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10 Dinge, die dir vor der Geburt niemand sagt

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Damals als Schwangere hatte ich das GefĂŒhl, tĂ€glich tausend neue Dinge zu lernen: Was darf ich nicht essen? Warum brauche ich Jod und was sind ĂŒberhaupt Übungswehen?

GefĂŒhlt habe ich mich dumm und dĂ€mlich gelesen. Doch es gibt auch ein paar Dinge, die mir niemand so richtig vor der Geburt gesagt hat. Vielleicht wusste ich sogar, dass sie existieren hielt sie aber fĂŒr die absolute Ausnahme (Stichwort: Dammriss).

Deswegen will ich dich hier mal schonungslos erleuchten. Und dir von 10 Dingen, die dir vor der Geburt niemand sagt, berichten.

PS: Dass keine Geburt wie die andere ablĂ€uft, sollte jeder Schwangeren klar sein. Vielleicht hast du ja auch GlĂŒck und erlebst eine entspannte Traumgeburt.  Soll’s ja alles geben. Nur bei mir scheinbar nicht. Aber fangen wir einfach mal an.

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1. Damm-Massagen sind keine Entspannungsmassagen

Ach, wie schön. Dein Körper wurde mit der Schwangerschaft wĂ€hrend neun langen Monaten sĂ€mtlichen Strapazen unterzogen. Da sind regelmĂ€ĂŸige Massagen doch ein Genuss und so wertvoll, um Kraft fĂŒr die Geburt zu sammeln.

Na ja, was soll ich sagen. Es gibt definitiv entspanntere Massagen als die des Dammes.

Bei einer Dammmassage wird der Damm mit einem extra dafĂŒr vorgesehenen Öl massiert. Denn ist der Damm schön weich und biegsam (das wird er durch regelmĂ€ĂŸige Massagen), so soll die Geburt einfacher verlaufen und du lĂ€ufst nicht die Gefahr zu reißen oder aufgeschnitten werden zu mĂŒssen.

Eins vorweg: Letzteres ist mir trotz ausgiebiger Dammmassagen passiert, aber dazu spÀter mehr.

2. Pausen zwischen den Wehen sind erholend? Pustekuchen!

Anstrengender Geburtsverlauf

Dass Wehen wehtun weiß jeder, oder?

Na ja aber zwischen diesen Wehen gibt es ja stĂ€ndig Pausen zum Erholen, Essen, Trinken, Handy checken und alles was man sonst noch so wĂ€hrend einer Geburt macht. „Deshalb wird das alles gar nicht so schlimm.“. Dachte ich mir vorher.

Ich wurde eines Besseren belehrt. Man befindet sich auch in den Pausen wie in Trance, unfĂ€hig zu denken und nur irgendwie versucht das zu unterdrĂŒcken, was der ganze Körper verlangt zu tun: Laut schreien.

3. Der Hebammen-Drill

Frau in den Wehen

Im Geburtsvorbereitungskurs hörte sich alles so idyllisch an. Ich dachte dadurch eigentlich, alle Hebammen wÀren lebensschöpfende, engelsgleiche Wesen, die einem die Geburt so angenehm wie möglich machen.

Das Erwachen kam dann bei der Geburt. Denn leider habe ich in der Hebammem-Lotterie eher die Niete gezogen. Meine sensible Seele musste sich mit dem harten Befehlston einer harschen Hebamme aus Osteuropa anfreunden. Ihre Menschlichkeit war so eisig wie der Wind in Sibirien.

4. Urin und Kot im Kreißsaal

… erwartete ich frĂŒhestens mit Ankunft des Babys. Aber nein, ich wurde auch in diesem Punkt eines besseren beleert.

Im Geburtsvorbereitungskurs wurden wir schon gewarnt, dass ein Einlauf vor der Geburt nicht mehr Gang und Gebe ist. Ich dachte aber, dass ich meinen Körper ohnehin gut kontrollieren kann und ich vorab einfach nochmal die Krankenhaus-Toilette nutze. Hahahahaha. Ich lache gerne ĂŒber mein Vergangenheits-Ich.

