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Wie wichtig ist Impfen?

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Es gibt wohl kein Thema, das mehr Kontroversen unter Eltern hervorruft als das Thema Impfen. Wir wissen, dass es bei diesem Thema nur zwei Lager gibt (Impfen oder Nicht-Impfen) und trotzdem wollen wir uns in die Schlacht wagen. Warum? Wir empfinden es als unsere Pflicht, aufzuklären. Auch wenn unser Lager auf der Impf-Befürworter-Seite liegt, so heißt das trotzdem auch, dass wir uns mit den Gefahren und Risiken, die das Impfen mitbringt, kritisch auseinandersetzen. Wir möchten also gerne grade ängstlichen Eltern etwas Aufschluss zum Thema Impfen geben und ihnen bei der Entscheidungsfindung behilflich sein!

Baby wird geimpft

Gibt es eine Impfpflicht in Deutschland?

Im Gegensatz zu vielen anderen unserer EU-Mitgliedstaaten, ist das Impfen in Deutschland keine Pflicht. In Tschechien, Ungarn oder Frankreich zum Beispiel, sind verschiedene Impfungen (unter anderem die gegen Masern, Polio, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Hepatitis B…) gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland ist zumindest eine Impfpflicht gegen Masern immer mal wieder im Gespräch. Prinzipiell gibt es derzeit nur das Gesetz § 20 Abs. 6 und Abs. 7 IfSG (Infektionsschutzgesetz) das besagt, dass im Falle einer drohenden Epidemie, bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen teilnehmen müssen.

Bis 1975 bestand noch eine gesetzliche Impfpflicht gegen Pocken in der BRD. Auch wenn heute oft diskutiert wird, dass eine solche Impfpflicht gegen das Grundgesetz verstoße, so galt die verpflichtende Pockenschutzimpfung mit dem Grundgesetz als vereinbar.

Allein durch die Schuleingangsuntersuchungen kann man die Impfquote in unserem Land einigermaßen genau bestimmen. Derzeit hält sie sich wacker bei 95%, was für den sogenannten Herdenschutz die Untergrenze ist.

Was ist Herdenschutz?

Als Herdenschutz wird der Effekt bezeichnet, wenn eine möglichst geringe Anzahl an ungeimpften Menschen durch ihre geimpften Mitbürger geschützt sind. Das heißt bildlich gesprochen, wenn sich ein ungeimpftes Kind in einer Traube Menschen mit Immunität befindet, dringen gefährliche Infektionskrankheiten nur schwieriger zu diesem Kind durch. Je mehr Menschen ohne Immunität es aber gibt, desto größer wird die Gefahr sich anzustecken. Sprich, wenn immer weniger Menschen sich impfen lassen, kann es unter Umständen passieren, dass Epedemien ausbrechen. Wissenschaftler legen die Untergrenze auf 95%, damit dieser Herdenschutz bestehen kann. Eigentlich sollten die verbleibenden 5 % Menschen mit einer Immunsuppression, Schwangeren und Babys vorbehalten sein.

Eventuell keine Herdenimmunität bei Keuchhusten

Möglicherweise können geimpfte Personen den Erreger von Keuchhusten trotzdem übertragen. Eventuell gibt es hier also keinen Herdenschutz. Nachdem in den USA 2012 fast 50.000 Menschen erkrankten, wurde diese Überlegung aufgestellt. Eine Studie an Affen belegte die Vermutung, wird aber von Deutschen Wissenschaftlern bezweifelt. Auch für die Krankheit Polio besteht jener Verdacht.

Krankheiten breiten sich aus wie ein Lauffeuer

Stellen wir uns mal vor, für Masern beispielsweise würde keinerlei Immunität in der Bevölkerung bestehen. So werden aus einem Erkrankten 15 weitere kranke Menschen, in der zweiten Infektionsgeneration sind es dann schon 225 Betroffene und in der Dritten sage und schreibe 3.375. Diese Krankheiten breiten sich aus wie ein Feuer. Man weiß heute, dass man dieses „Feuer“ durch verschiedene Maßnahmen eingrenzen muss, um eine verheerende Pandemie zu kontrollieren. Einer der wichtigsten Punkte ist das Impfen der noch gesunden Bevölkerung.

