Vater mit Kind auf der Brust am Schlafen

5 Sorgen werdender Väter & was dagegen hilft

Eine Schwangerschaft ist nicht nur für die Frau ein großes Abenteuer. Natürlich ist es der Körper der Frau, welcher ein besonderes Abenteuer in der Schwangerschaft erlebt und sich unglaublich verändert. Während sie sich auch seelisch große Sorgen macht und Ängste hat, werden diese oftmals durch die direkte Nähe zu dem Kind zerstreut. Auch die Hormone bereiten euch eine wundervolle Achterbahnfahrt. Vergesst aber nicht, dass euer Partner ebenso Ängste und Sorgen hat. Was sind also die großen Sorgen eures Partners? Hier ein paar kleine Tipps für euch, um euren Partner besser zu verstehen.

Und liebe Männer, hier sind Lösungsvorschläge für euch gegen eure Ängste.

Ich werde kein guter Vater

Dieser Gedanke ist bei vielen werdenden Vätern omnipräsent – erst recht, wenn das erste Kind erwartet wird. Der Grund hierfür sind meist Beispiele aus der Familie oder dem Freundeskreis, die verdeutlichen, wie andere Männer in der Rolle des Vaters versagt haben. Auch allgemeine Klischees und Erwartungshaltungen an den Mann sorgen dafür, dass sich werdende Väter selbst so stark unter Druck setzen, dass sie immer mehr daran zweifeln, sich gut um das Kind kümmern zu können.

Tipp: Befreit euch von dem Klischee des versagenden Mannes. Leider bleiben negative Eindrücke meistens viel fester im Gehirn verankert als positive. Somit pflegt ihr die negativen Gedanken und erinnert euch meistens an die versagenden Väter in eurem Umkreis. Ruft euch einfach ins Gedächtnis, dass es viel mehr erfolgreiche und gute Väter gibt als versagende.

Hört auf Ausreden zu finden. „Mein Vater war selbst kein guter Vater, ich habe also gar kein Vorbild gehabt, der mir zeigt, wie es richtig geht“ oder die gegensätzliche Perspektive „Mein Vater war der perfekte Vater, das bekomme ich niemals  genauso gut hin„. Weder das eine noch das andere entspricht der Wahrheit. Das sind lediglich Ausreden, um die Ängste zu verstärken. Sucht lieber Argumente, warum ihr ein guter Vater wärt! „Mein Vater war selber kein guter Vater, ich werde alles anders und besser machen. So weiß ich wenigstens wie es nicht geht“ oder “ Mein Vater war der perfekte Vater, ich muss es nicht genauso wie er machen, aber so hatte ich ein perfektes Vorbild„.

Ich bin keine gute Unterstützung

Eine Schwangerschaft bedeutet für Frauen meist eine Belastung auf mehreren Ebenen. Es gilt während der neun Monate nicht nur körperlichen, sondern auch psychischen Problemen stand zuhalten, um sich nach der Geburt um das Kind kümmern zu können. Da Männer viele dieser Belastungen (aus biologischen Gründen) nicht nachvollziehen können, fühlen sie sich schnell überfordert und glauben, dass sie ihre Frau nicht ausreichend unterstützen. Manche entwickeln aufgrund der Solidarität und der eigenen Ohnmacht sogar das sogenannte Couvade-Syndrom.

Tipp: Manchmal reicht es einfach, wenn ihr eurer Partnerin Verständnis entgegenbringt. Das ist die perfekte Unterstützung. Gönnt ihr doch einmal einen Wellnesstag oder einen Tag mit ihren Freundinnen zum Entspannen. Auch wenn ihr die Hormone und den ganzen Stress, den sie hat, nicht wirklich versteht, versucht es einfach.

 

Was wenn meiner Frau etwas passiert?

Auch bei dieser Sorge spielt wieder einmal die männliche Ohnmacht eine wichtige Rolle. Während die Mutter aktiv Einfluss auf den Schutz des Kindes nehmen kann, bleiben dem Vater meist nur wenige bis gar keine Möglichkeiten. Das gleiche gilt für den Schutz der Mutter. Viele Männer befürchten während der Schwangerschaft deswegen permanent, dass der Mutter oder dem Kind etwas zustoßen könnte. Während viele Frauen ebenfalls keinerlei Ängste haben, alleinerziehend werden zu können, haben Männer teilweise panische Angst, mit dem Kind komplett auf sich gestellt sein zu müssen. Männer fühlen sich oftmals (ebenso wie die Frau von ihrem Mann) von ihrer Partnerin beschützt und sie geben ihnen Sicherheit, auch bezüglich des Umgangs mit dem Kind.