Denn im Endeffekt ging dann aber irgendwie alles so schnell, dass ich wirklich rein gar nichts mehr unter Kontrolle hatte. Am allerwenigsten meinen Darm.

5. Dammschnitte sind keine Seltenheit

Da ich kleiner Streber fleißig meine Dammmassagen durchgefĂŒhrt habe, war ich absolut ĂŒberzeugt, dass mir das mit dem Dammschnitt bzw. Dammriss nicht passiert. Und sowieso: Ein Dammschnitt ist doch ohnehin eine Seltenheit. Quasi nur im Worst Case. Hach, ich war so niedlich naiv.

Denn so selten ist er wohl doch gar nicht. Viele Mamas, mit denen ich danach sprach, machten Ähnliches durch.

Aber ich kann euch sagen, dass so ein Dammschnitt in dem Moment des Geschehens wirklich schmerzfrei ist. Im Wochenbett ist die Verheilung des Schnittes allerdings ein langwieriger, schmerzhafter und Ă€tzender Prozess. Danke dafĂŒr.

6. Die Platzenta-Geburt

Plazenta mit Herz

Wer glaubt mit der Geburt des Babys ist alles erledigt, der irrt. Im Anschluss musst du nĂ€mlich noch mal ran, denn die Plazenta muss ja auch noch „geboren“ werden. Ich empfand das nicht als schlimm.

Womit dieses Ding den Namen Kuchen verdient hat, weiß ich auch nicht.

7. Ein kleiner, blÀulicher Schleimklumpen

Baby wird geboren

Als mein Baby dann endlich geboren war, konnte ich es gar nicht abwarten, es im Arm zu halten. Ich erschrak schon ein wenig. Statt ein wunderhĂŒbsches Baby mit rosiger Haut, war das Kind schmierig und blĂ€ulich.

Man beruhigte mich, so sehen die frisch geschlĂŒpften Babys immer aus. Es wurde in eine Decke eingewickelt und mir in den Arm gelegt. Trotz aller vorherigen Punkte, dieser Moment war einfach nur magisch.

8. Das Duschverbot

Frau mit Baby im Arm

Nach der Geburt erstmal eine erfrischende Dusche? Pustekuchen. Da ich eine frische Wunde zwischen den Beinen hatte, durfte ich am Tag der Geburt nicht duschen.

An meinem Körper hingen Blut, Schweiß, Urin, Kot, Kindspech und wer weiß was noch. Lediglich die Brust durfte ich etwas sĂ€ubern, damit die kleine Maus saugen konnte. Das funktionierte auch nicht gleich wie im Bilderbuch, aber das ist eine andere Geschichte.

9. Wochenbett sind keine Ferien

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Ich weiß nicht wie es dir geht, aber Wochenbett hörte sich fĂŒr mich vor der Geburt nach Ruhe und Entspannung und einer wunderschönen Zeit mit meinem Baby an.

Das Wochenbett aber auch Schmerzen bei jeder kleinsten Bewegung und schwallartige(!) BlutausflĂŒsse bedeutet, war mir nicht ganz so bewusst. Statt wie Herzogin Kate just fĂŒnf Minuten nach der Geburt topgestyled und anmutig dem Volk zu winken, lag ich die meiste Zeit zusammengekrĂŒmmt mit einer Riesen-Binde im Bett.

Und wĂ€ren Blut Niagara-FĂ€lle und Schmerzen noch nicht genug, wurde ich auch noch mit einer Wochenbettdepression beschenkt. Diese hat sichzum GlĂŒck nach zwei Wochen gelegt.

Aber dennoch schade, was die Natur da bei mir verdummdödelt hat. Da will man die Zeit ausschließlich mit seinem Kind verbringen und hat stattdessen viel mehr mit seinem eigenen Körper zu tun.

10. ZurĂŒck zur alten Figur – ein langer Prozess

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Heidi Klum hat’s vorgemacht und ich war mir sicher, ich mach’s ihr nach. In wenigen Wochen habe ich wieder ein top Figur. Auch an dieser Stelle noch mal: Ha. Ha. Ha. Zu seiner alten Figur zurĂŒckzukommen ist fĂŒr die meisten Frauen ein sehr langwieriger Prozess. Manchmal klappt’s auch gar nicht. Stichwort: Bindegewebe, HĂ€ngebrĂŒste und Schwangerschaftsstreifen.