Was passiert, wenn die Herdenimmunität nicht mehr greifen kann, zeigte ein Fall im bayerischen Coburg 2002. Hier sprachen sich zwei ansässige Ärzte gegen das Impfen aus und das hatte zur Folge, dass mehr als 1.000 Kinder an Masern erkrankten.

Die Gefahr von Masern

In der letzten Zeit rückt besonders die Krankheit der Masern immer mehr in den Mittelpunkt der Impfdiskussionen. Die Regierung berät derzeit sogar über eine Impfpflicht der Masern-Impfung. Leider gab es in den letzten Jahren immer mehr Fälle von Erkrankungen. Das Problem liegt aber nicht nur bei Kindern. Auch viele Erwachsene vergessen wohl oft die zweite Auffrisch-Impfung, bzw war diese in bestimmten Jahren nicht Standard. Mein Mann und ich haben sie beispielsweise auch nur einmal bekommen. Mehr zum Thema Masern und wie gefährlich die Krankheit sein kann, lest ihr in unseren Ratgeber zum Thema „Zahl der Masernfälle steigt weiter an„.

Laut der WHO konnten von 2000 bis 2013 circa 15,6 Millionen Todesfälle durch eine Masernerkrankung verhindert werden. Im Jahre 2014 gab es weltweit 360.000 gemeldete Masernfälle und 2013 145.700 Todesfälle durch Masern. Am schlimmsten betroffen ist der gesamte Kontinent Afrika, südlich der Sahara. Hier gibt es teilweise nur eine Impfquote von 50%. Auch in Deutschland steigen die Fälle immer weiter an. Dem wird die zuvor beschriebene Impfmüdigkeit der Bevölkerung zugrunde gelegt.

Ist es gefährlich mein Kind nicht zu impfen?

Zugegeben, natürlich ist eine Impfung für den kleinen Körper eines Neugeborenen oder Babys auch nicht ganz ungefährlich. Selbst bei Erwachsenen können Komplikationen auftreten. Eines sei aber gewiss – ein Ausbruch der Erkrankung ist definitiv auch nicht ohne. Zu oft hört man Menschen sagen, dass ein gesunder Körper diese Infektionskrankheiten wegstecken kann. Diese Krankheiten können allerdings auch zum Tod führen oder schwerwiegende (Spät)-Folgen haben. Man kann es leicht mit sogenannten „Routineeingriffen“ vergleichen. Steht eine Blinddarm-OP bevor, könnte man auch abwägen, schließlich kann da ja auch etwas schief gehen. Die Mehrheit wird sich aber für die OP entscheiden, weil man weiß, dass ein Blinddarmdurchbruch den Tod bringen würde.

Injektion Spritze mit Ampullen

Infektionskrankheiten früher und heute, hier und dort

Fragt euch doch mal, warum in der Vergangenheit schon einige Krankheiten Millionen von Menschen dahin gerafft haben. Sicher weil auch ein gesunder Körper eben nicht alle Krankheitserreger verarbeiten kann. Hilflos stand man zu diesen Zeiten solchen Pandemien gegenüber und investierte viel Kraft und Energie in die Forschung. Nur deshalb können wir heute von Glück reden, dass wir uns vor den schlimmen Infektionskrankheiten, zumindest in Deutschland und Europa, nicht mehr fürchten müssen.

Im Mittelalalter verbreiteten die Pest, Pocken und Cholera Angst und Schrecken. Mit der Infizierung dieser Krankheiten fanden viele Menschen im europäischen Raum ihren Tod. Heute ist es die Grippe, die zuletzt 1918 allein in Europa 20 Millionen Menschenleben forderte.

Dank verbesserter Hygiene Aufklärung und bundesweiten Impfschutz, sind nicht-übertragbare Krankheiten, wie Herzinfarkte, Krebs und Diabetes, an der Spitze der Todesursachen unserer Bevölkerung. Schauen wir in ärmere Länder, sieht es gleich ganz anders aus. Durch mangelnde Hygiene, ungeschützten Sex und keine Möglichkeiten, sich impfen zu lassen, sind Infektionskrankheiten wie Masern, Aids und Durchfallerkrankungen hier die Haupttodesursache.

