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Kinderwunsch: Schadet häufiger Sex den Spermien?

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Wenn ihr einen Kinderwunsch hegt, dann steht grad wahrscheinlich eins an oberster Stelle für euch: Herzeln, herzeln, herzeln. Doch kann viel Sex auch kontraproduktiv sein? Macht häufiger Sex Spermien „langsam“ oder „müde“? Mythos oder Wahrheit? Wir klären auf.

Um dem Mythos auf den Grund zu gehen, ist es hilfreich zu wissen, wie die Spermienproduktion denn überhaupt funktioniert.

Ein durchschnittliches Paar Hoden produziert jeden Tag circa 40 Millionen neue Spermen. Genauer genommen werden diese in den Samenkanälchen der Hoden produziert. Von dort aus gelangen sie in den Nebenhoden, wo sie endgültig zuende reifen. Jedes Spermium enthält das gesamte Erbgut des Mannes. Bis zu ihrem „Einsatz“ verweilen die Hoden nun an verschiedenen Stellen des Nebenhodengangs.

Junge Spermien sind besser als Alte!

Werden die Spermien nun nicht durch Ejakulation „hinausgespült“, gesellen sich am nächsten Tag neue Spermien zu den alten. Zwar haben die älteren Spermien theoretisch Vorrang, jedoch mischen sich alt und neu in der Realität häufig.

Weiße Spermien vor rosa Hintergrund

Bei einem Samenerguss machen sich letztendlich einige hundert Millionen Spermien auf den Weg zur Eizelle. Befinden sich in dieser Ladung auch viele ältere Spermien, so ist die Qualität des Spermas geringer. Schließlich können die alten Spermien nicht so schnell schwimmen, wie die neuen. Und langsame Spermien erreichen schwerer ihr Ziel.

Kurz gesagt: Häufiger Sex verbessert sogar die Qualität des Spermas. Denn letztendlich sorgt ihr durch den Sex dafür, dass Spermien nicht „alt und müde“ werden, sondern immer wieder neue, frische Spermien produziert werden. Und schließlich sind (voll ausgereifte) junge Spermien immer die leistungsfähigstens Spermien.

Wie oft Sex ist sinnvoll?

Übrigens: Bei zu langem Warten verkümmern die Spermien sogar komplett. Experten raten deswegen, dass ihr nicht mehr als zehn Tage bis zum nächsten Geschlechtsverkehr warten solltet. Bei einem starken Kinderwunsch empfehlen Experten übrigens mindestens alle drei Tage Geschlechtsverkehr zu haben. So sollte es in wenigen Monaten mit der Befruchtung klappen.

Mögliche Ursachen, warum es länger dauert und ab wann man einen Arzt aufsuchen sollte, kannst du hier nachlesen.


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos - aber hier bin ich quasi die Projekt-Mutti: Ideenfindung, Marketing und Social Media - ich mische überall mit.

Kaddarina

12.11.2020, 07:28

Danke! Dann haben wir intuitiv ja alles richtig gemacht!

evafl21

11.11.2020, 07:49

Mal wieder sehr interessant zu lesen. ☺️

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