Aber hey, du hast grad ein kleines Leben erschaffen. Das letzte, was jetzt wichtig sein sollte, ist deine Figur. Gib dir einfach (ganz viel!) Zeit.

Fazit: Es kommt alles anders

Manche Dinge wusste ich vielleicht vor der Geburt schon, aber habe es mir nie in diesem Ausmaß vorgestellt, wie es letztendlich geschehen ist. Es kommt tatsĂ€chlich alles irgendwie anders. Aussuchen kann man sich jedenfalls nicht.

Nichtsdestotrotz denkst du nach gewisser Zeit schon wieder ganz anders ĂŒber die Geburt, auch wenn es kurz danach nicht den Anschein macht. Denn der Spruch, dass man alle Schmerzen der Geburt vergisst, stimmt definitiv.


Juliane

Ich bin Juliane und Mama einer 4-JĂ€hrigen. Zu gern erinnere ich mich an die Schwangerschaft, Babyzeit und die ersten Monate bzw. Jahre unseres Eltern-Daseins. Das Leben dreht sich um 180 Grad. Gern begleite ich auch dich durch diese Zeit, gebe Tipps, Empfehlungen und bin fĂŒr dich da.

Profilbild von Lilaluz

Lilaluz

03.11.2020, 19:58

Liebe Juliane, sehr schade, dass deine Geburt und die „Nachwehen“ bei dir so ausgefallen sind. Die Geburt meines Sohnes war sicherlich auch keine aus dem Bilderbuch, aber dennoch haben die vielen tollen EindrĂŒcke danach das alles weggeschwemmt. Ich musste geschnitten, lange genĂ€ht und mein kleiner zuvor nach mehreren AnlĂ€ufen per Saugglocke herausgezogen und gedrĂŒckt werden (daran hatte er lange zu knabbern). Das gelang im letzten Moment und nach 32h, bevor wir in den OP gekommen wĂ€ren und kurz nachdem mir doch noch eine PDA verpasst wurde (die ich nie wollte). Dennoch, die Wehen waren bis auf die Presswehen durchaus ertrĂ€glich, der Dammschnitt verheilte nach anfĂ€nglicher EntzĂŒndung ratz fatz, ich duschte unmittelbar zurĂŒck im Zimmer (und fĂŒhlte mich frisch und fit – die Hormone & GlĂŒcksgefĂŒhle sind der Wahnsinn) und benötigte noch genau eine Paracetamol im Nachgang. Also auch wenn vieles nicht so lief wie ich mir das tiefenentspannt vorgestellt hatte, braucht man keine Angst davor haben und das vermittelt dein Bericht schon eher, auch wenn du nur deine Wahrheit erzĂ€hlst. Auch anfĂ€ngliche Stillprobleme kann man meist gut in den Griff bekommen.
Jede Geburt ist anders und ich freue mich auf die bald wieder bevorstehende :)! Diesmal hoffentlich ohne Intervention (aber auch ohne Dammmassagen und Akupunktur im Voraus). Wenn eingegriffen werden muss, dann ist das eben so, und am Schluss nur ein Wimpernschlag im Leben. Planen kann man das nicht, sondern dem Ganzen nur positiv und ohne Angst begegnen. Denn Angst verkrampft und hemmt nur.

    Susanne Meinbaby-Team

    04.11.2020, 08:39

    Guten Morgen, vielen Dank fĂŒr deinen Bericht! Wie schön, dass du wieder schwanger bist, wir wĂŒnschen dir und deinem Baby alles Gute und eine wunderbare Kennenlernzeit! Die Geburt meines Sohnes lief bei uns auch nicht so, wie wir es erwartet hatten – ich lag 55 Stunden in den Wehen, hatte Wehentabletten, Tropf, PDA, enorme Kreislaufprobleme, etc. Eine Geburt ist immer erstmal schwierig, aber wir alle meistern das 🙂 und bekommen als Belohnung das schönste Geschenk!