Was für Folgen können Infektionskrankheiten haben?

In der Tat hört sich der Begriff Kinderkrankheiten ziemlich ungefährlich an. Er impliziert, dass diese Krankheit nur im Kindesalter auftritt und das eventuell jedes Kind das mal durch gemacht haben muss, um immun zu sein.

Die Wahrheit aber ist, dass Kinderkrankheiten so heißen, weil sie schon in früher Kindheit auftreten können. Sie sind deshalb aber nicht weniger gefährlich. Nach einer Masern-Erkrankung beispielsweise kann sich selten als Spätfolge eine Gehirnentzündung bilden. Diese wird immer wahrscheinlicher, je jünger das Kind bei der Masern-Erkrankung war. Röteln sind besonders für Schwangere eine große Gefahr. Bei Erkrankung der Mutter, kann es bei dem Baby zu Fehlstellungen, Organschwächen, neurologischen Schäden oder gar zu einer Fehlgeburt kommen. Besonders für Neugeborene ist Keuchhusten sehr gefährlich, da die wegbleibende Luft im schlimmsten Fall zur Sauerstoffunterversorgung oder gar zum Herzstillstand führen kann. Auch Polio (Kinderlähmung) kann wie der Name schon sagt, zu schwerer Invalidität führen. Glücklicherweise ist die Krankheit in Europa schon so gut wie komplett von der Bildfläche verschwunden.

Aber auch die anderen Infektionskrankheiten haben zumindest einen schweren Krankheitsverlauf und teilweise Folgeerkrankungen.

Was sind die Gefahren beim Impfen?

Um Impfungen kursieren neben vielen Fakten auch einige Unwahrheiten. Beispielsweise wird behauptet, dass Impfungen Allergien, Autismus und ein nicht intaktes Immunsystem hervorrufen. Diese Behauptungen konnten teilweise sogar mehrmals wiederlegt werden. Allergien zum Beispiel treten laut des Deutschen Ärzteblattes von 2011 bei geimpften und ungeimpften Kindern gleichbleibend auf.

Autismus durch Quecksilber im Impfstoff?

1998 hat ein britischer Arzt (Andrew Wakefield) wohl herausgefunden, dass es einen Zusammenhang der Kombinationsimpfung Masern-Mumps-Röteln und autistischen Kindern gibt. Nach umfassenderen Studien, die diese Behauptung wiederlegten, wurde bekannt, dass Wakefield von Anwälten, von Familien mit autistischen Kindern, für seine Thesen bezahlt wurde. Nach diesem Skandal wurde ihm die Ärzteerlaubnis in GB entzogen. Wissenschaftler bestätigen, dass es sowohl geimpfte als auch nicht geimpfte Autisten gibt. Heute ist der in Verdacht stehende Stoff Thiomersal in Impfstoffen gar nicht mehr enthalten. Es gab keine Abnahme der Neuerkrankungen an Autismus.

Des Weiteren sind inzwischenfür alle generell empfohlenen Schutzimpfungen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar.

Schadet Impfen dem Immunsystem?

Man hört auch immer wieder, „mein ungeimpftes Kind ist nie krank, während der halbe Kindergarten ausfällt.“, was den Vorwurf beinhaltet, dass geimpfte Kinder ein schwächeres Immunsystem haben und anfälliger für Krankheiten sind. Auch hierfür gab es in den letzten Jahren einige Studien, die aber allesamt als realitätsverzogen und nicht ganz klar gelten, da Eltern selber beurteilen mussten. Ich denke, es liegt an so vielen Faktoren, warum Kinder ständig krank werden. Unsere komplett geimpfte Tochter sieht den Kinderarzt nur zu den U-Untersuchungen und zum Impfen. Sie war bisher (toi, toi, toi) nicht schwerwiegend krank, hat keine Allergien oder Unverträglichkeiten und hat im Jahr vielleicht 2-3 kleinere Infekte. Ein Antibiotikum musste ich ihr zum Glück noch nie verabreichen. Ich will damit sagen, dass man von sich nicht auf andere schließen kann. Und nur weil die eigenen Kinder im Vergleich zu allen anderen nach eigener(!) Auffassung „gesünder“ sind, kann man nicht die Erkenntnis daraus ziehen, dass es an Faktor XY liegen muss.

