Baby liegt auf dem Bett

Warum die richtige Matratze für Babys so wichtig ist

Die meisten werdenden Eltern beginnen erst im letzten Drittel der Schwangerschaft mit der Einrichtung des Kinderzimmers. Neben der Wickelkommode und dem Kinderbettchen muss auch die passende Matratze ausgesucht werden und beim Kauf dieser Matratze machen viele Eltern einen entscheidenden Fehler. Sie wollen ihrem Baby etwas Gutes tun und kaufen daher eine besonders weiche Matratze, denn schließlich soll das Baby auch bequem und komfortabel liegen. Diese gute gemeinte Absicht ist leider vollkommen falsch, denn die kindliche Wirbelsäule braucht eine besondere Matratze, damit spätere Haltungsschäden vermieden werden.

Die Luft muss zirkulieren können

Wenn die Matratze für das Baby zu weich ist, dann kann es passieren, dass das Gesicht des Kindes in die Matratze einsinkt und damit wäre dann der Luftaustausch deutlich erschwert. Es ist sehr wichtig, dass die Matratze einen Gasaustausch möglich macht, denn nur so wird verhindert, dass sich im Bereich des Kopfes zu viel CO2 sammeln kann. Wissenschaftler vermuten, dass Babys, die zu viel von dem gefährlichen Gas einatmen, anfälliger für den plötzlichen Kindstod sind. Sinken das Köpfchen und das Gesicht zu tief in die Matratze ein, dann atmet das Baby die verbrauchte Luft wieder ein und das kann auf Dauer die Atem- und Aufwachreflexe lähmen, was dann zu einem Atemstillstand führt. Mit der richtigen, nicht zu weichen Matratze kann das Baby hingegen immer frei atmen.

Die Wirbelsäule muss gestützt werden

Kleine Kinder brauchen eine Unterlage, die nicht zu weich, aber trotzdem elastisch ist, denn nur dann kann die kindliche Wirbelsäule optimal gestützt werden. Bei Kindern wird die Wirbelsäule bis zum achten Lebensjahr durchblutet und sie ist noch relativ gerade, die typische S-Form bildet sich erst einige Jahre später aus. In den ersten Lebensjahren ist der Kopf zudem so breit wie die Schultern des Kindes und es ist daher nicht so relevant, wenn die Schultern in die Matratze einsinken, der Kopf ist in diesem Zusammenhang deutlich wichtiger. Auch die Tatsache, dass bei Kindern zwar die Knochen in rasanter Geschwindigkeit wachsen, der Aufbau der Muskeln aber viel langsamer ist, sollte beim Kauf einer Kindermatratze eine Rolle spielen. Das verzögerte Wachstum der Muskeln im Vergleich zu den Knochen macht es den Muskeln unmöglich, die sehr empfindliche Wirbelsäule zu schützen und zu stützen, diesen Part muss die Matratze übernehmen.

Welches Material sollte die Matratze haben?

Welches Material für die Kindermatratze infrage kommt, das ist immer eine individuelle Entscheidung. Es gibt hervorragende Matratzen aus Schaumstoff, aber auch ebenso gute Modelle aus Kaltschaum oder aus natürlichen Stoffen, wie zum Beispiel aus Kokosfasern. Sehr wichtig ist es aber, dass das Material immer frei von Schadstoffen aller Art ist. Selbst wenn eine Kindermatratze frei von Schadstoffen ist, kann es dennoch sein, dass sie nach dem Auspacken ein wenig streng riecht. Daher sollten Matratzen nicht sofort in Gebrauch genommen werden, sondern erst einmal sehr gründlich ausdünsten. Was für natürliche Materialien spricht, ist, dass sie atmungsaktiv und immer sehr gut klimatisiert sind. Zudem sind Materialien wie Kokosfasern in der Lage, die Wärme zu speichern und da sie nicht zu weich, aber immer elastisch sind, eigenen sich Kokosfasern hervorragend als Füllmaterial für eine Kindermatratze.

Nicht nur für das Babybettchen

Natürlich soll das Baby nicht nur den ganzen Tag in seinem Bettchen liegen, die meisten Eltern wollen ihren Nachwuchs gerne immer in ihrer Nähe haben und legen das Baby tagsüber in einen Stubenwagen. Für den Stubenwagen gilt das Gleiche wie für das Bettchen: Beim Kauf der Matratze müssen die Eltern unbedingt darauf achten, dass die Matratze nicht zu weich, aber immer elastisch ist, dass sie den Rücken stützt und ohne schädliche Stoffe hergestellt wurde. Übrigens, das gilt auch für die Wiege, damit das Baby auch dort gesund und tief schlafen kann.

Bild: © Depositphotos.com / fajnokg


Theresa

Ich bin Theresa, 25 Jahre alt und (noch) kinderlos. Ich bin aber in einer großen, bunten Familie aufgewachsen und liebe Kinder - deswegen macht mir die Arbeit (wenn man das überhaupt so nennen darf ;-)) an und mit MeinBaby123 sehr viel Spaß!

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