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Tina

29.10.2020, 00:51

Hey Ihr lieben GeleidgeprĂ€gten, ich war 17, als ich mein erstes Kind bekam. Auch hatte ich irgendwie Angst vor der Geburt und wusste nicht, was auf mich zu kam. Einen Einlauf habe ich zwar bekommen, jedoch war ich alleine auf der Toilette und hatte Angst, dass ich dabei das Baby verlieren wĂŒrde, weil dann noch gleichzeitig auch Wehen eintraten. Das ist aber nur sehr, sehr dunkel in Erinnerung geblieben. Trotz, oder vieleicht wegen meinem jungen Jahren hatte ich nur 5 Stunden wehen und keine Medikamente. Es war fĂŒr mich natĂŒrlich so und auch gut. Doch das schönste an dem Geburtsvorgang war, als der Kopf und dann der Körper draussen waren. Ich hatte danach so ein wirklich unbeschreiblich, herrliches GefĂŒhl, dass ich mir dachte: "Das möchtest Du noch mal erleben". Mein Damm ist zwar gerissen, doch die Schmerzen waren im VerhĂ€ltnis zu den Wehen gar nichts. 2 Jahre spĂ€ter habe ich dann mein zweites Kind bekommen und nochmals 3 Jahre spĂ€ter mein drittes Kind. Trotz meiner Unerfahrenheit spreche ich immer positiv ĂŒber meine Geburten. Und ich danke Gott dafĂŒr, das alle Kinder gesund waren und sind. Lieben Gruß von Tina

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Babykrabbe

17.09.2020, 10:58

Ich habe vor 7 Wochen NatĂŒrlich Entbunden und muss sagen ich hatte so krass Angst davor zu entbinden. Mit einigen GesprĂ€chen mit der Familie und eigenen Mantras, konnte ich mich wieder beruhigen. Und noch dazu das meine Kleine auf sich warten lassen hat, war ich schon ungeduldig auf die Geburt. Als erstes kann ich nur jedem raten auf seinen Instinkt zu hören. Das habe ich getan dadurch war die Geburt so schön, trotz das ich eine heiden Angst hatte. Als meine wehen los gingen, sollte ich sofort ins Krankenhaus. Bin erst nach Hause habe die Sachen zu Ende gepackt und in Ruhe gegessen. Irgendwann gegen 20uhr bin ich ins Krankenhaus. Mit mega starken Schmerzen, die habe ich kaum aushalten können. Muttermund war nur wenig offen, bin wieder heim, das wollte ich dort im KH nicht aussitzen. Buscopan gegen den Schmerz bekommen, half nur wenig. Als ich es nicht mehr aushielt. Bin ich gegen 1 Uhr nacht wieder hin. Was soll ich sagen konnte vor so starken Schmerzen kaum laufen. Und die Hebamme schien das egal zu sein, so schrof und ein GlĂŒck war um 7 Schicht Wechsel. Da hatte ich eine so tolle bekommen, wodurch die Geburt wundervoll war. Ich hatte mich fĂŒr eine PDA entschieden und ich muss sagen der Zeitpunkt und die Entscheidung war richtig. Wenn euch das angeboten wird macht es, 6 Std mit Starken schmerzen wollt ihr nicht liegen.
Darmriss und die Schmerzen waren sehr schlimm, wenn das Kind schreit und du nicht schnell genug hoch kommst, weil du wie ein KĂ€fer auf den RĂŒcken bist, ist schon mies. Im ganzen hatte ich unwahrscheinlicher GlĂŒck, dass meine Geburt so gut verlaufen war. Und wĂŒnsche es jeder Frau die entbindet. Redet euch ein das ihr das schaft, das ihr stark seit. Und was danach kommt ist vergessen. Bleibt die Tage im Krankenhaus und geht zu den Schwestern die Helfen euch immer. Ach und kĂŒhlendebinden einfach mit Wasser etwas betrĂ€ufeln und ins Gefrierfach machen. Das war das angenehmste was ich nur sagen kann.