Kind wartet auf Impfung

Es gibt zudem auch ungeimpfte Kinder mit Allergien, Neurodermitis und Lernbehinderungen, wie man dem impfkritischen Impf-Report entnehmen kann. Vielleicht sind diese Erkrankungen auch kein Resultat von Impfungen, sondern entstehen durch Umwelteinflüsse, Ernährung und teilweise psychischen Faktoren.

Weitere Fragen zur Gefahr des Impfens

Wirklich aufschlussreich sind die Antworten auf verschiedene Fragen und Ängste des Robert-Koch-Instituts.

20 Antworten auf impfkritische Fragen vom Robert-Koch-Institut und Paul-Ehrlich-Institut

Was bedeutet Impfversagen?

Dieser Begriff fällt bei Diskussionen immer wieder, aber was heißt das eigentlich? Impfversagen heißt, dass eine Krankheit bei einer Person trotz Impfung dagegen aufgetreten ist. Denkt daran, keine Impfung kann euch zu 100% schützen!

Grundsätzlich müssen zwei Arten von Impfversagen unterschieden werden:

  • Primäres Impfversagen tritt auf, wenn durch die Impfung keine Immunität erlangt wird, beispielsweise weil die Person ein sogenannter Non-Responder ist.
  • Sekundäres Impfversagen beschreibt den Effekt, dass der Schutz von Impfungen nach einiger Zeit nachlässt. Deshalb sollten gewisse Impfungen auch regelmäßig aufgefrischt werden.

Gefährlich an sowohl primärem als auch sekundärem Impfversagen ist die Tatsache dass man sich sicher fühlt (vor allem bei Kontakt mit Erkrankten), jedoch gar keinen Schutz (mehr) hat.

Impfschaden, Impfkomplikation und Impfreaktion

Auch von Impfschäden ist immer wieder die Rede. Gemeint ist hiermit eine Erkrankung bzw. ein Zustand, der direkt als Folge des Impfens auftritt. Doch muss man unterscheiden zwischen Impfschaden, Impfkomplikation und Impfreaktion. Ein Impfschaden ist „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung“ (§ 2 IfSG). Die Anzahl der wirklich bestätigten Impfschäden ist im Vergleich zu den Schäden die die Krankheit selbst anrichten kann verschwindend gering.

Wie auch andere Medikamente kann es bei Impfungen zu Nebenwirkungen kommen, oder es wurde „falsch“ geimpft, zum Beispiel trotz Krankheit. Die Vorstellung, dass man sich bzw. sein Kind eigentlich nur schützen wollte und nun schwer erkrankt ist, ist wirklich sehr schlimm. Die Vorstellung dass das eigene Kind an einer schweren Erkrankung erkrankt oder gar stirbt, obwohl man es hätte schützen können, ist jedoch ebenso schlimm. Die schwerwiegenden Auswirkungen vieler Infektionskrankheiten sind jedoch um ein Vielfaches häufiger als Impfschäden.

Impfkomplikationen sind schwere, selten auftretende Erkrankungen, die über eine Impfreaktion hinausgehen.

Impfreaktionen sind eine Nebenwirkung der Impfung. Dies können zum Beispiel sein Schmerzen an der Einstichstelle, Gliederschmerzen, Fieber, Unwohlsein, Erbrechen, Kopfschmerzen usw. Sie sind vollkommen normal und leider nicht zu umgehen. Bei der Masernimpfung wurde in vielen Fällen eine Erkrankung mit geschwächtem Verlauf festgestellt, die sogenannten Impfmasern. Diese Impfmasern sind aber keinesfalls ansteckend.

Was ihr beim Impfen eurer Kinder beachten solltet

Für die eigene Gesundheit (bzw. die eurer Kinder) und die der Menschen, die keine Immunität erlangen oder aufgrund von chronischen Krankheiten, Allergien keine Impfungen bekommen dürfen, ist das Impfen der Bevölkerung der beste Schutz. Fakt ist, es gibt keine „vollkommen harmlosen“ Impfungen, so wie es auch keine gut wirksamen Medikamente ohne Nebenwirkungen gibt. Auch wenn die Impfungen sehr, sehr selten schwere Nebenwirkungen haben könnten, ist eine Impfung trotzdem sinnvoll, denn die Erkrankung selbst richtet häufiger große Schäden an. Man kann einige Maßnahmen treffen, damit der Prozess an sich nicht ganz so schlimm für eure kleinen Mäuse wird.

