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Sonnenallergie bei Kindern – erkennen & richtig behandeln

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Die Haut von Babys und Kindern ist sehr empfindlich. Deswegen neigen sie auch schnell dazu, einen Sonnenbrand zu bekommen. Wenn die Haut aber auf die UV-Strahlung gereizt reagiert, bekommt dein Kind eine Sonnenallergie. Was eine Sonnenallergie ist, welche Symptome sie hat und wie du die allergische Reaktion behandelst, erklären wir dir hier.

Was ist eine Sonnenallergie?

Kind in der Sonne mit Sonnenbrille

Eine Sonnenallergie – auch Polymorphen Lichtdermatose (kurz PLD) ist keine richtige Allergie. Du kannst es nicht vererben und es ist auch kein Dauerzustand. Die Sonnenallergie ist vielmehr eine Reaktion der Haut auf zu viel Sonneneinwirkung.

Was passiert mit dem Körper bei einer Sonnenallergie?

Ist der Körper dem Sonnenlicht zu sehr ausgesetzt, kann es zu einer Überreaktion kommen. Die Haut reagiert normalerweise mit der verstärkten Produktion von Melanin – das lässt die Haut braun werden und schützt diese vor Beschädigungen durch UV-A und UV-B Strahlungen, die die Sonne abgibt. Bei einer Sonnenallergie funktioniert die schützende Melanin-Produktion allerdings nicht richtig.

Wie entsteht eine Sonnenallergie bei Kindern?

Die Sonnenallergie entsteht durch zu viel Sonnenlicht auf die Haut des Kindes. Die einwirkende UV-Strahlung überreizt die Haut und löst damit die allergische Reaktion aus.

Wie viele Menschen sind anfällig für eine polymorphe Lichtdermatose?

Tatsächlich bekommen nur etwa 10-20% der Weltbevölkerung diese Überreizung. Vor allem betroffen davon sind Kinder, aber auch junge Frauen mit heller Haut.

Ab wann entsteht eine Sonnenallergie beim Kind?

Tatsächlich ist es so, dass die Sonnenallergie nicht unbedingt in dem Moment entstehen muss, in dem das Kind der Sonne ausgesetzt ist. Die polymorphe Lichtdermatose (PLD) kann sogar auch Tage später erst auftreten. Es ist also wichtig, dass du Symptome regelmäßig checkst – den ganzen Sommer über.

Besonders anfällig sind Arme, Beine, Nacken, Schultern und der Ausschnitt. Da solltest du also vermehrt auf einen Schutz achten.

Welche Symptome hat eine Sonnenallergie?

Mama cremt Baby ein mit Sonnenallergie

Die polymorphe Lichtdermatose (PLD) kann bis zu starke Symptome bei Kindern auslösen. Aber wie der Name schon sagt, können die Symptome „polymorph“ – also vielseitig – sein.

Wichtig ist, dass du die Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren, beobachtest, um eventuelle Veränderungen zu erkennen. Aufpassen solltest du vor allem, wenn folgende Symptome an Schultern, Armen, Beinen, Nacken etc. auftauchen:

  • Stelle schwillt an
  • Es entstehen Bläschen
  • Die Haut färbt sich rosa
  • Die Hautstelle brennt und / oder juckt
  • Es entstehen rötliche Flecken

Was tun, wenn die Haut meines Kindes juckt?

Es ist super wichtig, dass du den Juckreiz schnell linderst. Am besten probierst du Hausmittel oder gehst du zu einer Apotheke und lässt dich beraten. Denn wenn du das nicht tust, ist die Gefahr groß, dass dein Kind anfängt, die juckende Stelle zu kratzen. Das kann leider zu Wunden führen, die dann anfällig für Infektionen sind.

Wie mildere ich den Juckreiz bei einer Sonnenallergie?

