Denkblase auf Tafel

Schwangerschaftsdemenz: Wenn Schwangerschaft vergesslich macht

Dass eine Schwangerschaft eine große Sache für den Körper der Frau ist, ist kein Geheimnis. Frauen, die ein Kind erwarten, sind jeden Tag neuen Veränderungen ausgesetzt und machen einen starken Wandel durch. Eine besonders auffällige Besonderheit ist die sogenannte Schwangerschaftsdemenz, unter der viele werdende Mamis leiden. Was der Auslöser für dieses Phänomen ist, konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Wir decken aber einige Ansatzpunkte auf. Seid ihr manchmal auch vergesslicher als eure Oma? Macht euch nichts daraus. Nach der Schwangerschaftsdemenz folgt die Stilldemenz und dann geht es irgendwann wieder zurück zur Normalität!

Werdet ihr auch immer vergesslicher?

Die Schwangerschaftsdemenz tritt nicht bei allen Frauen, die ein Kind erwarten, auf. Sie zeichnet sich durch ein immer stärker werdendes Vergessen aus und gipfelt meist in den letzten Wochen der Schwangerschaft. Manche Mütter sind auch im Anschluss während der Stillzeit von einer enormen Vergesslichkeit geplagt.

Das Vergessen bezieht sich anfangs vor allem auf mehr oder weniger unwichtige Dinge wie Termine, Rezepte oder beiläufige Informationen. Im Laufe der Schwangerschaft sind jedoch häufig auch feste Rituale, Namen und auch Geburtstage von dieser „Demenz“ betroffen. Schwangere scheinen fast alles um sich herum zu vergessen.

Die Gründe sind noch unklar

Was der Grund für die Schwangerschaftsdemenz ist, konnten Wissenschaftler bisher nicht eindeutig klären. Es gibt jedoch mehrere Vermutungen. Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass diese Erscheinung während der Schwangerschaft nichts mit der Demenz im eigentlichen Sinne zu tun hat. Das bedeutet, dass das Gehirn der betroffenen Frauen nicht erkrankt ist und dementsprechend auch keine Gehirnzellen absterben.

Volle Konzentration auf das Baby

Die wohl gängigste These geht davon aus, dass die Schwangerschaftsdemenz ein Resultat der Fokussierung der Frau ist. Das erklärt auch, dass die Vergesslichkeit im Laufe der Schwangerschaft immer stärker wird. Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr wird vergessen. Die Annahme der Forscher ist, dass sich die Mütter dann nur noch auf ihr Kind konzentrieren. Alles andere spielt nur noch eine untergeordnete Rolle und wird teilweise auch vergessen. Das Phänomen wird auch häufig mit dem Wort „Tunnelblick“ umrissen.

Hormone führen zur Vergesslichkeit

Eine andere Vermutung geht davon aus, dass der veränderte Hormonspiegel werdender Mütter der Auslöser für eine Schwangerschaftsdemenz ist. In diesem Zusammenhang wird immer wieder das Stresshormon Cortisol genannt, das während der Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttet wird. Forscher, die diese Erklärung vertreten, gehen davon aus, dass der vermehrte Stress die Vergesslichkeit der Schwangeren begünstigt.

Eng mit dem Stress verbunden sind auch Schlafstörungen während der Schwangerschaft. Auch diese werden in Kombination mit Konzentrationsstörungen immer wieder für die Schwangerschaftsdemenz verantwortlich gemacht.

Entzug wichtiger Fette

Eine weitere Theorie, die die medizinische Seite betrachtet, ist die unzureichende Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren. Unsere Gehirnzellen brauchen diese, um zu funktionieren. Allerdings braucht euer Baby diese essentiellen Fette ebenso für allerlei Prozesse und allgemein für das Wachstum. Die Theorie besagt also, dass euer Kind euch die Stoffe entzieht und als logische Konsequenz werdet ihr vergesslicher. Dagegen könnt ihr ganz einfach ankämpfen. Versorgt euren Körper mit einer zusätzlichen Portion Omega 3, zum Beispiel durch Meeresfisch, Raps- oder Walnussöl.

Schwangere isst und ernährt sich gesund!

Nur keine Panik!

Wenn ihr merkt, dass ihr unter einer Schwangerschaftsdemenz leidet, solltet ihr keinesfalls in Panik verfallen. Es handelt sich hierbei um einen temporären Zustand, der meist nach der Geburt bzw. nach dem Stillen wieder verschwindet. Wer trotzdem etwas dagegen tun will, sollte wichtige Dinge stets notieren und stressige Situationen vermeiden. Post-its sind in dieser Zeit ein sehr dankbarer Begleiter für euch. Auch Schlaf kann helfen, die Vergesslichkeit zu verringern.

Bitte vergesst nicht, dass ihr schwanger seid, alles andere um euch drumherum darf auch mal ein wenig unwichtiger werden! Die Natur hat sich gedacht, ihr sollt das Mutterwerden in vollen Zügen genießen und euch voll und ganz auf euren Körper und das Baby konzentrieren!


Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!

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