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Tina

11.09.2020, 16:02

Danke fĂŒr diesen ehrlichen Bericht. Ich bin in der 28. SSW und deine Erfahrung stimmt zum grĂ¶ĂŸtenteils mit anderen Berichten von Freundinnen ĂŒberein, was die alles schon im Kreissaal erlebt haben. Klar, jede Geburt ist anders, aber ich fĂŒr meinen Teil habe genug Geschichten gehört, was alles passieren kann und auch dann passiert ist. Ich schĂ€me mich auch dessen nicht, zu sagen, dass ich mich bewusst fĂŒr einen Kaiserschnitt entschieden habe, aufgrund solcher Berichte. Ich fĂŒhle mich wohler mit einer Narbe im Schambereich und den Komplikationen, die damit verbunden sind, als es auch nur eine Minute auf natĂŒrlichen Weg zu versuchen, und darunter mehr zu leiden, als wie bei diesem Eingriff. Dazu muss ich sagen, dass ich durch eine 70%ige SchĂ€digung an der WirbelsĂ€ule das “GlĂŒck“ habe, einen Kaiserschnitt zu bekommen, denn ich weiß genau, eine normale Geburt wĂŒrde ich vom GemĂŒt her nicht ĂŒberleben. Ich habe fĂŒr jede Frau Respekt, die sich fĂŒr den natĂŒrlichen Weg entscheidet und sich sagt, dass schaffe ich, aber ich gehöre definitiv nicht dazu und gebe offen und ehrlich zu, dass fĂŒr mich persönlich die normale Geburt nach all den Dingen, die ich darĂŒber gehört habe, nicht infrage kommt. Klar, es kann ĂŒberall etwas passieren, aber ich lese und höre lieber solche Art von Berichten, die nichts beschönigen, als solche, wo alles ja sooo super toll war und es gar nicht so schlimm ist, wie immer alle sagen, usw. Lieber mit dem Schlimmsten rechnen und danach froh sein, wenn doch nichts passiert, sag ich mir immer 😉 Deswegen sind solche Berichte gut, um ein besseres VerstĂ€ndnis zu entwickeln.

    Profilbild von Vero

    Vero

    26.10.2020, 10:00

    Ich kann dich verstehen aber ich hatte einen kaiserschnitt nachdem ich 4 Tage lang unter Schmerzen lag und mein Muttermund nicht aufging bzw nur bis 4 cm und ich muss sagen ein Kaiserschnitt ist eine operation und die ist nicht komplikationslos denn man kann auch das kind verletzten bzw an der blase kann auch etwas passieren sodass man inkontinent wird. Das mit den Schmerzen danach und ueberhaupt wenn man stillen moechte und das Baby einfach nicht nehmen kann ist auch nicht schoen. Ich wuerde es erst veraichen mit einer natuerlichem Geburt und.wenns dann nicht klappt als 2te option einen Kaiserschnitt durchfuehren lassen denn wer moechte sich denn freiwillig operieren lassen????? Meine Meinung ist njcht boese gemeint jeder denkt anders Liebe Grueße und allen viel Glueck

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Johanna

04.09.2020, 18:26

Wow es ist krass als Hebamme solche Geschichten zu lesen.
Ich finde es gut das man sich ĂŒber Dinge austauscht die passieren, aber in meinem Job merke ich immer wieder das Frauen mit bestimmten Ängsten in den Kreißsaal kommen weil sie genau solche Artikel gelesen haben.
Geburtshilfe ist ein Thema wo es um Leben und Tod geht.
Manchmal gibt es Situationen wo wir als Hebammen schnell handeln mĂŒssen.
Sicherlich sind diese Situationen nicht schön und alles andere als traumhaft aber in diesen Situationen geht es um Leben und Tod.
FrĂŒher haben die Frauen ihre Kinder alleine bekommen und es gab keine Probleme.
Dieses Kommentar soll niemanden beleidigen. Ich möchte damit sagen das man mit solchen Geschichten oder Artikeln vorsichtig umgehen sollte.

