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Schütteltrauma bei Babys

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Säuglinge sind robuster als wir uns vorstellen können. Dennoch gibt es gravierende Fehler, die wir machen können, die unserem Kind großen Schaden zufügen können. Einer davon ist das Schütteltrauma. Was es genau damit auf sich hat, erfahrt ihr hier.

Manchmal fühlen wir uns als Eltern überfordert. Besonders bei sogenannten „Schreibabys“ kann das schon mal vorkommen. Uns fehlt der Schlaf, die Ruhe und die Geduld. Und jetzt kann es gefährlich für unser Baby werden, denn in solchen Momenten sind wir gar nicht wirklich wir selbst.

Was ist ein Schütteltrauma?

Grob gesagt ist das Schütteltrauma das Verschieben des Gehirns. Das Gehirn ist bei Säuglingen noch sehr schwer und flüssigkeitsreich. Durch ein Schütteltrauma entstehen Gehirnschäden.

Wie entsteht ein Schütteltrauma?

Wie der Name schon sagt – das Trauma entsteht durch das Schütteln eines Babys.  Aber auch ruckartige Bewegungen können dazu führen. Dadurch, dass Babys noch keine ausgeprägte Nackenmuskulatur haben, können sie ihren Kopf noch nicht alleine aufrecht halten. Beim Schütteln wird der Kopf vor- und zurückgeworfen. Dadurch zerreißen Venen, die das Hirngewebe mit der Dura mater verbinden. So kommt es zu Blutungen zwischen Hirnrinde und Gehirn. Zudem löst das Aufprallen des Hirns im Schädelinneren Prellungen und Quetschungen aus, was wiederum zu Ödemen führt. So entstehen Schwellungen und auch Wassereinlagerungen oder sogar starke Blutungen. Diese wiederum zerstören das Zellgewebe.

Symptome eines Schütteltraumas

Symptome können natürlich bei jedem Kind ganz unterschiedlich sein und je nach Stärke der Schäden variieren. Zu den Symptomen gehören:

  • Schläfrigkeit
  • wenig Appetit / Trinkschwäche
  • Schreckhaftigkeit
  • verstärktes Weinen
  • Atemnot / Atemstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutungen der Netzhaut
  • Krampfanfälle

Da diese Symptome alle leider sehr schlecht zu diagnostizieren sind bzw. auch andere Ursachen haben können, wird beim Arzt ein Schütteltrauma viel zu spät diagnostiziert. Nur selten geben die Eltern des Kindes zu, ihr Kind geschüttelt zu haben – und verhindern somit die nötige Hilfe für das Kind.

Baby mit geröteten Augen

Schäden durch ein Schütteltrauma

Im schlimmsten Fall kann ein Schütteltrauma zum Tode des Kindes führen.

Aber auch andere Langzeitschäden wie Seh- oder Sprachstörungen können entstehen. Auch Entwicklungsstörungen oder Behinderungen gehören zu den Spätfolgen eines Schütteltraumas.

Behandlung eines Schütteltraumas

Bei akuter Lebensgefahr werden lebenswichtige Funktionen stabilisiert und ein eventuell vorliegender Schock behandelt. Hirnblutungen können eventuell operativ behandelt werden. Betroffene Säuglinge werden allerdings meistens mindestens 24 Stunden stationär beobachtet. Sollte das Gehirn bereits stärker beschädigt sein, wird das Kind mit Sauerstoff versorgt. Je nach Auswirkungen des Traumas muss das Kind vielleicht zunächst Beruhigungsmittel verabreicht bekommen, um dann besser behandelt werden zu können.

Langzeitschäden wie epileptische Anfälle können mit Medikamenten therapiert werden. Langzeitschäden können meistens erst zu einem späteren Zeitpunkt die entsprechende Behandlung erhalten.

Generell ist die Behandlung sehr individuell auf jedes Kind zugeschnitten.

Ich kann nicht mehr – und jetzt?

Müdigkeit und Stress zerren an unseren Nerven, und schon bald sinkt unsere Geduld, die wir aufbringen können. Liebe Mamas und Papas – das ist vollkommen normal. Vor allem wenn ihr einen kleinen Schatz habt, der an einer Kolik leidet, kommt das ziemlich häufig vor. Hier ist allerdings eines wichtig – die eigenen Grenzen erkennen. Folgende Schritte können euch dabei helfen, eure Geduld wieder zu erlangen.

  • Legt euren kleinen Schatz in einen abgesicherten Bereich (Laufstall oder Babybett) und verlasst für ein paar Minuten das Zimmer. Tankt, vielleicht mit einer Tasse Kaffee, kurz neue Kraft auf. 
  • Sucht euch Hilfe – ihr habt sicherlich Freunde oder Verwandte, die euch euren kleinen Schatz für ein paar Stunden abnehmen. Legt euch in der Zeit einfach mal hin, macht nichts, schlaft eine Runde und ladet eure Batterien wieder auf.

Überforderte Mutter mit Baby

Schütteltrauma ohne Schütteln?

Achtung, auch ohne Schütteln können Säuglinge ein Schütteltrauma erleiden. Wie das? Ganz einfach, z.B. beim Joggen. Wenn ihr euch euren kleinen Schatz umschnallt, egal wie sicher und eng er an eurem Körper liegt, kann durch die Vibration in eurem Körper das Gehirn eures kleinen Schatzes in der Schädeldecke ebenfalls so vibrieren und verrutschen, als würdet ihr ihn schütteln. Auch in einem Buggy kann das vorkommen. Daher ist es besonders wichtig, auf die entsprechende Federung und Absicherung bei solchen Buggys zu achten – es gibt hierfür extra angefertigte Joggingbuggys und auch für die Fahrradanhänger gesonderte Einlagen. Wichtig ist es, sich hierbei vorab gut zu informieren!


Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.

Niki_2go

11.10.2019, 17:30

🧐
Arg

Iggiz

02.11.2019, 16:59

Nicht schön.

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