefant zum Reinkuscheln:

Baby schlä#ft auf Elefanten Kuscheltier

Oder diese süßen Schnuffelhasen von Etsy – gibt’s in verschiedenen Farben.

BAby mit Schnuffelhase

Bei Amazon findest du auch süße Puckdecken:

Baby in Ouckdecke

Die sogenannten Meilensteindecken halten sogar direkt das Alter mit fest – das Foto kann man dann monatlich wiederholen.

Oder wie wärs mit einer süßen Botschaft? Solche Letterboards bekommst du bei Amazon:

Baby neben Letterboard
Foto von diydarlin.co

TIPP: Wenn du auch schon etwas größere Kids hast, bieten sich auch Requisiten wie Seifenblasen toll an:

Kinder machen Seifenblasen

4. Auf Kleinigkeiten achten

Kind mit Matschhänden

Das Schlimme ist, dass Fotos Details auch für die Ewigkeit festhalten. Eine laufende Nase, strubbelige Haare oder das Shirt, das Falten wirft. Man sollte das zu fotografierende Kind echt einen Kontrollcheck durchlaufen lassen.

  • Sauberes Gesicht
  • Liegen die Haare so wie sie sollen (notfalls hilft eine Mütze, Spange oder ein klein wenig Haargel)?
  • Nase putzen nicht vergessen
  • Saubere Kleidung
  • Sitzt die Kleidung da wo sie sitzen soll?
  • Finger- u. Fußnägel geschnitten

Glaubt mir, so ein Mini-Detail kann dir sonst das ganze Bild versauen. Wenn mehrere Kinder oder Personen auf den Fotos zu sehen sein sollen, ist es natürlich auch Aufgabe des Fotografen darauf zu achten, ob alles ordentlich aussieht und an Ort und Stelle sitzt.

Perfekt ist nicht so dein Stil? Dann dürfen auch mal eine Rotznase und verschmierte Münder mit aufs Bild – das ist auf jeden Fall mehr als authentisch 😉

5. Verschiedene Perspektiven nutzen

Kind mit Baby auf Decke

Mal eine Nahaufnahme, mal versteckt hinter dem Teddy? Aus der Vogelperspektive oder von der Seite? Probiere einfach so viele Perspektiven wie möglich aus. Du wirst überrascht sein: Manchmal ist es ein Foto aus einem ganz anderen Winkel als geplant, das am aller besten aussieht.

Auch Nahaufnahmen von den kleinen Händchen oder Füßchen machen sich immer toll.

Babyhand

6. Verschiedene Emotionen einfangen

baby lacht

Egal ob Lachen, Weinen, Grimassen oder Schlafen – jeder Moment kann was für sich magisches haben. Versuche einfach so viel wie möglich mit deinem Baby/Kind zu interagieren. So fängst du authentische Momente ein.

7. Die richtigen Einstellungen an der Kamera

Falls du eine Spiegelreflexkamera nutzen möchtest, geben wir dir hier ein paar Tipps zu den Einstellungen.

Wenn du dich über die Vollautomatik (die nicht immer schlecht sein muss) hinwegsetzen willst, gibt es drei wichtige Einstellungen für dich: Blende, Verschlusszeit und ISO.

Blende

Was die Blende genau macht, kann man in zwei kurzen Sätzen zusammenfassen:

  • Umso weiter die Blende geöffnet ist (niedriger Wert, z.B: f=1,4), desto unschärfer wird der Hintergrund.
  • Umso „geschlossener“ die Blende ist (hoher Wert, z.B: f=11) desto schärfer wird auch der Hintergrund.

Also: die Blende sorgt für die Tiefenschärfe. Ist die Blende weit geöffnet (f=1,4) wird der Hintergrund unscharf und das Bild schön hell.

Je mehr du die Blende schließt (je höher also der Wert) wird, desto schärfer siehst du alles auf dem Bild. Wichtig ist, dass du den richtigen Fokus setzt, also auf das Fotoobjekt scharfstellen (Auslöseknopf halb durchdrücken) und abdrücken. Nichts ist ärgerlicher wenn der Fußweg schön scharf ist und dein Kind im Vordergrund verschwommen dasteht.

Wie hier zum Beispiel:

Blende: Hintergrund scharf

Bei Kinder- bzw. generell Portraitfotos bietet sich ein niedriger Blendenwert an. So ist der Hintergrund schön verschwommen und der Mensch im Vordergrund scharf. Willst du aber ganze Landschaften fotografieren oder ist dir ein scharfer Hintergrund wichtig, empfiehlt sich ein hoher Blendenwert (z.B. 9-11)

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit ist wichtig für Bewegungen und natürlich die Lichtverhältnisse. Hast du viele Bewegungen, die du scharf darstellen willst, solltest du eine kurze Verschlusszeit wählen, also so niedrig wie möglich (z.B. 1/500).

Das ist allerdings nur bei guten Lichtverhältnissen möglich. Ist das Licht zu dunkel, so musst du die Verschlusszeit etwas hochdrehen, z.B. auf 1/60. Spielt einfach mal rum und schaut welche Verschlusszeit sich bei euren Lichtverhältnissen am besten dafür eignet.

Eine lange Verschlusszeit wählst du nur, wenn Bewegungen verschwimmen sollen. Ein Wasserfall sieht beispielsweise sehr schön weich aus, wenn eine lange Verschlusszeit gewählt wurde. Das Bild wird dadurch jedoch auch heller. Da die Linse durch die höhere Verschlusszeit mehr Zeit hat, Licht einzufangen.