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Nora

28.07.2020, 14:38

Wenn man sich gescheit informiert sollte einem all das bereits bekannt sein. Werdenden MĂŒttern mit so einem gehĂ€ssigen „Artikel“ Angst zu machen finde ich unmöglich.
Reißerische Überschrift und Einleitung, was tut man nicht alles fĂŒr die Quote

    Juliane

    30.07.2020, 10:29

    Liebe Nora, wir haben die Erfahrung gemacht, dass sehr sehr vielen Frauen bestimmte Dinge vorher eben nicht bekannt sind und diese nach der Geburt dann geschockt sind. Es gibt diese Bilderbuchgeburten klar, es gibt aber eben auch das komplette Gegenteil. Alles ist möglich, und daran ist nichts gehĂ€ssig! Und auch wenn du nicht dazugehörst und es nicht fĂŒr möglich hĂ€ltst, gibt es Frauen die nichts schön geredet bekommen möchten, oder auch im Nachhinein Ă€hnliche Erfahrungen lesen möchten, um zu wissen, sie sind nicht allein und auch ihre Erlebnisse sind ganz normal. Wir möchten hier auch eine Plattform zum Austausch der gesellschaftlichen Tabuthemen bieten. Niemand muss, jeder darf 😉

evafl21

22.06.2020, 09:06

Danke fĂŒr die vielen Einblicke. Ich glaube, dass es gut ist, vorab zu wissen, auf was man sich einlĂ€sst, aber man weiß ja auch, wofĂŒr das alles "gut" ist. 🙂

Kaddarina

09.05.2020, 06:38

Wie wahr…

AnnaDoro

13.04.2020, 16:55

Die Geburt meiner Tochter liegt nun 10 Wochen zurĂŒck und ich kann die negativen Erfahrungen absolut nicht teilen. Ich hatte mich mit Hypnobirthing vorbereitet und das hat sich gelohnt. NatĂŒrlich hatte ich auch heftige Wehen aber ich habe sie nicht als furchtbar und ĂŒbermĂ€ĂŸig schmerzhaft empfunden. Das man Kot ausscheidet ist auch normal. Kann einem auch mit vorherigen Einlauf passieren. Schließlich wird das Kind durch den Geburtskanal geschoben und der liegt direkt neben dem Darmausgang. DafĂŒr muss man sich ĂŒberhaupt nicht schĂ€men und die Hebammen lassen einen es nicht merken. Ich erinnere mich jedenfalls sehr gerne an diesen wunderbaren Tag zurĂŒck.

Maria86

10.04.2020, 10:27

Ich hatte einen Notkaiserschnitt, wĂŒrde aber beim nĂ€chsten Mal gerne natĂŒrlich gebĂ€ren. Auch wenn die Ärztin bei der Abschlussuntersuchung wenig begeistert wirkte.
Ich glaube, man muss keine Angst haben. Man ist von Menschen umgeben, die das jeden Tag machen. Ich fĂŒhlte mich bis zum Kaiserschnitt gut aufgehoben, auch wenn die Wehen mich echt geschafft haben.
Und am Ende hat man fĂŒr jede eventuelle Qual ja das schönste Geschenk im Arm.

Mini-me

02.03.2020, 14:19

Trotzdem wĂŒrde ich noch ein Kind bekommen wollen

Gina_Sbg

24.02.2020, 11:59

Sehr gut geschrieben, klasse đŸ‘đŸ»

Iggiz

06.12.2019, 19:14

@Julia: ich hoffe. Macht mir schon Angst.

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Julia

12.11.2019, 00:23

Irgendwie sind Geburten chaotisch- nichts ist wirklich planbar und man wird von den Ereignissen " ĂŒberrollt". Nach 5 Geburten ( sehr unterschiedlichen!)kann ich nur sagen: Vergesst alles, was man so empfohlen bekommt! Niemand denkt unter einer Geburt an entspannende DĂŒfte oder den Labello gegen raue Lippen.
Vielleicht werdet Ihr Euch ĂŒbergeben, wenn sich der Muttermund öffnet( besonders unschön, wenn Ihr wĂ€hrenddessen in einer Geburtseanne sitzt!), vielleicht unter der Geburt Kot und Urin verlieren, vielleicht könnt Ihr das liebevolle Streicheln des Partners gar nicht ertragen und motzt ihn an. Richtet Euch einfach darauf ein, dass es wie eine Naturgewalt ĂŒber Euch hinwegfegt. Das Gute daran: Danach habt Ihr das Kind und alles ist bald vergessen:)

