Vater setzt seine Tochter (9) aus, weil sie nicht schlafen möchte

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„Wenn du jetzt nicht sofort…, dann…“ – Die Drohung kennen sicherlich einige von uns aus ihrer eigenen Kindheit. Aber wie oft haben unsere Eltern das Angedrohte wirklich umgesetzt? Also ich muss sagen, dass ich nie ins Heim gekommen bin, nie zu Fuß nach Hause laufen musste und auch nie die Polizei kam und mich mit ins Gefängnis genommen hat. Einzig und allein mein kompletter Spielzeugbestand flog eines Tages mal aus dem Fenster in den Hof, weil ich mal wieder nicht aufgeräumt habe. Ein Vater aus Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt seine Drohung wahr gemacht, die in meinen Augen tatsächlich zu weit geht.

Was ist passiert?

Es ist Sonntag Abend des 06.01.2019 und den Angaben der Eltern zufolge gab es Streit zu Hause, weil ihre Tochter (9 Jahre) auch nach langem Zureden nicht Einschlafen wollte. Kurzentschlossen befahl der Familienvater (33) seiner Tochter, sich wieder anzuziehen und fuhr mit ihr im Auto von Stralsund nach Altefähr auf der Insel Rügen. Dort ließ er sie aussteigen und entfernte sich so weit, dass sie ihn nicht mehr sehen konnte. Nach einer Weile wollte er sie wieder einsammeln, aber das Kind war nicht mehr zu finden. Er holte die Mutter von zu Hause ab und zusammen suchten sie ihre Tochter an besagter Stelle. Das Kind ist nämlich einfach ein paar Meter gegangen und hat an einer Tür geklingelt und um Hilfe gebeten. Ein hilfsbereiter Mann informierte die Polizei und diese schnappte kurze Zeit später die suchenden Eltern auf.

Ausgesetztes Kind

 

Welchen Hintergrund hatte der Vater

Nach eigenen Angaben, wollte der Vater seiner Tochter zeigen, wie gut diese es zu Hause habe. Aus diesem Grund setzte er sie mitten in der Nacht aus. Er wollte ihr einen Denkzettel verpassen.

Mit welchen Folgen müssen die Eltern nun rechnen?

Mit dem Aussetzen und Entfernen hat der Vater seine Aufsichtspflicht verletzt. Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet. Nach Rücksprachen mit der Jugendbehörde, wurde die Neunjährige wieder der Mutter übergeben. Hoffentlich haben die Eltern aus dieser Aktion mehr gelernt als das Kind.

Juliane

Ich bin Juliane und Mami unserer kleinen Greta. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Leben um 180° gedreht - gern begleite ich euch auf dem Weg zum Eltern sein und gebe euch wertvolle Tipps und Ratschläge! Außerdem möchte ich euch beim Sparen helfen, denn Babyspielzeug, Windeln, Klamotten und Co sind teuer genug!

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