Allerdings bräuchtest du für diese Einstellung bestenfalls ein Stativ, damit nichts verwackelt.

Tipp: Bei sich bewegenden Personen, grade bei euren zappelnden Kindern, musst du die Bewegungen einfrieren. Schnell sieht dein Schatz sonst aus wie ein Geist, weil es den Kopf bewegt hat und dieser dann ganz verschwommen ausschaut. Wähle also eine möglichst kurze Verschlusszeit.

ISO

  • je höher der ISO-Wert desto heller das Bild

Zu guter Letzt ist der ISO-Wert verantwortlich für die Helligkeit. Scheint die Sonne und du befindest dich draußen, reicht sicherlich ein 100er ISO-Wert.

Je dunkler es wird, desto höher musst du die ISO einstellen. Du merkst die richtige Einstellung an der Verschlusszeit.

Für scharfe Bilder sollte der Abstand zwischen dem Öffnen und Schließen (das Klackgeräusch, das jede Spiegelreflexkamera macht), sehr kurz sein. Dauert es lange, ist das Bild oftmals schummerig, verwackelt, zu dunkel oder ganz und gar verschwommen.

Je dunkler es also wird, desto höher, musst du den ISO einstellen, desto heller wird auch dein Bild aber desto mehr wird es auch rauschen.

Halbautomatik vs. Manuelle Einstellungen

Gegebenenfalls fängst du erst mal mit der Halbautomatik an. Hier kannst du wählen, ob die Blende oder die Verschlusszeit automatisch eingestellt wird und du manuell nur jeweils die andere Komponente und den ISO-Wert anpasst.

Hast du das gut drauf und beobachtet beim Fotografieren immer den ausgewählten Automatikwert – so kannst du in Step 2 auch auf komplett manuell umstellen.

Ich fotografiere beispielsweise immer am liebsten mit der Zeitautomatik bzw. Blendenvorwahl. So wird mir meine Verschlusszeit automatisch eingestellt, die Blende habe ich bei Portraitfotos meiner Tochter immer auf einen ganz geringen Wert und den ISO stelle ich je nach Lichtverhältnissen immer wieder neu ein.

Weißabgleich

Der Weißabgleich gehört nicht zu den 3 Grundeinstellungen Blende, ISO und Verschlusszeit, aber ich finde ihn auch wichtig. Man kann ihn natürlich – wie alles andere auch – auf Automatik stellen.

Aber um die besten Lichtergebnisse zu erzielen, kannst du auch bestimmte Modi auswählen. Ist es sonnig, wolkig, schattig, befindest du dich in einem Gebäude mit Kunstlicht oder anderen Lichtquellen? Eine falsche Einstellung hier kann das Licht schnell kalt, hell oder anderweitig „falsch“ erscheinen lassen. Könnte man notfalls aber alles auch im Nachhinein mit einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm ausbessern.

TIPP: Die Einstellungen der Kamera habe ich zunächst an bewegungslosen Objekten geübt. So kann man alles durchprobieren, ohne dass sich jemand beschwert.

Noch mal und noch mal und noch mal. Bis man das perfekte Foto dabei hat. Und wenn unter 100 Fotos nur ein Brauchbares dabei ist, dann ist es eben so. Man muss ja glücklicherweise nicht mehr jedes Foto entwickeln lassen, wie früher 😉

Nicht aufgeben!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich brauchte unheimlich viele Anläufe, um mich mit der Spiegelreflexkamera anzufreunden. Aber je mehr ich mich damit beschäftigte und übte, desto schöner wurden die Bilder und das gibt Motivation dran zu bleiben.

Natürlich kann ich meine Werke nicht mit denen eines richtigen Fotografen vergleichen, aber die Hauptsache ist es doch, die eigenen Bilder gefallen einem. So kann man jede Menge Herzblut reinstecken und am Ende sagen: „Entstammt alles aus meiner Hand.“


Juliane

Ich bin Juliane und Mama einer 4-Jährigen. Zu gern erinnere ich mich an die Schwangerschaft, Babyzeit und die ersten Monate bzw. Jahre unseres Eltern-Daseins. Das Leben dreht sich um 180 Grad. Gern begleite ich auch dich durch diese Zeit, gebe Tipps, Empfehlungen und bin für dich da.

evafl21

07.08.2020, 09:18

Klasse, danke für die tollen Ideen. Wir werden davon sicher etwas umsetzen! 🙂

Kaddarina

07.08.2020, 07:45

Echt schöne sachen dabei! Bald ist es auch bei uns wieder soweit. Da werden wir uns das merken!

AlexandraDcl

04.08.2020, 17:28

Uii das sind tolle Tipps,werde ich mir merken 🙂

Emilia2020

04.08.2020, 14:40

Tolle Tipps, wir werden einige mal ausprobieren 😊

Moehre 111

04.08.2020, 11:48

Wow! Sehr tolle Tipps! Danke! 😀

Biber

03.08.2020, 16:24

Wir machen jede Woche ein Shooting von unserem Sohn 🥰 am Mittwoch ist er schon 4 Wochen alt 🙊💕💕💕

Kaddarina

26.05.2020, 11:41

Danke für die Tips

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