  • mehrmals Impfen, weniger Impfstoffe

Viele meinen immer, dass gerade die 3- und 5-fach Impfungen zu viel für den kleinen Körper werden könnten. Die einzelnen Impfstoffe selber sind hier allerdings um sehr viel schwächer als in den Einzelimpfdosen. Insgesamt muss die Sechsfach-Impfung dafür auch vier Mal gegeben werden. Trotzdem sind es weniger Piekse. Theoretisch könnte man also auch einzeln impfen oder mit einer 5-fach Impfung die umstrittene Hepatitis B Impfung ausklammern.

  • bei jeder Impfung überlegen, ob und ab wann ihr das braucht

Mit einem guten Kinderarzt kann man schon kritisch diskutieren, wie sinnvoll die einzelnen Impfungen sind. Wie schon gesagt, wird die Hepatitis B Impfung in solch jungen Jahren meist sehr kritisiert, da sie sich wohl nur durch Sexualkontakt übertrage. Aber das stimmt nicht. Hepatitis B überträgt sich durch das Blut oder kontaminierte Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Somit ist die Ansteckungsgefahr zwar dennoch niedriger, aber auch für Babys nicht ausgeschlossen.

Windpocken, Rota etc. werden oftmals als „moderner Quatsch“ abgetan. Tatsächlich gibt es diese Impfungen noch nicht lange. Man muss für sich abwägen, ob und wann man zum Beispiel gegen Windpocken impfen möchte. Bei dieser Impfung bin selbst ich sehr gespaltener Meinung.

  • gesund impfen/ keine Krankheiten

Damit die Impfung so gut wie spurlos an euren Kindern vorbeigeht, solltet ihr nur komplett gesund impfen lassen. Wenn das kleine Immunsystem mit einer Krankheit zu kämpfen hat, würde ich es nicht noch mit einem weiteren Problem belasten. Jeder Arzt ist verpflichtet, den Gesundheitsstatus vorher zu prüfen.

  • nach dem Impfen?

Hilft viel kuscheln! Viele schwören auch auf die Gabe von Globuli direkt nach dem Impfen, um die Impfreaktion abzuschwächen. Manche Kinderärzte greifen zu Arnica und Thuja. Allerdings ist die Meinung hier geteilt. Normalerweise wird mit Globuli wohl erst nach Auftreten der einzelnen Reaktionen behandelt. Je nach Reaktion muss dann auch explizit ein homöopathisches Mittel ausgewählt werden. Wahrscheinlich tut aber auch ein wenig Ruhe gut und ältere Kinder vergessen bei einem Eis schnell ihre vorangegangenen Strapazen.

Junge bekommt Pflaster nach dem Impfen

Unsere Umfrage und warum die Impfdiskussion die Gemüter so erhitzt

Ich muss zugeben, uns war bewusst, dass es zu unserer Umfrage auf Facebook sehr unterschiedliche Meinungen geben wird und ja die Diskussion eventuell auch teilweise aus dem Rahmen fallen würde. Mehr dazu lest ihr hier.

Was war der Inhalt der Umfrage?

Wir haben euch gefragt „Getrennte Kitas für ungeimpfte Kinder einführen? Ja oder Nein?“ und eine Woche später dann „Dürfen nur geimpfte Kinder in die Kita?

Eines vorweg: Natürlich sind wir davon ausgegangen, dass Kinder, die nicht geimpft werden können, weil sie zum Beispiel eine Immunschwäche haben, chronisch krank sind oder allergisch reagieren, weiterhin die Kita besuchen dürfen oder in die „geimpft-Kita“ gehen dürfen. Sie sollten vom Herdenschutz profitieren können. Des Weiteren sind ungeimpfte Kinder natürlich nicht weniger wert. Diese Umfragen sind fiktiv anzusehen und sollen ein Appell an die Eltern sein. Wir haben beabsichtigt mit derartigen Extremen gearbeitet, um die Wichtigkeit dieser Diskussion zu unterstreichen.

