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Meningokokken – alles, was du wissen musst

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Meningokokken-Erkrankungen sind zum Glück sehr selten. Wer daran erkrankt, findet sich jedoch rasch in einer lebensbedrohlichen Situation wieder. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren, deren Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist, sind besonders häufig betroffen.1

Was genau Meningokokken sind, wie du eine Erkrankung erkennst und wie du dich und dein Kind davor schützen kannst, erklären wir dir in diesem Ratgeber.

Was ist eine Meningokokken-Erkrankung?

Baby liegt auf dem Wickeltisch

Meningokokken sind Bakterien, die sich bei uns Menschen im Nasen-Rachen-Raum ansiedeln – bei immerhin ca. 10 % der Menschen ist das der Fall, meist übrigens ohne nachweisbare Symptome.2 Wer jedoch erkrankt, tut dies meist schwer. Es kann zu einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen und sogar tödlich enden.3 Umso wichtiger ist es, sich über die unterschiedlichen Meningokokken-Impfungen zu informieren.

Was viele nicht wissen: Es gibt unterschiedliche Meningokokken-Gruppen und damit auch unterschiedliche Meningokokken-Schutzimpfungen

Die Impfung gegen Meningokokken C wird von der STIKO (Ständige Impfkommission) für Kinder im Alter von 12 Monaten standardmäßig empfohlen. Darüber hinaus gibt es auch eine Impfung gegen Meningokokken B sowie eine Kombinationsimpfung gegen die Gruppen ACWY. Meningokokken B sind aktuell für die meisten Krankheitsfälle verantwortlich, gefolgt von Y und C.4

Wie äußert sich eine Meningokokken-Erkrankung?

hohes Fieber
Kopfschmerzen
starkes Krankheitsgefühl
Erbrechen

Die Symptome von Meningokokken-Erkrankungen sind anfangs oft unspezifisch und erinnern an eine Grippe. Erste Krankheitssymptome können plötzlich auftretendes Fieber, Kopfschmerzen und ein allgemeines starkes Krankheitsgefühl sein. Wenn dazu Erbrechen, Krampfanfälle oder eine Nackensteifigkeit kommen, kann dies auf eine Hirnhautentzündung hindeuten.5

Eine Meningokokken-Erkrankung kann aber auch innerhalb weniger Stunden zu einer Blutvergiftung, einer sogenannten Sepsis führen. Typische Anzeichen dafür sind beispielweise Hauteinblutungen. Diese können zum Blutdruckabfall und zum Organversagen führen.6

GANZ WICHTIG: Besteht ein Verdacht einer möglichen Meningokokken-Erkrankung, such bitte sofort eine Ärztin bzw. einen Arzt oder ein Krankenhaus auf!

Wie kann man sich mit Meningokokken anstecken?

Die Bakterien werden von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion (u. a. Husten, Niesen, Küssen) übertragen.

Welche Folgen kann eine Meningokokken-Erkrankung haben?

Babyfüße in Mamas Händen

Die möglichen Spätfolgen sind vielseitig. Es kann zu Krampfanfällen, Hörschäden, Entwicklungsstörungen sowie Taubheit kommen, in extremen Fällen sogar zu Amputationen.7

Wie kann ich mein Kind vor einer Meningokokken-Erkrankung schützen?

In Deutschland stehen unterschiedliche Impfungen gegen fünf der häufigsten Meningokokken-Gruppen zur Verfügung (A, B, C, W, Y). Aufgrund der Schwere von Meningokokken-Erkrankungen, der häufigen Komplikationen und der hohen Sterblichkeit empfiehlt die STIKO seit dem Jahr 2006 bereits standardmäßig allen Kindern im Alter von 12 Monaten eine Impfung gegen Meningokokken C.8

Ist mein Kind durch diese Standardimpfung ausreichend geschützt?

Nein, leider reicht die Meningokokken-C-Impfung nicht aus, um dein Kind vor den anderen Meningokokken-Gruppen zu schützen. Für einen umfassenden Schutz gibt es eine zusätzlich mögliche Impfung gegen Meningokokken B sowie eine Kombinationsimpfung gegen die Gruppen ACWY. Die meisten Erkrankungen werden durch Meningokokken B gefolgt von Y und C verursacht.9

Lass dich von deiner Kinderärztin bzw. deinem -arzt beim nächsten Termin über die unterschiedlichen Schutzimpfungen gegen Meningokokken beraten – für dein Kind.

Weitere hilfreiche Infos auch zum Thema Kostenerstattung findest du unter http://www.meningitis-bewegt.de .

FACTSHEET Meningokokken-Erkrankungen meningitis-bewegt

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline
NP-DE-MNX-ADVR-220014; 05/22

1 RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/34RsKkm.  April 2022.
2 RKI: „Ratgeber Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2CDBI8G. April 2022.
3 WHO: „Fact Sheet Meningococcal meningitis”. Verfügbar unter: https://bit.ly/2rA9JVb. April 2022.
4 RKI: „Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2019“. Verfügbar unter: https://bit.ly/34jM5MZ. April 2022.
5 RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/34RsKkm.  April 2022.
6 RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/34RsKkm.  April 2022.
7 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32LssKA. April 2022.
8 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 04/2022“. Verfügbar unter: https://bit.ly/3HGNm1C. April 2022.
9 RKI: [email protected] 2.0, https://survstat.rki.de, Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokokken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; April 2022.

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Susanne

Hey! Ich heiße Susanne und bin seit 2017 stolze Mama meines kleinen lebhaften Sohnes Sammy. Mit Ratgebern und tollen Tipps werde ich dich durch die Schwangerschaft und die erste Zeit als Mama begleiten.

Kaddarina

07.06.2022, 06:32

Sehr informativ! Vielen herzlichen Dank!

evafl21

06.06.2022, 19:45

toller Artikel, vielen Dank dafür

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