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Regensburger Domspatzen: Missbrauchsskandal

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Der Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal der Regensburger Domspatzen ist endlich raus. Was man da lesen kann ist wirklich widerlich und schrecklich. Da blutet das Mamaherz. 547 gewaltvoll und teilweise sogar sexuell missbrauchte Kinder. Die 49 mutmaßlichen Täter sollten sich schämen.

Was ist passiert

Seit 1945 seien laut Sonderermittler Ulrich Weber mindestens 547 Chorschüler der Regensburger Domspatzen missbraucht worden. Die Taten umfassen körperliche Gewalt und sogar sexuellen Missbrauch in 67 Fällen. Man geht von einer Dunkelziffer aus. Besonders in der Vorschule sind die Übergriffe systematisch am häufigsten geschehen.

Die Opfer

Die Opfer sind jetzt erwachsen und beschreiben die Zeit rückblickend als „Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager“. Unvorstellbar! Da die Fälle alle mehrere Jahre zurückliegen sind sie verjährt und somit wird niemand bestraft. Das heißt, dass auch die Opfer nicht wirklich mit dem Fall abschließen können. Bis zu 20.000€ sollen sie als Entschädigung bekommen. Nur mit Geld allein kann man die schreckliche Vergangenheit nicht aufarbeiten und seinen Seelenfrieden finden. So muss jeder seinen eigenen Weg finden damit umzugehen.

Die Täter

49 mutmaßliche Täter sind ermittelt worden. Laut dem bericht von Weber sind 9 von ihnen auch sexuell übergriffig geworden. Bis 1992 tauchen Fälle körperlicher Gewalt im Bericht auf. Betrachtet man die Zeiten zu denen die Übergriffe aufgetreten sind, kann man feststellen, dass fast alle Taten strafbar waren zu den damals geltenden Gesetzen. Nach dem heutigen Strafrecht sind jedoch alle verjährt und deshalb wurde die Strafverfolgung abgeschlossen. Und die Täter? Die schweigen. Die Domspatzen sollten als Name geschützt werden aber mit dem Bekanntwerden des Skandals rutschte die katholische Kirche als solche, in ein sehr schlechtes Licht. Der ehemalige Chorleiter Georg Ratzinger (Bruder von Benedikt XVI. Ratzinger) wird ebenso als schuldig beschrieben. Durch seinen Ehrgeiz ignorierte er die damaligen Zustände im Chor und nahm Beschuldigte in Schutz. Vielleicht machte dies Verhalten eine frühere Aufklärung sogar zu Nichte.

Heute

Die Regensburger Domspatzen sind ein weltweit bekannter Chor. Seitdem der Skandal 2010 bekannt wurde, gingen die Schülerzahlen am Domspatzen Gymnasium erheblich zurück. Der amtierende Domkapellmeister bestätigt aber, heute gehen die Schüler singend aus der Probe und nicht weinend!

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Juliane

Ich bin Juliane und Mama einer 4-Jährigen. Zu gern erinnere ich mich an die Schwangerschaft, Babyzeit und die ersten Monate bzw. Jahre unseres Eltern-Daseins. Das Leben dreht sich um 180 Grad. Gern begleite ich auch dich durch diese Zeit, gebe Tipps, Empfehlungen und bin für dich da.

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