Mädchen im Schnee

Babys richtig vor der Kälte schützen

Zur Zeit hopsen die Temperaturen noch auf und ab. Schon bald bleiben die kühleren Temparaturen allerdings bestehen. Ein kalter Wind pfeifft uns um die Ohren und wir kuscheln uns in unseren Schal ein. Bei dem Wetter wollen wir natürlich auf Spaziergänge mit unserem Baby oder Spielplatzbesuche mit den älteren Kids keinesfalls verzichten. Frische Luft ist einfach unglaublich wichtig. Ich bin zum Beispiel mit meiner Tochter, während sie die Zähne bekommen hat, stundenlang an der frischen Luft herumgelaufen. Sie hat es einfach geliebt! Aber wie schütze ich mein Baby richtig vor der Kälte?

Warum ist frische Luft für Kinder so wichtig?

In der Wohnung müssen wir, damit immer genügend Sauerstoff vorhanden ist (und natürlich damit es nicht müffelt!) regelmäßig lüften. Das alleine genügt unserem Baby allerdings nicht. Aber was genau bewirkt die frische Luft bei unseren kleinen Schätzen?

Die unterschiedlichen Temperaturreize stärken ganz einfach das Immunsystem unserer Kinder. Dadurch werden Krankheiten wie z. B. Erkältungen vorgebeugt. Auch verschnupfte Kinder sollten daher täglich zumindest ein wenig frische Luft genießen. Aber bitte nur, wenn sie kein Fieber haben. Die frische Luft kann nämlich noch mehr. Sie lässt die Schleimhäute abschwellen und kämpft daher mit uns gegen Erkältungen.

Kinder im Schnee

Vorsorge ist die halbe Miete

Wie kleide ich mein Kind nun passend für diese kühlen und nassen Tage? Babys können leider die richtige Körpertemperatur noch nicht selbstständig halten – kühlen also viel schneller aus als wir selbst. Hier findet ein ganz einfaches Prinzip Anwendung: Mehr hilft manchmal eben doch mehr. Das altbewährte Zwiebelsystem kann hier ware Wunder bewirken. Warum? Mehrere übereinander getragene Schichten wärmen sogar viel besser, als ein einfacher Wintermantel oder Schneeanzug. Zwischen den einzelnen Schichten staut und erwärmt sich nämlich die Luft – und sorgt daher für zusätzliche Wärme.

  • Fangt mit einem langärmeligen Baumwollbody an
  • Strumpfhose oder Leggins mit Socken
  • Darüber ein Jäckchen oder dünnen Pullover
  • Über einer Strumpfhose kann super eine Thermoleggins getragen werden
  • Zum Schluss dann den Schnee-/ oder Kuschelanzug (am besten atmungsaktiv und Wind undurchlässig)

Mützchen auf, ab in einen Fell- oder Fußsack oder mit einer Decke zugedeckt. Das Outfit ist perfekt.

Warm gekleidetes Baby im Winter

Winterbabys: Tipps und Tricks für draußen

  • Das war natürlich noch nicht alles. Kalte Luft greift leider oft die Haut an, wie oft hattet ihr im Winter schon rissige Lippen oder Wangen? Cremt euer Baby an Händen und im Gesicht mit einer Fettcreme oder „Wind- und Wettercreme“ gründlich ein. Solltet ihr länger unterwegs sein, könnt ihr diese zwischendurch immer mal wieder auftragen.

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  • Ihr könnt bei besonders starker und nasser Kälte den Kinderwagen ein wenig isolieren. Dafür schneidet ihr eine Styroporplatte oder ein Sück einer Isomatte in der Form der Babyschale (oder Sitzform des Kindes) aus und legt sie noch unter den Fußsack. So hat die Kälte keine Chance, in den Rücken eures Kindes zu kriechen.
  • Kinderwagen vorwärmen. Nicht wenige von euch werden den Kinderwagen im Hausflur oder in der Garage stehen haben. Wärmt den Wagen einfach mit einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche vor. An besonders kalten Tagen könnt ihr auch für unterwegs ein kleines Kirschkernkissen mitnehmen. Wärmflaschen sind eher nicht zu empfehlen, diese könnten unbemerkt aufgehen und euer Kind verbrühen.

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  • Auch ein kleiner Wagenwechsel kann an eisigen Tagen hilfreich sein. Ich hatte zum Beispiel einen doppelten Fahrradanhänger in der Garage stehen. Durch die Seitenwände war meine Maus besonders gut vor dem eisigen Wind geschützt – viel besser als in ihrem Kinderwagen. Also habe ich, wenn möglich, einfach den Fahrradanhänger zum Spazierengehen benutzt.