Die Teilnahme war enorm. Mit Hilfe von Smileys konnte abgestimmt werden. Ca. 2000 User stimmten bei der ersten Umfrage mit ja, 500 mit nein und um die 150 nutzten einen anderen Smiley. Bei der zweiten Umfrage nahmen sogar um die 15.000 Personen teil. 77% stimmten für „ja“ und 23% fanden, dass die Kinder egal ob geimpft oder nicht geimpft einen Kitaplatz bekommen sollten.

? UMFRAGE ? Findet ihr, KiTas sollten nur geimpfte Kinder aufnehmen?

Gepostet von MeinBaby123.de – Spartipps und Gratisartikel am Dienstag, 29. Januar 2019

verschiedene Argumente in der Impf-Diskussion

Mir ist aufgefallen, dass teilweise wirklich sehr fachlich und korrekt argumentiert wurde. Manchmal aber gingen Gespräche tatsächlich unter die Gürtellinie. Manche Argumente kamen auch immer und immer wieder. Den Impfbefürwortern wurde so oft vorgehalten, sie informieren sich nicht richtig und trotten wie brave Lemminge der Meinung des Arztes hinterher. Dieser macht ja nur Profit und im Übrigen verdient sich die Pharmaindustrie eine goldene Nase.

Außerdem wurde auch mehrmals gefragt, was die Eltern mit geimpften Kindern denn zu befürchten haben und ja alles gut ist. Wenn ihre Kinder geimpft sind, kriegen sie wohl keine Krankheiten. An dieser Stelle möchte ich gern noch mal den Hinweis einsetzen, dass es auch Nonresponder, Allergiker, Immunschwache und Säuglinge gibt, die auf den Herdenschutz angewiesen sind. Nonresponder erlangen durch eine Impfung keine Immunität. Immunschwache Kinder, etwa weil sie von Geburt an chronisch krank sind, dürfen nicht geimpft werden und Säuglinge kriegen beispielsweise erst mit einem Jahr die Masernimpfungen. Bringt eine Mama also ihr Kind mit dem kleinen Geschwisterchen zum Kindergarten, muss sie damit rechnen, dass sich das Kleine durch einen dummen Zufall mit beispielsweise Masern infiziert. Klar, auch auf einem Kinderspielplatz oder im Kaufhaus kann dumm gedacht so etwas passieren, aber man möchte ja selber die Möglichkeiten so klein wie möglich halten.

Anders rum könnte man ja auch ebenso fragen, warum Impfgegner so dagegen sind. Wenn sie dahinter stehen, dass ihre Kinder gewisse Krankheiten durch machen müssen, sollte das Konzept der aufgeteilten Kitas doch auch für sie ok gehen, oder?

Darum geht es alle was an!

Ich möchte an dieser Stelle noch mal auf den Herdenschutz hinweisen. Das ist es warum, diese Diskussion die Gemüter so hochkochen lässt. Sollte es immer mehr ungeimpfte Kinder geben, nehmen sie die Plätze ein, die eigentlich denen vorbehalten sind, die immunschwach, Nonresponder oder zu klein zum Impfen sind. Der Herdenschutz geht verloren und unschuldige Gruppen sind in Gefahr! Impfgegner handeln damit nicht nur für sich, sondern auch gegen alle anderen. Deshalb gibt es diese Anfeindungen und wird Diskussionen wie diese auch immer geben.


Juliane

Ich bin Juliane und Mama einer 4-Jährigen. Zu gern erinnere ich mich an die Schwangerschaft, Babyzeit und die ersten Monate bzw. Jahre unseres Eltern-Daseins. Das Leben dreht sich um 180 Grad. Gern begleite ich auch dich durch diese Zeit, gebe Tipps, Empfehlungen und bin für dich da.

Fuzzi

25.02.2019, 07:48

Ich finde impfen wichtig

Fuzzi

04.03.2019, 22:16

Es werden auch nur noch geimpfte Kids im Kindergarten aufgenommen

Iggiz

28.10.2019, 09:50

Gutes Thema. Gute Aufklärung.

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