Porzellanfrösche machen Yoga

Fitness in der Schwangerschaft

Gerade in den wichtigsten 40 Wochen eures Lebens möchtet ihr besonders auf euch achten. Dabei spielt mittlerweile nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern auch die körperliche Fitness für viele Schwangere eine große Rolle. Aber welche sportlichen Aktivitäten sind während und nach der Schwangerschaft geeignet für euch? Hier erfahrt ihr es.

Yoga hilft auch dem Geist

Yoga gilt als DER Schwangerschaftssport schlechthin. In vielen Städten gibt es spezielle Yoga-Kurse für Schwangere, die auf eine Frau in der Schwangerschaft angepasst sind. Übungen, die weder euch noch eurem Kind schaden und Frauen, die in der selben aufregenden Phase des Lebens sind wie ihr, bilden die beste Voraussetzung für gemeinschaftlichen Sport, der auch noch Spaß macht.
Yoga macht aber nicht nur fit, sondern hilft vor allem auch dem Körper und dem Geist zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Denn das zusätzliche Gewicht, die üblichen Beschwerden und womöglich auch noch ein hektischer Arbeitsalltag sorgen oft für einen erhöhten Stressfaktor bei Schwangeren. Yoga hilft dabei nachweislich diesen Stress abzubauen. Damit ist Yoga definitiv der Gesundheitssport, der euch am wenigstens belastet und am meisten nutzt.

Frau die Sport macht

Aerobic & Co – Empfehlenswert?

Wer es etwas energischer mag, kann natürlich auch intensiveren Sport bis zum Ende des Schwangerschaft betreiben. Spezielle Aerobic- und Fitnesskurse dürfen ausgeübt werden, sofern ihr die Schwangerschafte ärztliche Erlaubnis hierfür habt. Achtet aber bitte bei der Wahl des Sports darauf, dass es wirklich für Schwangere geeignet ist und fragt am besten direkt die/den Trainer/in, ob alle Übungen für euch passend sind.
Allerdings ist die schnelle Bewegung nicht für jede werdende Mutter etwas und sollte daher immer nur so lange durchgeführt werden, wie der Körper sich dabei gut anfühlt. Schnelle Schrittfolgen erhöhen den Puls und das kann unter Umständen als belastend empfunden werden.

Joggen – Geeignet oder nicht?

Joggen solltet ihr dann nur machen, wenn ihr Profis seid und das Laufen Teil eures Lebens ist. Damit ausgerechnet in der Schwangerschaft zu beginnen, ist jedoch zu riskant. Die Gefahr von Stürzen und Überstrapazierung ist nämlich relativ hoch. Wollt ihr dennoch nicht auf Laufsport verzichten, könnte schnelles Gehen eine Alternative zum Joggen darstellen. Das ist ebenso effektiv, birgt aber weniger Gefahren.

Wie wird man nach der Schwangerschaft wieder fit?

Die Geburt liegt gerade hinter euch und ihr seid womöglich vor allem eines: Müde. Doch dagegen lässt sich ankämpfen. Ihr könnt körperlich wieder fit werden und etwas für eure Rückbildung tun. Fangt dabei mit einfachen Übungen an und integriert den Mütteralltag dabei. Beginnt etwa 2 bis 3 Wochen nach der Geburt (aber deutlich später, wenn ihr einen Kaiserschnitt bekommen habt) mit kurzen Spaziergängen und steigert die Dauer der Bewegung. Anfangs reichen 10 Minuten täglich aus und sollte nach und nach ausgedehnt werden, indem ihr wöchentlich immer um weitere 5 Minuten erhöht. Sobald es körperlich wieder geht, könnt ihr euren Körper an schnelleres Gehen gewöhnen. Schon bald werden Strecken von mehrere Kilometern am Tag in einem flotten Tempo mit dem Kinderwagen für euch kein Problem mehr darstellen. Euer Fitness wird es euch danken!

Einfache Übungen können natürlich auch daheim ausgeführt werden. Kniebeugen und Liegestütze beispielsweise sind überall machbar. Das Baby kann bei euch sein und ihr habt es im Blick und vielleicht fühlt es sich von euren Übungen sogar gut unterhalten. Innerhalb der eigenen vier Wände könnt ihr sogar mit kleinen Gewicht arbeiten und euren Körper wieder in Form bringen. Wer einen Garten oder einen großen Balkon hat, kann im Sommer seine Übungen sogar nach draußen verlegen und mit dem Baby die frische Luft genießen. Eine einfache Fitness-Matte reicht aus. Sit-Ups und auch Entspannungsübungen können natürlich auch dann ausgeführt werden, wenn euer Kind seinen Mittagsschlaf macht. Es wird sich immer die ein oder andere Viertelstunde finden, die ihr sinnvoll für eure Fitness nutzen könnt.

Fitness-Kurse für Mama und Kind

Auch wenn der kleine Spatz und die neuen Herausforderungen des Mama-Seins euch viel Zeit und Energie abverlangen, müsst ihr nicht nur bei einfachen Übungen für Zuhause bleiben. Auch darüber hinaus könnt ihr Sport treiben. Denn Sport mit Kind ist mittlerweile keinesfalls mehr ungewöhnlich – die Sehnsucht nach Bewegung teilen viele Mütter auf der ganzen Welt. Und das haben auch die Fitnessstudios erkannt und sich darauf eingestellt: Es gibt beispielsweise spezielle Fitnesskurse für Mutter und Kind. Dabei könnt ihr euer Baby mitnehmen und es wird entweder involviert und ist Teil der Übungen oder es wird während des Sports im selben Raum betreut. Die entsprechenden Kurse erfreuen sich großer Beliebtheit. Einige Ketten bieten sogar eine professionelle Kinder- und Babybetreuung über mehrere Stunden täglich an.

Gibt es keine speziellen „Mama“-Kurse bei euch in der Nähe, so könnt ihr vielleicht eine Freundin oder nahe Verwandte bitten, auf euer Baby aufzupassen, während ihr Sport treibt. Vielleicht eignet sich auch ein Babysitter. Oder ihr wechselt euch mit Freundinnen aus der Nachbarschaft mit dem Betreuen der Kinder ab und besucht abwechselnd Rückbildungs- und Fitnesskurse.

Zum Schluss sei aber deutlich gesagt: Tut nur das, was sich gut anfühlt und übernehmt euch nicht. Ihr müsst gerade in der Schwangerschaft niemandem beweisen, wie fit und sportlich ihr seid. Macht einfach, was eurem Körper gut tut und in euren Mama-Alltag passt. Und lasst euch vor allem nicht von Promi-Mamas entmutigen, die unmittelbar nach der Geburt wieder einen trainierten 90-60-90 Körper haben. Hinter denen stehen meist zig Ernährungsberater und Personal Trainer. Beim Sport geht es vor allem um eure Gesundheit und euer körperliches Wohlempfinden – nicht darum, dass ihr innerhalb von wenigen Wochen wieder die perfekte Figur erreicht und einen Marathon mitlaufen könnt. Auch mit kleinen Schritten kommt ihr zum Ziel, also macht euch keinen Stress – das Mama sein ist schon anstrengend genug!


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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