Kind sitzt im Farradanhänger

Auch wenn meine Tochter auf dem Foto nicht gerade Happy aussieht, sie hat diese Ausflüge bei jeder Temperatur geliebt. Hier seht ihr, wie schön ich sie im Fahrradanhänger eingekuschelt habe. Unten im Fußraum befand sich ein warmes Körnerkissen, sodass die Wärme auch von unten an ihre Füßchen konnte. Auf ihr liegt ein kuscheliges Daunenkissen und sie war im Zwiebellook gekleidet. Vor sich hat sie ein wenig Spielzeug liegen. Perfekt geschützt vor der Kälte und dem Wind – und hat den vollen Durchblick auf aus dem Seitenfenster.

So ähnlich wie mit dem Wagenwechsel verhält es sich mit dem Tragetuch. So habt ihr euren Schatz ganz nah bei euch am Körper – und er wird zusätzlich durch eure Körperwärme aufgeheizt. Außerdem habt ihr die stetige Kontrolle, dass ihm auch nicht zu kalt wird oder er zu kalte Händchen bekommt. Wenn ihr euch eine Winterjacke extra zum tragen kauft, achtet darauf, dass auch euer Schatz wohlig warm ist. Es gibt extra wunderschöne Jacken, die auch euer Kind mit einschließen. Auch hier sollte Euer Kind im Zwiebelprinzip angezogen sein. Ich habe meine Maus dann oft mit einer Decke zusätzlich eingekuschelt.

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Aber Vorsicht: Unseren Babys kann es auch schnell zu warm werden!

Manchmal tun wir unseren Kindern auch zu viel des Guten. Besonders wenn wir frieren, gehen wir davon aus, dass es plötzlich eisig kalt draußen geworden ist. Wenn einen aber gleichzeitig die Sonne wärmt, kann unser kleiner Schatz auch schnell mal schwitzen.

Legt dazu einfach ab und an die Hand in den Nacken eures Kindes. Ist es dort besonders heiß oder sogar feucht, ist eurem Kind zu warm. Hier solltet ihr 1-2 Schichten des Lagenlooks einfach mal weg lassen.

Ab wann dürfen Babys an die kalte Winterluft?

Alleine schon die Änderung, aus der Wohnung nach draußen zu gehen, kann für unseren Körper eine ganz schöne Umstellung sein. Wir dürfen nicht vergessen, unser kleiner Schatz war zuvor 9 Monate ganz kuschelig in unserem Bauch abgesichert.

Bleibt die ersten 2 – 3 Tage mit eurem Schatz bei kühleren Temperaturen lieber zu Hause. Wenn es ihm allerdings gut geht und er normales Gewicht hat, fangt zunächst mit kleineren Ausflügen an. Ihr müsst schließlich nicht direkt 3 Stunden mit ihm spazieren gehen. Fangt mit kleineren Spaziergängen zum Einkaufen, zur Post oder anderem an. Dabei dürft ihr gerne schon 20 Minuten unterwegs sein. Bei Temperaturen unter -5 Grad solltet ihr aber vorerst lieber zu Hause bleiben.

Die richtige Temperatur im Kinderzimmer

Nicht nur draußen an der frischen Luft kann die Kälte ein wichtiges Thema sein. Je nachdem, wie gut oder schlecht eure Wohnung oder Haus isoliert ist, kühlt auch das Kinderzimmer schnell herunter. Aber wie heizt und lüftet man das Kinderzimmer richtig? Und wie schütze ich mein Kind Nachts am besten vor der Kälte?

Das Kinderzimmer richtig lüften

Am besten lüftet ihr das Kinderzimmer – und auch die ganze Wohnung – durch Stoßlüften. So habt ihr immer genügend frische Luft und vorallem Sauerstoff in der Wohnung und sie bleibt dabei auch noch angenehm warm. Außerdem schützt das regelmäßige und gute Lüften vor Schimmelbefall.

Kinderzimmer lüften

Außerdem ist es energiesparend, denn so dreht ihr nicht ständig an der Heizung herum und lasst sie mal volles Rohr und mal gar nicht heizen. Das ist nämlich gar nicht gut. Ein gleichmäßiges Heizen in Verbindung mit regelmäßigem mit Stoßlüften ist genau das Richtige.