Tipp: Seid dankbar für das, was jetzt gerade ist. Eurer Frau und eurem Kind geht es gut, sie sind gesund und munter. Und das wird auch so bleiben. Außerdem, ihr seid oder werdet ein toller Vater, ihr könnt alle Aufgaben meistern, egal was in Zukunft auch auf euch zu kommt.

Bald bin ich unwichtig

Viele Männer haben Angst, nach der Geburt des Kindes unwichtig zu werden. Natürlich dreht sich bei ihnen auch auf einmal alles um das Kind, aber sie haben tatsächlich große Angst, vernachlässigt zu werden. Bei einigen Männern entwickelt sich aus dieser Sorge sogar eine leichte Eifersucht auf das Kind, die es  unbedingt zu vermeiden gilt. Natürlich kann es eurer Frau passieren, dass sie nach der Geburt sehr auf das Kind fixiert ist. Außerdem wird sie durch den Schlafmangel ziemlich kaputt und müde sein. Auch das Wochenbett bindet nicht unbedingt aneinander.

Tipp: Macht euch immer wieder eines bewusst: Das Kind, dass ihr gemeinsam erwartet, treibt keinen Keil in eure Beziehung, sondern bindet euch noch stärker aneinander. Es gibt also keinen Grund zur Sorge.

Tipp für die Frauen: Ihr beide seid nicht nur Eltern, sondern auch immer noch ein Paar. Nehmt euch also Zeit für Zweisamkeit. Nehmt euch einen Abend Auszeit und genießt natürlich auch einmal Zeit zu zweit. Geht vielleicht in euer Lieblingsrestaurant oder einfach einmal ins Kino. Tut das, was ihr vorher auch getan habt. Überlegt euch schöne Aktivitäten zu dritt, bei denen der Mann eine große Rolle spielt. Geht vielleicht schwimmen. Hier kann der Vater das Kind halten, während ihr ihn vielleicht massiert. Genießt einfach das neue Gefühl, eine Familie zu sein. So fühlt sich euer Mann nicht vernachlässigt, sondern mit eingebunden. Lasst ihn euch helfen und auch an eure eigenen intimen Momente mit dem Kind teilhaben. Vielleicht kann er euch ja einmal das Baby zum Stillen an die Brust legen oder es schlafend entgegennehmen. Und zuletzt: Überrascht ihn! Zeigt ihm, dass ihr, auch wenn er nicht da ist, an ihn denkt. Macht ihm eine kleine Freude und schenkt ihm dadurch die benötigte Aufmerksamkeit.

Ich kann nicht bei der Geburt dabei sein

Natürlich könnt ihr eurer Partnerin während des letztens Schwangerschaftsdrittels nicht pausenlos zur Seite stehen. Ihr müsst schließlich arbeiten, wollt eure Freunde sehen oder eure Partnerin unternimmt etwas. Aber jederzeit kann die Geburt beginnen und eure Liebste begibt sich in das nächste Krankenhaus. Hier stehen also mehrere Dinge im Weg, die Entfernung und der Zeitpunkt.

Tipp: Sprecht vielleicht im Vorfeld mit eurem Arbeitgeber, so könnt ihr euch vielleicht auch zum schlechtesten Zeitpunkt sofort auf den Weg ins Krankenhaus machen. Überlegt euch vielleicht einen Ersatz. Bestimmt jemanden der eure Frau, solltet ihr einen längeren Anreiseweg haben, in den Kreißsaal begleitet. Entspannt euch, gerade bei dem ersten Kind dauert die Geburt etwas länger. Eure Partnerin wird gut versorgt und bis ihr da seid, unterstützt sie die Ersatzperson. Auch wenn ihr vielleicht in den ersten Phasen der Geburt nicht dabei sein könnt, zu dem tatsächlichen „auf die Welt kommen“ schafft ihr es wahrscheinlich noch.


Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.

Kommentar verfassen

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.