  • Probiere kalte, nasse Umschläge
  • Joghurt oder Quark
  • Kamillentee

Es muss nicht immer direkt eine Creme aus der Apotheke sein – auch Hausmittel können hier gut Symptome mildern. Versuch erstmal als Tipp kalte, nasse Umschläge an der betroffenen Hautstelle. Das kalte Wasser kühlt die Stelle und sorgt dafür, dass sich eventuelle Schwellungen zurückbilden.

Wenn das nicht funktioniert, kannst du auch Joghurt (natur) oder Quark auf die Hautstellen streichen. Das kühlt die Haut und gibt ihr Feuchtigkeit. Trage dazu einfach das Produkt auf ein Handtuch und umwickel die Stelle.

Du kannst auch Kamillentee kochen und warten, bis er abkühlt. Stell ihn ruhig in den Kühlschrank. Ist er dann schön kühl, kannst du die Haut damit vorsichtig einreiben. Auch der Tee beruhigt, kühlt und gibt genügend Flüssigkeit.

Wie behandelt man die Sonnenallergie bei Kindern?

  • Sonnenlicht meiden
  • Juckreiz lindern

Als erster Schritt ist es wichtig, dass dein Kind nun die nächsten Tage die Sonne meidet. So kann sich die Haut beruhigen und wieder erholen. Sollten die Stellen jucken, musst du schnell sein, bevor dein Kind anfängt, sich wund zu kratzen.

Was soll ich tun, wenn sich Bläschen auf der Haut meines Kindes bilden?

Erstmal tief durchatmen! Am aller wichtigsten ist, dass du die Bläschen auf keinen Fall öffnest! Denn dadurch erhöhst du das Infektionsrisiko für die offenen Stellen und kannst die Sonnenallergie noch schlimmer machen.

Wann sollte ich mit meinem Kind wegen der Sonnenallergie zum Kinderarzt?

Wenn dein Kind fiebert und die Haut großflächige rote, vielleicht auch geschwollene Hautstellen bekommt, solltest du dringend zum Kinderarzt fahren. Dieser kann man eine entsprechende Behandlung mit einem Medikament beginnen, um deinem Kind zu helfen.

Wie kann ich einer Sonnenallergie bei meinem Kind vorbeugen?

Mädchen wird eingecremt und hat Hut auf um sich vor Sonnenallergie zu schützen

Im ersten Jahr deines Babys solltest du generell versuchen direktes Sonnenlicht zu meiden. Denn die Haut des Babys ist besonders empfindlich. Geht es nicht anders, dann versuche den Körper deines Babys zu schützen – das gilt auch für dein Kleinkind oder dein Kind.

1. Kopf richtig schützen

Benutze hierfür unbedingt immer einen Sonnenhut. Damit vermeidest du eine Sonnenallergie im Gesicht, aber auch einen Sonnenstich. Es gibt auch Babymützen mit breiter Krempe, die den Nacken ebenfalls schützt. Aber auch für das Baden gibt es geeignete Wassermützen.

Bedenke, dass die Stellen im Gesicht – Stirn, Nase und Kinn – besonders anfällig für einen Sonnenbrand oder eine Allergie sind.

2. Körper richtig schützen

Du kannst mit geeigneter UV-Kleidung den ganzen Körper deines Kindes schützen. Mit einem langen UV-Shirt schützt du z.B. Rücken, Bauch und Arme. Mit einer langen UV-Hose schützt du auch die Beinchen. Und schwupps ist dein Kind komplett vor einer Sonnenallergie geschützt.

Mit der richtigen UV-Kleidung kannst einer Sonnenallergie rundum vorbeugen. Da könnt ihr als Eltern wirklich entspannt den Tag am See genießen. Achte darauf, dass die Kleidung einen LSF-30 (Lichtschutzfaktor) oder noch besser LSF-50 hat.

3. Augen richtig schützen

Natürlich darf man die kleinen Augen auch nicht unterschätzen. Für viele Kinder ist es unangenehm, im grellen Sonnenlicht herum zu laufen. Da ist es wichtig, dass du eine Sonnenbrille besorgst – die gibt es auch schon in Größen für Babys.

