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Das Verhütungspflaster: Alles was ihr wissen müsst

Es gibt einfach so unglaublich viele verschiedene Arten der Verhütung, egal ob vor oder nach einer Schwangerschaft. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Neben dem Diaphragma ist auch das Verhütungspflaster eine beliebte Verhütungsmethode. Aber was hat es damit eigentlich wirklich auf sich?

 

Was genau ist ein Verhütungspflaster?

Das Verhütungspflaster ist eine wirklich beliebte Verhütungsmethode. Es wird ebenfalls Hormonpflaster genannt. Das sagt schon einiges mehr aus. Anders als die Antibaby-Pille wird das Pflaster auf der Haut angebracht. Es sieht also tatsächlich wirklich wie ein Pflaster aus. Es ist ca. 11 cm² groß und quadratisch. Durch die Hautfarbe des Pflasters ist es praktischer Weise somit fast unsichtbar!

 

Vorteil des Pflasters: Es ist um einiges sanfter als die Antibaby-Pille und ihr müsst nicht täglich daran denken. Vergessen also nicht möglich!

Löst sich das Pflaster beim duschen/schwimmen?

Nein! Eine besondere Oberfläche sorgt für den extra Halt auch im Wasser.

Wie wirkt das Pflaster?

Das Verhütungspflaster wirkt ebenso wie die Antibaby-Pille hormonell.  Nachdem es auf die Haut aufgetragen wird, gibt es gleichmäßig Hormone an den Körper ab. Aber was sind das für Hormone? Hierbei handelt es sich um Östrogen und Gestagen.

Der Vorteil: Im Gegensatz zur Antibaby-Pille nehmen die Hormone beim Verhütungspflaster nicht den Umweg über den Magendarm-Trakt, sondern gelangen direkt ins Blut. Deshalb eignet sich das Hormonpflaster insbesondere für Frauen, die unter einem nervösen Magen oder einem reizbaren Darm leiden.

Was passiert in meinem Körper?

Wenn ihr das Verhütungspflaster benutzt, wird euer Eisprung verhindert. Somit kann sich auch kein Ei einnisten – daher erfolgt keine Schwangerschaft. Gleichzeitig wird euer Schleimpfropfen gestärkt. Der Schleimpfropf verschließt somit also die Gebärmutter – für Spermien keinen Zutritt.

Das Verhütungspflaster richtig verwenden

Im Gegensatz zum Diaphragma ist der Gebrauch des Verhütungspflasters ziemlich einfach. Hier haben wir für euch eine kurze Anleitung:

  • Das Pflaster wird am 1. Tag der Menstruation auf der Haut befestigt
    • geeignete Stellen sind: Bauch, Po, Oberkörper, Außenseite des Oberarms, Schulterblätter und Hüfte
    • nicht geeignet: Brüste oder Bein, keine Stellen an denen Kleidung reibt!
  • Achtet vor dem Aufkleben darauf, dass eure Haut fettfrei, sauber und trocken ist
  • Klebt nach einer Woche ein neues Pflaster auf
    • nehmt hierfür nicht die gleiche Hautstelle
    • nehmt aber den gleichen Bereich (z. B. Po)
  • wechselt das Pflaster eine Woche später nochmal
  • setzt in der vierten Woche eine Woche aus (wie bei der Antibaby-Pille)

Wo erhaltet ihr das Pflaster?

Ihr erhaltet ein Rezept von eurem Gynäkologen und erhaltet das Pflaster dann in der Apotheke. Genau wie bei der Antibaby-Pille.

Kosten

Das Verhütungspflaster kostet als Dreimonatspackung ca. 40 – 50 Euro.

Nebenwirkungen

  • Erhöhtes Thrombose-Risiko
  • Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme
  • Migräne
  • Übelkeit

Diese sehr ähnlichen oder sogar identischen Nebenwirkungen treten auf, weil es sich beim Verhütungspflaster wie bei der Pille um ein hormonelles Verhütungsmittel handelt, dass den Hormonhaushalt von euch langanhaltend beeinflusst.

arzt

Für wen ist das Pflaster besonders geeignet

  • Wenn ihr einen nervösen Magendarm-Trakt habt
    • da die Hormone direkt ins Blut gehen und nicht durch den Margendarm-Trakt
  • Wenn ihr ziemlich vergesslich seid
  • Wenn ihr viel unterwegs oder auf Reisen seid. Hier müsst ihr nicht ständig „die komplette Ausrüstung“ mitschleppen
  • Wenn ihr in Schichten arbeitet
    • da die Antibaby-Pille immer zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden soll, kann das bei Schichtarbeit ziemlich schwierig werden

Wann solltet ihr keinesfalls mit den Pflaster verhüten?

  • Wenn ihr eine reizbare Haut habt
    • das Pflaster befindet sich schließlich auf der Haut
  • Wenn ihr öfter den Sexualpartner wechselt
    • das es nicht vor Krankheiten schützt, solltet ihr zusätzlich ein Kondom benutzen
  • Wenn ihr raucht
  • Wenn ihr eine Blutgerinnungsstörung habt
  • Wenn ihr mehr als 90 kg wiegt
    • der Schutz vor einer Schwangerschaft wäre nicht aussreichend gegeben
  • Wenn ihr an Brustkrebs erkrankt seid
  • Bei einer Lebererkrankung
  • Wenn ihr an Diabetes mit Gefäßschädigung leidet
  • Während der Stillzeit
    • da das Verhütungspflaster hormonell wirkt, kann es den Milchfluss und die Menge der Milch beeinflussen. Ebenso können kleine Mengen der Hormone in die Muttermilch übergehen

Das Verhütungspflaster wird als Verhütungsmittel immer beliebter. Vorallem da der Schutz so umfangreich und einfach ist – und die Nebenwirkungen dagegen so gering!

 

Achtung: Ein Nachteil gibt es genau wie bei der Antibaby-Pille: Das Verhütungspflaster schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten!


Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.

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