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Mobbing? Und nun? 4 Tipps, wie du deinem Kind hilfst

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Wenn dein Kind sich plötzlich nicht mehr gern in die KiTa oder Schule geht, weil es dort Kinder gibt, die gemein zu ihm sind, bricht dir das als Mama wahrscheinlich das Herz. Doch was kannst du als Elternteil dagegen tun? Oder wie kannst du sogar etwas „vorbeugen“, damit es gar nicht so weit kommt?

1. Vorbeugen

Kind vor Tafel

Sind wir mal ehrlich: Kinder sind manchmal einfach gemein und Mobbingopfer werden häufig willkürlich ausgewählt. Dennoch kann es helfen, wenn du deinen kleinen Wurm zu einem willensstarken Menschen heranziehst, seine Meinung schätzt.

Denn sehr gehorsame und angepasste Kinder neigen dazu, schneller den Kopf einzuziehen. Wer sich nicht selbstbewusst wehrt, den lassen die „Täter“ selten in Ruhe. Denn es lässt sich traurigerweise immer einfacher auf „Schwächere“ rumhacken.

Zudem kann es auch helfen, wenn du dein Kind zu Freundschaften ermutigst. Freundschaften sind wichtig für die emotionale Entwicklung. Außerdem fühlen Kinder sich mit Rückhalt von Freunden immer stärker.

Versuche außerdem das Selbstbewusstsein deines Kindes zu stärken, indem du es für Dinge, die es gemeistert hat, lobst.

2. Einfühlungsvermögen

Mutter redet mit Kind

Versuche dich so gut es geht in dein Kind hinein zu fühlen und mit ihm über das Geschehene zu sprechen. Versichere deinem Kind, dass du seine Gefühle komplett nachvollziehen kannst. Wenn es sich verstanden fühlt, wird es auch in Zukunft offen über seine Gefühle sprechen.

3. Nach dem „Warum“ fragen

Es ist wichtig, zu hinterfragen, in welcher Situation der Täter so gehandelt hat. Hat dein Kind vielleicht etwas provoziert? Hat es sich selbst falsch verhalten? Falls ja, solltet ihr das Verhalten deines Kindes aufarbeiten.

Falls es sich aber komplett in Ordnung verhalten hat, mach deinem Kind klar, dass es keinerlei Schuld am Mobbing trägt. Meistens sind Mobber nicht gemein, weil sie ein Problem mit dem Mobbingopfer haben. Sondern sie sind gemein, weil sie tief in sich drinnen Probleme mit sich selbst haben.

Zeige deinem Kind auf, dass Mobber oftmals unzufrieden oder unglücklich sind und sich durch das Mobben einfach besser und mächtiger fühlen. Oftmals kompensieren sie einfach nur etwas. Das hat rein gar nichts mit deinem Kind zutun.

4. Zusammen Strategien erarbeiten

Kind und Mama machen High Five

Handle nicht über den Kopf deines Kindes hinweg. Gehe auf dein Kind ein und frage, wie du ihm helfen kannst. Oder frage, ob es bereit ist, sich mit dir gemeinsam eine Lösungsstrategie für dieses Problem auszudenken.

Hier mal ein paar Beispiel-Strategien:

1. Rollenspiele
Spielt die Mobbing-Situation mit Figuren nach. Dein Kind soll sich einen seiner Lieblingsfiguren aussuchen (z.B. Elsa, jemanden von der Paw Patrol, Batman oder ähnliches) und überlegen, was sein Held in der Situation sagen würde.

2. Lustige Reaktionen überlegen
Dein Kind könnte beim nächsten Mal beispielsweise sowas sagen wie „Das Gemeinsein steht dir gar nicht. Hast du schlechte Laune?“ oder „Du hast aber heute keinen netten Clown gefrühstückt!“. Oftmals nimmt den Mobbern so eine „lustige“ Reaktion den Wind aus den Segeln. Vor allem bei jüngeren Kindern.

3. Körperhaltung üben
Zeige deinem Kind, wie es sich groß und aufrecht macht. Das wirkt selbstbewusst und einschüchternd. Denn wer sich klein macht, auf den wird noch mehr rumgehackt.

4. Positive Bestärkung und Selbstliebe
Mobbingopfer fühlen sich oft klein und wertlos. Zeige deinem Kind, dass das nicht stimmt. Übe mit ihm, dass es sich innerlich immer wieder sagt, dass es stark und toll ist. Führt dieses Ritual am besten vor dem Schlafen ein.

5. Cool bleiben üben
Mache deinem Kind klar, dass es in solchen Situationen „cool“ bleiben muss. Sei es mit frechen Antworten oder mit Ignorieren. Wenn dein Kind seine Gefühle rauslässt, hat der Täter genau das erreicht, was er möchte: Dein Kind wirkt traurig und hilflos.

Wenn dein Kind zeigt, dass die gemeinen Wörter ihn kalt lassen, verliert der Täter wahrscheinlich schneller das Interesse.

Vielleicht helfen dir und deinem Kind ja diese fünf Strategien beim Umgang mit Mobbing. Hast du noch weitere Tipps oder Tricks? Schreibe sie gerne in die Kommentare.

5. Eltern/Lehrer einbeziehen

Wenn das Mobbing durch die kleinen Tricks nicht unterbunden werden kann, ist es wichtig auch mit den Lehrern/Erziehern und Eltern zu besprechen. Pädagogen sind oftmals speziell dafür ausgebildet und ihr könnt gemeinsam weitere Lösungswege suchen.

Auch die Eltern des Täters sollten mit einbezogen werden.


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos - aber hier bin ich quasi die Projekt-Mutti: Ideenfindung, Marketing und Social Media - ich mische überall mit.

Mar

25.10.2020, 13:25

Dankeschön für die hilfreichen Tipps.

evafl21

24.10.2020, 07:23

Schon heftig, wie Kinder sich anderen Kindern gegenüber verhalten können.

Emilia2020

22.10.2020, 13:14

Ich wurde sehr lange in der Schule gemobbt. Mir wurde beigebracht, nicht wehren, dann hören sie ganz schnell wieder auf… Fehlanzeige! Ich werde versuchen meine kleine zu einem selbstbewussten kleinen Menschen zu erziehen. Die sich dem Rückhalt und der Liebe ihrer Familie immer sicher sein kann ❤️

Kaddarina

22.10.2020, 09:12

Ich möchte heutzutage ja kein Kind mehr sein…

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