Tagesmutter stillt Baby ohne Erlaubnis der Mutter

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Wir alle wissen, Muttermilch ist unglaublich wichtig für unser Kind. Aber mit der heutigen Wissenschaft, kann man sein Kind von der Geburt an eben so gut auch ohne Muttermilch ernähren. Diese Entscheidung bleibt jeder Mama selbst überlassen. Es gibt ebenso viele Contra-Gründe, wie Pro-Gründe für das Stillen. Aber denkt immer daran: Pro Stillen heißt nicht automatisch Anti Flasche.

Das sah eine Tagesmutter wohl ganz anders. Viele Nicht-Stillmamas kennen es wahrscheinlich. Diese negativen, urteilenden Blicke. „Ist dir deine Figur wichtiger, als die Gesundheit deines Kindes?„, das und viele weitere Aussagen bekommen die betroffenen Mamis oftmals zu hören. Dabei kann die frisch gebackene Mami auch einen wirklich guten Grund haben, nicht zu stillen. Auch eine Mutter in Amerika musste es jetzt am eigenen Leib erfahren: die Tatsache, dass ihr Baby nicht gestillt wird, wird einfach nicht akzeptiert.

Baby-Flaschen

Vielleicht habt ihr schon einmal von der Kolumne „Dear Prudence“ von Daniel Mallory gehört. Sie wird auf der amerikanischen Website „slate.com“ veröffentlicht. Hier wurde auch die Geschichte der jugnen Mutter verbreitet.

Die Betroffene Mama ist Mutter eines adoptierten Kindes. Wer eins und eins zusammen zählen kann, weiß sofort, warum sie ihr Baby nicht stillen konnte. Also bekam ihr kleines Baby von Anfang an Säuglingsnahrung. Wir Mamis kennen es, der Alltag mit Baby kann ganz schön anstrengend sein. Daher gab sie ihre kleine Tochter ab und zu bei einer Betreuerin einer Tagesstätte ab. Die Betreuerin hat selbst zwei Kinder.

Die Mama mochte die Tagesmutter auf Anhieb. Wer selbst einmal eine Tagesmutter in Anspruch genommen hat, weiß wie wichtig es ist, sich mit der Tagesmutter zu verstehen. Man vertraut ihr immerhin den größten Schatz an. Die abwertende Bewertung über die Säuglingsnahrung im Sinne von „Geben sie ihr diese Brühe?“ überging die Mama einfach. Sie war die negativen Äußerungen schließlich schon gewohnt.

Eigentlich wollte die betroffene Mama nur ein schönes längeres Wochenende haben. Sie konnte an einem Freitag eher Feierabend machen und entschloss daher spontan ihre kleine Tochter eher aus der Tagesstätte abzuholen. Schon als sie durch die Seitentür der Tagesstätte kam, versuchten andere Mitarbeiter sie in ein Gespräch zu verwickeln. Sie hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl und suchte daher auf direktem Wege ihre Tochter auf. Jetzt ist sie dankbar für ihre Intuition und versteht, warum die Mitarbeiterinnen sie auf halbem Weg aufhalten wollten: Als sie ihre Tochter fand, legte die Betreuerin ihre Tochter gerade an die Brust an und stillte diese – Ganz ohne Absprache mit der Kindesmutter. Niemand wird sich vorstellen können, unter welchen Schock die betroffene Mama gestanden haben muss. Doch sie handelte direkt und schnappte sich ihre Tochter. Wütend und schockiert verließ sie die Tagesstätte.

Frau stillt Baby

Und der Kommentar der Tagesmutter? Sie solle dankbar sein, dass sie ihre Tochter all die Monate vor der Chemie in der Säuglingsnahrung bewahrt hat! Das würde wohl jede Mutter fassungslos machen.

Reaktion von Daniel Mallory

Der „Dear Prudence“ Kolumnist hat häufig mit den skurielsten Situationen zu tun. Seine Kolumne dreht sich schließlich um das Thema Moral und Anstand. Doch durch diesen Vorfall, war sogar Daniel Mallory sprachlos und schockiert. Die betroffene Mutter hatte sich Hilfesuchend an seine Kolumne gewandt. Er empfiehlt ihr, sich an den Dachverband der Tagesstätte zu wenden und den Vorfall auf jeden Fall zu melden. Auch wenn ihre Tochter keinen bleibenden Schaden davon trägt: Bei der Betreuung von Kindern geht es vor allem um Vertrauen und dieses hatte die Tagesmutter eindeutig missbraucht.

Unsere Meinung zu dem Vorfall

Ich bin absolut sprachlos. Ich finde es zum einen schrecklich, dass Mütter, die sich gegen das Stillen entscheiden oder einfach nicht Stillen können, von anderen Mamas oder der Gesellschaft so verurteilt werden. Niemand hat das Recht euch aus diesem Grund zu verurteilen oder zu kritisieren.

Zum anderen gehe ich davon aus, dass eine Tagesmutter, Betreuerin oder Erzieherin mit meinem Kind in meinem Sinne umgeht. Dazu gehört natürlich ein liebevoller Umgang. Dennoch ist niemand berechtigt, meine Entscheidungen in Frage zu stellen, denn ich bin die Mutter des Kindes.

Ich finde, die betroffene Mutter hat sehr gut reagiert und auch dem Rat des „Dear Prudence“ Kolumnisten kann ich nur zustimmen. Ich würde wahrscheinlich, wenn möglich, auch die Tagesstätte wechseln.

Wenn ihr mehr über das Thema Stillen erfahren wollt, schaut doch mal in unserem passenden Ratgeber Vorbei: Stillen – was wichtig ist und wie es das Leben erfüllt

Was denkt ihr? Wie hättet ihr in so einer Situation reagiert?

Carina

Ich bin Carina und habe eine kleine Tochter namens Amilia. Amilia hat mein Leben, seit ihrer Geburt im März 2015, zum Positiven verändert. Ich bin eine Berufsmami und rocke somit Arbeit, Haushalt und Erziehung. Ich begleite euch gerne durch die aufregende Schwangerschaft und dem Leben mit Kind. Gerne gebe ich euch Shoppingtipps und verrate alle kleinen Haushalt-Tipps und Tricks.

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