  • Richtig Heizen – Heizt dazu eure Wohnung gleichmäßig auf der zweiten bis dritten Stufe eurer Heizung. Viele Wohnungen haben oft ein eingebautes Termostat. Mit diesem könnt ihr „Ruhezeiten“ der Heizung bzw. einen Sparmodus einstellen. Stellt hier ca. eine Obergrenze von ca. 20 Grad ein. Ruhezeiten der Heizung sollten zwischen 23:00 Uhr und 5 Uhr morgens sein. So kühlt die Wohnung auch über Nacht nicht komplett aus. Wenn die Wohnung über Nacht komplett auskühlt, müsst ihr morgens viel stärker heizen um die Wohnung wieder angenehm warm zu bekommen. Die Richtige Temperatur ist auch im Winter 18 – 21 Grad im Kinderzimmer. Die Temparatur könnt ihr oftmals schon ganz leicht durch euer Babyphone messen lassen. Generell ist es besser, die Zimmer etwas kühler zu haben.
  • Wie funktioniert jetzt das Stoßlüften? Vermeidet gekippte Fenster. Durch das gleichmäßige Heizen habt ihr immer eine angenehme Tempertur in der Wohnung. Lüftet ca 3-4x täglich. Am besten macht ihr das Zimmer für Zimmer. Nehmt euch dafür ein Zimmer vor, in dem ihr euch die nächsten 5 – 10 Minuten nicht aufhalten wollt. Reißt alle Fenster auf (richtig öffnen, nicht nur kippen!) und so kann der ganze Raum frische Luft bekommen. schließt das Fenster nach ca 5 Minuten. Noch besser ist es, wenn ihr ein wenig Durchzug macht und in gegenüberliegenden Zimmern gleichzeitig stoßlüftet. In dieser Zeit ist viel frischer Sauerstoff in den Rum gelangt – er ist aber nicht komplett ausgekühlt sondern, ein paar Minuten nachdem ihr die Fenster wieder vollkommen geschlossen habt, wieder angenehm warm.

Wer Angst hat, dass die Luft im Winter im Kinderzimmer zu trocken wird, kann einen Luftbefeuchter ins Kinderzimmer stellen. Die gibt es extra angefertigt für Kinderzimmer. Aber auch regelmäßig ein Glas Wasser auf die Heizung stellen hilft aus.

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Tipp: Auch beim Wickeln frieren eure Kinder sicherlich fix und das kann für die Kleinen ziemlich unangenehm sein. Außerdem ist das Wickeln dann immer mit Stress und Weinen verbunden – ein Heizstrahler über dem Wickeltisch kann wahre Wunder bewirken.

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Das Kind auch in der Nacht schön warm halten

Besonders nachts wird es unglaublich kalt. Vor dem Schlafengehen solltet ihr den Raum schön mollig warm aufheizen (hier drehe ich die Heizung auch manchmal etwas höher und schließe die Tür) – dann solltet ihr unbedingt kurz vor dem Zubettgehen noch einmal richtig gut Stoßlüften. Trockene Heizungsluft ist nämlich gar nicht gut für unser Kind (für uns im übrigen auch nicht).

Kind schläft im Winter

Auch Nachts ist das Zwiebelprinzip ziemlich praktisch

  • Über der Pampers wird ein langärmeliger Body getragen
  • Danach einen langärmeligen Winterschlafanzug (gerne mit Füßchen oder Socken) anziehen
  • Zum Schluss einen Winterschlafsack drüber ziehen. Die gibt es auch mit Ärmeln.

Vor dem Schlafen gehen könnt ihr euer Kind übrigens auch wieder eincremen. Die Fettcreme schützt vor Austrocknung der Haut und hält ein wenig länger die Wärme im Körper. Schon wie bei dem Kinderwagen könnt ihr übrigens auch das Bett oder den Schlafsack mit einer Wärmflasche vorwärmen.

Bitte achtet darauf, dass es sich hier um einen Tipp für extrem kalte Nächte (unter null Grad) handelt. Zu warm schlafen ist nämlich auch nicht gut, da euer kleiner Schatz dann schwitzen könnte. Wenn ihr einen Schlafsack mit Ärmeln habt oder sowieso einen langärmligen Schlafanzug anzieht, reicht auch vollkommen ein kurzärmliger Body unter dem Schlafanzug aus. Fühlt einfach mal Nachts, wenn euer Schatz aufwacht, im Nacken. Dass die Händchen und Füßchen in der Nacht manchmal ein wenig kühl sind, ist vollkommen normal.


Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.

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