Iggiz

03.11.2019, 16:29

Oh Gott…

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Sara

06.10.2019, 22:11

Toller Bericht… Danke dir.
Ich bin in der 16. SSW und habe mich schon immer gefragt, wie das so gehandhabt wird, zum Beispiel mit Stuhl und Urin wĂ€hrend der Geburt. Finde ich echt keinen schönen Gedanken und stelle ich mir unglaublich unangenehm vor. Ein Einlauf wĂ€re da doch gar nicht schlecht?! Ich bin auf jeden Fall dafĂŒr auch die heftigen Sachen lieber vorher zu wissen, dann kann ich mich drauf einstellen oder sogar meine Hebamme fragen. Also VIELEN Dank 😊

    Profilbild von Babykrabbe

    Babykrabbe

    17.09.2020, 11:05

    Was ich getan habe ist das ich da wo ich entbunden habe und wollte angerufen habe. Ich habe mir ein Telefonsprechtermin geben lassen. Wo ich schon mal die Aufnahme und Daten austauschen konnte. Ich habe mir vorab Fragen auf geschrieben. Wurden alle gut beantwortet. Nahm mir schon mal die Angst. Die stellen sich voll auf dich ein und vermerken was dir wichtig ist. Die Geburt kannst du nicht planen, wurde mir auch gesagt und ich kann das auch bestÀtigen.

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Tanja S

26.09.2019, 06:33

Toller Bericht! Nach dem Lesen hab ich erstmal mein 11 Wochen altes Baby in die Arme genommen und ganz fest mit ihm gekuschelt😊 deine Worte erinnern mich so sehr an meine Geburt! Und in diesem Moment mit meinem Baby im Arm, weiss ich das jeder einzelne, unangenehme und schmerzhafte Moment sich mehr als gelohnt hat fĂŒr dieses kleine Wunder!💓

EinfachKaro

04.08.2019, 10:05

Ich finde den Beitrag wirklich gut geschrieben, man kann beim Lesen ein wenig mitfĂŒhlen. Klasse

Profilbild von NatYes

NatYes

01.08.2019, 13:02

Meine Geburt ist jetzt vier Monate her. Somit noch sehr frisch in Erinnerung. So schlimm, wie in dem Artikel ist nun wirklich nicht. Das die Wehen zunehmen und man nicht mehr am Handy spielt kann ist ja wohl jedem klar. Auch die Dammmassage wird nicht von jedem empfohlen. Ich habe sie nicht gemacht und auch keine Geburtsverletzung gehabt. War vielleicht auch etwas GlĂŒck. Die ersten zwei Monate nach der Geburt fand ich allerdings auch sehr sehr anstrengend vor allem emotional.

    Juliane

    01.08.2019, 14:51

    Hallo NatYes, vielen Dank fĂŒr deinen Bericht. Wie oben im Artikel erwĂ€hnt, ist jede Geburt unterschiedlich. Das waren meine Erfahrungen. Ich habe unheimlich viele Freundinnen, bei denen Punkt fĂŒr Punkt Ă€hnlich ablief. Ich habe aber auch eben so gut Freundinnen, die in den Kreißsaal reinspaziert sind und kurz danach mit Baby wieder herausspaziert sind. Jeder empfindet es auch anders. Darunter ist ĂŒbrigens auch eine, die die Geburt tatsĂ€chlich per Whats App in einer kleinen ausgewĂ€hlten Gruppe mit regelmĂ€ĂŸigen Status-Updates dokumentiert hat 😉 Auch das gibt es, deshalb ist der Gedanke gar nicht so abwegig 😉
    Letztendlich weiß man nie, ob Dammmassagen oder Bauch einölen und Dinge dergleichen etwas bringen. Ich war zum Beispiel auch zur Akupunktur und die bei der Geburt anwesende Ärztin meinte, dass es bei mir tatsĂ€chlich sein könnte, dass durch Akupunktur und Dammmassage es so unheimlich schnell ging. Who knows…
    Ich habe meinen Geburtsverlauf 2-3 Tage danach ĂŒbrigens sehr detailgenau aufgeschrieben, deshalb ist beim Lesen dieses Berichts auch noch alles wie gerade erlebt, im Kopf 😉

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