4. Die Haut richtig eincremen

Manche Stellen der Haut deines Babys können mit UV-Kleidung oder lichtundurchlässiger Outfits nicht geschützt werden. Vielleicht ist es ja auch so warm, dass lange Sachen nicht gut für dein Baby sind.

Benutze hierfür eine noch recht frische Sonnencreme mit LSF-30 oder idealerweise LSF-50. Denn je höher der Lichtschutzfaktor ist, umso höher ist natürlich auch das Schutzschild der Babyhaut.

Creme dein Kind etwa eine halbe Stunde vor der Sonneneinwirkung ein. Nach jedem Baden solltest du sicherheitshalber erneut mit Sonnencreme eincremen.

5. Schatten erzeugen

Richtig praktisch sind die Strandzelte, die du mittlerweile überall bekommen kannst. Die meisten sind Pop-Ups – sind also leicht aufzubauen und spenden überall wo du möchtest Schatten.

Du kannst auch einen Sonnenschirm kaufen, den du überall platzieren kannst. Das spendet auch ordentlich Schatten!

6. Kalzium zum Vorbeugen

Es ist wissenschaftlich zwar nicht belegt, aber man kann immer häufiger lesen, dass Provitamin A – also Kalzium – einer PLD vorbeugen kann. Sprich das doch mal mit deinem Kinderarzt ab, ein Versuch ist es Wert.

Kann man mehrfach eine Sonnenallergie bekommen?

Hast du erstmal eine bekommen, ist die Chance groß, dass du es im nächsten Jahr wieder bekommen kannst – oder dein Baby. Also geh direkt vorsichtig mit dir oder deinem Kind um. Du kannst aber auch einfach schon im Frühjahr beginnen, die Haut dem Sonnenlicht auszusetzen und gewöhnst damit nach und nach an die Haut auf die UV-Strahlung.

Kann mein Kind eine Sonnenallergie auch bei bewölktem Wetter bekommen?

Ja! Die UV-Strahlung ist auch bei einer Wolkendecke noch da. Und wenn ihr gerade in den Bergen oder am Meer seid, ist die Strahlung sogar auch höher. Das gilt auch für winterliche Temperaturen – nur weil es kalt ist, heißt es nicht, dass man keinen Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie bekommen kann.

Zu welcher Tageszeit ist die UV-Strahlung am höchsten?

Du solltest die direkt Sonne idealerweise zwischen 11 und 15 Uhr meiden, da da die Strahlung am höchsten ist. Kannst du es nicht vermeiden, dann verwende unbedingt eine entsprechende Kleidung oder Sonnencreme.

In welchen Monaten tritt die Polymorphe Lichtdermatose am häufigsten auf?

Tatsächlich tritt diese Hautallergie vor allem im Zeitraum zwischen März und Juni auf. Das liegt vor allem daran, dass die Haut nach dem Winter nicht mehr an die Sonne und die UV-Strahlen gewöhnt ist.

Was ist eine Mallorca-Akne?

Das ist eine leichte Reaktion auf die Sonnencreme. Da ist es wichtig, dass nur fettfreie Sonnenmilch benutzt wird. Sie wird auch Sommer-Akne genannt und zeigt sich durch Pusteln und Knötchen. Besonders Menschen mit fettiger Haut sind anfällig dafür.

 

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Susanne

Hey! Ich heiße Susanne und bin seit 2017 stolze Mama meines kleinen lebhaften Sohnes Sammy. Mit Ratgebern und tollen Tipps werde ich dich durch die Schwangerschaft und die erste Zeit als Mama begleiten.

Kaddarina

06.08.2022, 06:26

Zum Glück wurden wir bisher damit noch nicht konfrontiert

evafl21

10.07.2022, 10:28

klasse, toller und interessanter Artikel. danke!

Kaddarina

08.07.2022, 11:59

toller und informativer Artikel ! Danke!

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